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Autopflege für Gebrauchtwagen

So lassen sich Gebrauchte aufmöbeln

Foto: - 14 Bilder

Für einen gepflegten Gebrauchten lassen sich erheblich höhere Preise erzielen, als für eine technisch gleichwertige Schmuddelkiste. Selbst ein arg vernachlässigtes Auto lässt sich in Eigenleistung noch tüchtig aufmöbeln.

17.09.2009

Dafür bedarf es nicht unbedingt professioneller Hilfe. Mit den richtigen Pflegeprodukten, etwas Geduld und Geschick lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen.


Gründliche Grundreinigung

Den Anfang macht immer die Grundreinigung. Am besten eine Wäsche von Hand. Waschparks bieten dafür die nötige Infrastruktur. Gegen hartnäckigen Schmutz gibt es allerhand Spezialmittelchen – zum Beispiel zum Entfernen festgeklebter Insekten. Meist tut es eine selbstgemixte Neutralreinigerlauge, die aufsprüht wird. Nach etwas Einwirkzeit geht’s mit Hochdruckwasserstrahl weiter. Dreckige Felgen lassen sich mit einer Geschirrspülbürste schön sauber schrubben. Eine Zahnbürste ist ideal, wenn es darum geht,  Schmutz aus Lüftungsschlitzen und hinterm Tankdeckel wegzufegen. Anschließend wird der Wagen vom Dach bis zu den Schwellern shampooniert, mit klarem Wasser abgespült und abgeledert. Reifen sollte man ruhig ein Spezialspray spendieren. Das reinigt die Pneus fast von allein und gibt ihnen eine schöne Farbe – sattes Tiefschwarz.

Den Lack aufbereiten

Makelloser Lack ist das A und O, wenn der Gebrauchte einen glänzenden ersten Eindruck machen soll. Lackreiniger und Lackpolitur müssen also unbedingt auf der Einkaufsliste stehen. Leichte Oberflächenkratzer verschwinden, wenn sie vor der Politur vorsichtig mit einem weichen Tuch und Schleifpaste behandelt werden. Bei tiefsitzenden Kratzern wird die betroffene Stelle gereinigt, Rost gegebenenfalls mit Rostumwandler entfernt. Dann geht es ans Ausspachteln und anschließend ans Schleifen. Alles, was es für die "Operation" braucht, findet sich in speziellen Lack-Reparatur-Sets. Zum Schluss bekommt die Schadstelle mit Original-Lackfarbe zum Sprayen einen frischen Look.

Eine Hochglanzpolitur sollte man seinem Auto einmal jährlich gönnen. Spätestens aber, wenn das Schätzchen den Besitzer wechseln soll. Die richtige Produktwahl ist wichtig. Der Handel bietet Pflegemittel für neuwertigen oder verwitterten Lack – sprich Lack mit stumpfer, rauer Oberfläche an. Zum Auftragen der Politur gibt’s spezielle Poliertücher, zum Abtragen Lammfellscheiben. Chrom- und Aluteile nicht vergessen. Auch dafür gibt’s natürlich spezielle Pflegepasten.  

Innenraumreinigung

Armaturen kann man mit einem Cockpitspray aufhübschen. Zuvor ist allerdings Großreinemachen angesagt. Tacho und Funktionsknöpfe werden mit einem trockenen Tuch behandelt, denn eindringende Feuchtigkeit könnte die Bordelektronik schädigen. Ein weicher Pinsel ist ganz praktisch um Lüftungsschlitze und schwer zugänglichen Rillen  zu entstauben.
 
Gurte, Handschuhfach, Fensterkurbeln, Türknöpfe, Ablagen und Kunststoffverkleidung Neutralreinigerlauge werden mit feuchtem Lappen und Neutralreinigerlauge von Schmutz befreit. Türeinstiege bekommt man mit Lauge und Spülbürste sauber. Anschließend werden sie mit einem Tuch trocken frottiert. Benutzte Aschenbecher nimmt man raus und badet sie in Seifenlauge. Ist alles clean, sorgt Cockpitspray für frischen Glanz. Elektronikteile dürfen nicht direkt ansprüht werden. Ihnen verabreicht man die Schönheitskur mit einem fusselfreien Lappen. Auf Pedalen oder Lenkrad hat Cockpitspray nichts zu suchen, sie könnten dadurch gefährlich rutschig werden.
 
Bei Polstern und Fußmatten leistet natürlich der Staubsauger unentbehrliche Dienste. Hartnäckig festsitzende Hundehaare sollte man aber erst mal mit einer Bürste entfernen. Praktisch ist ein Waschsauger, der sich vor allem bei Raucherautos empfiehlt, weil er Dreck und Gerüche aus dem Gewebe zieht. Textilreinigungen und Teppichfachgeschäften bieten Leihgeräte an. Fußmatten neuerer Produktion lassen sich oft auch bei 30 Grad in der Maschine waschen.

Flecken möglichst schnell entfernen

Für Flecken gilt grundsätzlich: So schnell wie möglich entfernen. Kaffee- oder Fettflecken rückt man mit lauwarmer Seifenlauge zu Leibe. Blut wird mit Mineralwasser, Brandflecken mit Glyzerin vorbehandelt. Make-up- und Lippenstiftreste verflüchtigen sich durch den Einsatz von Wundalkohol. Wildes Rubbeln verschlimmert die Sache meist noch – also immer vorsichtig tupfen. Bei ausgelaufener Milch ist schnellstes Handeln angesagt. Andernfalls bilden sich Gerüche, die Kaufinteressenten auch Monate später noch in die Flucht schlagen dürften. Ist die Flüssigkeit mit Küchenkrepp "eingefangen", geht man mit Schwamm und kalter Feinwaschmittellauge ans Werk. Bei Warmwasser-Wäsche setzt sich das geronnene Milcheiweiß erst recht im Gewebe fest. Bei Kaugummis wirkt ein Vereisungsspray aus der Apotheke Wunder. In vereistem Zustand lässt sich so ein festgeklebtes Ding meist leicht vom Stoff abkratzen.
 
Bevor man sich dem Fahrzeughimmel widmet, werden die Sitze zweckmäßigerweise mit dünner Plane abgedeckt. Beim Absaugen die kleinste Leistungsstufe wählen, sonst löst sich die empfindliche Pracht. Verschmutzungen und Nikotinablagerungen kann man mit lauwarmem Wasser und einem Schuss Haushaltsessig - ganz vorsichtig - entfernen.

Leder erstrahlt wieder wie neu

Abgenutzte Ledersitze sehen wieder toll aus, wenn man sie mit spezieller Ledertönung behandelt. Für Risse und Löcher gibt’s sogenanntes Flüssigleder. Löcher werden mit der Masse einfach aufgefüllt, Risse zunächst mit einem Stückchen Stoff unterklebt, dann aufgefüllt. Entsprechende Reparatur-Sets eignen sich auch für Kunstleder und Vinyl. Zur Reparatur von Brandlöcher im Polsterstoff oder gibt’s spezielle Reparatursets. Dafür braucht man aber entsprechende Stoff- oder Teppichstücke. Praktisch, wenn der Hersteller ein passendes Stoffmuster liefern kann.

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