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Autos mit V10-Motoren

Exklusive Zehner-Potenz

VW Phaeton V10 TDI Motion, Heckansicht Foto: Jörg Künstle 95 Bilder

V10-Motoren gehören zu den Exoten im Pkw-Geschäft, dennoch haben sie es geschafft sich vom Pickup, über Geländewagen bis in Sportlimousinen und echte Supersportler zu verbreiten. Wir haben die V10-Boliden zusammengetragen.

25.03.2016 Uli Baumann

Nicht so effizient wie ein V8, weniger laufruhig wie ein V12 versprühen Zehnzylindermotoren eine ganz eigene Faszination. Eine Faszination die verschiedene Autohersteller mit ganz besonderen Modellen kombiniert haben. Im Grund seines Wesens wurde der Zehnzylinder allerdings erst auf dem zweite Bildungsweg zum motorischen Leckerbissen. Lange Jahre waren V10-Aggregate nur im Nutzfahrzeuggeschäft anzutreffen. Erst 1992 fand in der ersten Viper der erste V10 seinen Weg in einen Pkw. Basierend auf einem Lkw-Motor wurde der V10 mit Lamborghini-Know-How (damals eine Chrysler-Tochter) auf sein neues Umfeld getrimmt. Acht Liter Hubraum konnten die Abstammung nicht verschleiern, 408 PS waren aber durchaus sportwagenkonform. Das sportliche Umfeld für V10-Motoren hatte schon seit 1989 die Formel 1 beackert, die in der Nach-Turbo-Ära verstärkt auf die leistungsfähige Bauform setzte.

F1 McLaren Honda V10 1990Foto: ams
In der Formel 1 wurden die V10-Motoren zur Saison 2006 aussortiert: Zu stark, zu teuer.

Gefragter Viper-V10

Der Viper-Motor legt dann auch gleich die Saat für viele Folgeprojekte. Immer wieder griffen vor allem kleinere Sportwagenschmieden auf den Zehnzylinder zurück, um das eigene Konzept adäquat zu befeuern. So wanderte der US-V10 beispielsweise nach England zu Bristol oder nach Spanien zu Spano. Für noch mehr Power sorgten mangels angeborener Drehfreude neue Zylinderköpfe oder Aufladekonzepte. Und im Dodge Ram SRT-10 holte sich der Viper-V10 den Titel "schnellster Pickup der Welt". Den jüngsten Aufschlag des Viper-V10 finden Fans in der Henrik Fisker-Kreation VLF Automotive Force 1. Der V10-Sportler übernimmt dabei nicht nur das Herz der Viper, sondern auch sonst viel von ihrer Technik.

Dicker Diesel und Hochdrehzahl-Sportler

Aber auch europäische Hersteller leckten Blut. Zunächst nutzte VW den Zehnzylinder um einen der mächtigsten Selbstzünder der Welt zu bauen - den V10 TDI, der im Phaeton und im Touareg prestigeträchtig nageln durfte. Porsche steckte in seinen Supersportler Carrera GT einen aus dem Rennsport abgeleiteten Zehnzylinder. BMW implantierte in den M5 einen Hochdrehzahl-V10, der zwar nichts mit dem zeitgleich eingesetzten F1-Aggregat zu tun hatte, sich aber gut vermarkten ließ. Der Zehnender wanderte dann noch in den M6 sowie zu den Gebrüdern Wiesmann, die einen ihrer Retro-Sportler mit dem Bayern-Express bestückten. Bei Audi entstand ein Zehnzylinder mit 5 und 5,2 Liter Hubraum, der vom S6, über den S8, sowie den R8 auch den Weg zur Tochter Lamborghini fand. Ob Gallardo, Huracan oder Sesto Elemento - der Zehnzylinder lebt weiter - und wie.

Selbst bis nach Japan reichte die Zehnzylinder-Faszination. Lexus wählte für deinen Carbonsportler LFA ebenfalls einen bis 9.000/min. drehenden V10 als Antriebsquelle.

Völlig unsportlich gab sich dagegen der Beitrag von Ford zum Thema V10. Der Triton-Zehnzylinder mit 6,8-Liter Hubraum schufftete als Benziner ausschließlich in Trucks, Vans und einem Mega-SUV. Hier konnte sich der Zehnzylinder seine Nutzfahrzeugabstammung eben doch nicht verleugnen.

Alle Modelle mit V10-Motoren unter der Haube sehen Sie in der Fotoshow.

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