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Autopflege durch Technik-Check

So bleibt Ihr Auto fit für den Alltag

Technik Check Foto: Anna Matuschek 21 Bilder

Wer kontrolliert eigentlich bei Ihrem Auto den Ölstand und kümmert sich darum, dass immer ausreichend Scheibenreinigungsflüssigkeit an Bord ist? Mann oder Frau - oder gar nur die Werkstatt? Dabei ist ein kleiner Check schnell gemacht und kann hohe Reparaturkosten sparen.

27.09.2009

Die regelmäßige Inspektion in der Werkstatt reicht nicht aus, um Schäden am eigenen Auto frühzeitig zu erkennen und unnötige Kosten zu verhindern. Gerade bei Neuwagen sind die Inspektionsintervalle von bis zu 60.000 Kilometern so weit auseinander, dass eine regelmäßige Durchsicht sehr empfehlenswert ist. Dafür müssen Sie weder Fachfrau noch -Mann sein - Übung macht den Meister.

Folgende Dinge sollten Sie regelmäßig überprüfen:
 
1) Ölstand
2) Kühlflüssigkeitsstand
3) Scheibenreinigungsflüssigkeit
4) Bremsflüssigkeit
 
Vorbereitung
 
Bevor Sie mit der Durchsicht beginnen, stellen Sie Ihr Auto möglichst auf eine ebene Fläche, das verhindert Fehlmessungen bei den Flüssigkeitsständen. Dafür bietet sich der Parkplatz vor der Türe oder eine Tankstelle an.
 
Öffnen Sie die Motorhaube. Meist befindet sich die Entriegelung links im Fußraum auf der Fahrerseite oder funktioniert elektrisch über einen Knopf. Bei einigen Ford-Modellen findet sich das Entriegelungsschloss unter dem Markenemblem an der Motorhaube. Im Zweifel hilft Ihnen hier die Bedienungsanleitung.
 
Verschaffen Sie sich in Ruhe einen Überblick - jeder Motorraum unterscheidet sich von einem anderen. Die Ausgleichsbehälter für Spritzwasser, Kühl- und Bremsflüssigkeit sind je nach Bauart des Motors an unterschiedlichen Stellen verbaut.
 
1) Kontrolle des Ölstands
 
Der Ölpeilstab ist bei nahezu allen Modellen farblich abgesetzt (orange, gelb, rot). Die Suche lohnt sich, denn läuft der Motor dauerhaft ohne ausreichend Schmierstoff, ist die Folge meist sehr kostenintensiv.

Nach einem Griff wissen Sie Bescheid
 
Die Rahmenbedingungen für die Messung des Ölstands entnehmen Sie der Bedienungsanleitung. Haben Sie den Peilstab gefunden, dann nehmen Sie einen saugfähigen Lappen oder Papier zur Hand. Nun können Sie den Messstab herausziehen und sauber abputzen. Im Anschluss schieben Sie den Stab wieder bis zum Anschlag in die Führung, ziehen ihn langsam heraus und halten ihn quer. Nun können Sie das Ergebnis ablesen. Die Pegel auf den Peilstäben sind entweder mit "min." und "max.", farblich oder durch kleine Kerben gekennzeichnet.

Was ist zu tun, wenn zu wenig Öl im Motor ist?
 
Stellen Sie bei dieser Prüfung fest, dass sich zu wenig Öl im Motor befindet, füllen Sie vorsichtig das richtige Öl nach. Es empfiehlt sich, immer eine Flasche der richtigen Spezifikation dabei zu haben, denn nicht überall sind alle Sorten vorrätig. Öffnen Sie den Öldeckel - er befindet sich meist in der Mitte der Motorabdeckung vorne oder bei älteren Modellen auf dem Motorgehäuse selbst. Füllen Sie nur schrittweise nach, bis sie abschätzen können, wie stark sich das Messergebnis verändert. Spätestens bei der dritten Durchsicht beherrschen Sie die Messung. Achtung: Füllen Sie auf keinen Fall zu viel Öl ein. Die ideale Marke liegt zwischen min und max.! Sollte Ihnen das Malheur doch passieren: Fahren Sie nicht weiter. Sie müssen das Öl von einem mobilen Serviceteam oder in der Werkstatt absaugen lassen.

Nach dem Öleinfüllen vergessen Sie nicht, den Deckel wieder ordnungsgemäß zu verschrauben. Sollte etwas daneben gehen, putzen Sie das Öl sorgfältig ab. Es verbrennt sonst auf dem heißen Motor und riecht unangenehm.
 
2) Kontrolle der Kühlflüssigkeit
 
Achtung! Der Ausgleichsbehälter steht unter Druck! Öffnen Sie das Gefäß nur bei kaltem Motor. Zu erkennen ist der Kühlflüssigkeitsbehälter an der blauen, grünen oder rosa Farbe des Verschlussdeckels, der Behälter ist bei neuen Fahrzeugen immer durchsichtig und trägt eine "min-max"-Beschriftung. Sie können durch eine einfache Sichtprobe erkennen, ob sich der Flüssigkeitsstand im grünen Bereich bewegt. Sollte Kühlflüssigkeit fehlen, können Sie den Wasserstand mit Leitungswasser korrigieren.

Hoher und regelmäßger Wasserverbrauch weist auf einen Defekt im Kühlsystem hin

Wenn der Wasserverbrauch sehr hoch ist oder Sie regelmäßig Wasser nachfüllen müssen, wenden Sie sich am besten an Ihre Werkstatt. Ist das Kühlsystem undicht, droht ein Motorschaden, den Sie aber durch Ihre regelmäßige Kontrolle rechtzeitig erkennen können. Bei der Inspektion wird in der Werkstatt überprüft, ob sich genügend Glysantin im Wasser-Frostschutz-Gemisch befindet. Das Glysantin schützt die Kühlflüssigkeit vor dem Einfrieren im Winter. 
 
3) Kontrolle der Scheibenreinigungs-Flüssigkeit

 
Das Auffüllen von Scheibenreiniger ist eine der leichtesten Übungen - schon alleine deshalb, weil das Nachfüllen den meisten Pkw-Besitzern bekannt sein dürfte. Doch auch hier sollten Sie den Überblick behalten. Das alleinige Nachfüllen des Ausgleichsbehälters mit Wasser genügt nicht aus. Während der Sommermonate können Sie einen Reiniger beimischen, im Winter sollten Sie unbedingt auf ein frostschutzsicheres Präparat zurückgreifen. Gefriert das Wasser im Wischwaschbehältnis, kann eszu einem Schaden des Wisch-Wasch-Motors kommen. Je nach Bauweise ein teurer Spaß, der sich vermeiden lässt.

4) Bremsflüssigkeit
 
Der Bremsflüssigkeit wird in der Regel am wenigsten Beachtung geschenkt, obwohl Sie zu den wichtigsten Flüssigkeiten überhaupt zählt. Wer sie lange genug nicht beachtet, wird beim Bremsen irgendwann ins Leere treten - was im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Der Grund hierfür ist, dass die Flüssigkeit anfängt zu kochen und man keinen Druck mehr im Bremssystem aufbauen kann. Das liegt daran, dass Bremsflüssigkeit hydrophil ist - also Wasser anzieht. Im Sommer ist die Gefahr besonders hoch, aber auch bei vielen Bremsmanövern hintereinander kann das Bremspedal einfach "durchfallen".

Das Alter der Bremsflüssigkeit lässt sich schwer abschätzen

Wie alt die Flüssigkeit wirklich ist, lässt sich nur schwer abschätzen. Doch wer sein Auto regelmäßig warten lässt, kann im Serviceheft nachlesen, wann sie zuletzt gewechselt wurde. Für die Sichtprobe suchen Sie ein durchsichtiges Gefäß mit gelber Flüssigkeit im Motorraum. Meist können Sie schon ohne das Gefäß zu öffnen erkennen, ob der Stand in Ordnung ist, also zwischen "min. und max." steht. Ganz besonders bei Gebrauchtwagen sollten Sie auch den Deckel abschrauben und einen Blick auf die Flüssigkeit werfen. Die Farbe sollte ein klares Gelb sein. Ist sie verdunkelt und schmutzig, bringen Sie ihr Auto in die Werkstatt und lassen Sie die Flüssigkeit erneuern. Gleiches gilt auch beim Verbrauch, denn fehlende Flüssigkeit weist immer auf einen Defekt an der Bremsanlage hin. Hier sollte keine Zeit verschwendet und schnell gehandelt werden. Lassen Sie auch hier in der Werkstatt die Bremsanlage prüfen.

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