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Autonomes Fahren

Versicherungen wollen abwarten

Autonomes Fahren, Technik, Grafik Foto: BMW

Die HUK-Coburg, einer der großen Autoversicherer in Deutschland, hat noch nicht entschieden, ob er Autos zu geringeren Policen versichern wird, die Assistenzsysteme für das autonome Fahren an Bord haben.

23.12.2014 auto motor und sport

Erfahrungen mit ABS hätten gezeigt, dass Vorteile von Sicherheitssystemen durch risikoreicheres Fahren wieder aufgezehrt werden, sagte HUK-Manager Jörg Rheinländer auto motor und sport. "Wir müssen schauen, wie groß der Anteil eines Assistenzsystems an der Unfallvermeidung tatsächlich ist“, so Rheinländer, Leiter des Bereichs Aktuariat Komposit bei der HUK-Coburg.

Sicherheitsvorteile werden oft durch risikoreiches Fahren aufgebraucht

Zwar gäbe es Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer, die andeuten, dass diese Systeme Unfälle vermeiden können. Doch entscheidend seien erst praktische Erfahrungen. "Als ABS eingeführt wurde, hat die Versicherungsbranche einen positiven Einfluss auf das Schadengeschehen vermutet und einen Einführungsrabatt von zehn Prozent gegeben. Nachher hat sich aber sogar herausgestellt, dass sich das Risikoverhalten ändert – wenn man mehr Sicherheitssysteme im Auto hat, fährt man riskanter.“

Bald geklärt werden müssten durch den Gesetzgeber Haftungsfragen. Dabei dürfe es für Unfallopfer keine Verschlechterungen geben, so Rheinländer. "Die Mechanismen der Versicherung müssen auch beim autonomen Fahren so einfach bleiben wie bisher. Ich muss als Geschädigter immer die Möglichkeit haben, meinen Anspruch direkt gegenüber der Kfz-Haftpflichtversicherung geltend zu machen und durchzusetzen.“

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