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Autoterminal Bremerhaven

Automobiler Durchgangsverkehr

Autoterminal Bremerhaven, Parkplatz Foto: S. Krieger 16 Bilder

Der Seehafen von Bremerhaven ist einer der größten Fahrzeugumschlagplätze weltweit. Wir haben uns das Autoterminal angesehen.

11.03.2014 Stefan Cerchez Powered by

Sie fahren einen Hyundai, Kia, Mazda, Mitsubishi, Suzuki oder Toyota? Dann stehen die Chancen gut, dass Ihr Wagen erstmals in Bremerhaven auf europäischen Boden gerollt ist. Denn am dortigen Seehafen befindet sich das Autoterminal der BLG Logistics, einer der Hauptumschlagplätze für den Fahrzeug-Import und -Export in Europa.

18 Schiffsliegeplätze, 16 Bahnrampen und vier Lkw-Stationen sorgen hier dafür, dass der Fahrzeugstrom nie versiegt. Allein per Schiene gelangen täglich zwischen 6.000 und 8.000 Autos für den Export nach Bremerhaven.
Da vor Verschiffung oder Weitertransport mindestens drei Tage (Export) und maximal bis zu zwei Monate vergehen (Import), gibt es auf dem rund 240 Hektar großen Gelände Abstellmöglichkeiten für gut 90.000 Autos. Davon stehen rund 40.000 Plätze in sieben Spezialparkhäusern bereit, in befahrbaren Hochregallagern mit extrabreiten Rampen.

Terminal mit vier eigenen Werkstätten

Was jeder Innenstadt zu einer traumhaften Parkplatzquote verhelfen würde, stellt das Terminalmanagement vor gewaltige Herausforderungen. Denn die Kunst besteht darin, die Fahrzeuge so zu parken, dass sie nach Zielort sowie Abrufzeitpunkt gruppiert und entsprechend schnell verladen werden können.
"Die Autos werden anhand ihrer VIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) und einem Barcode identifiziert", sagt Björn Husemann, der für das Fahrzeughandling am Terminal zuständig ist. Ein eigens entwickeltes IT-System mit Handscannern hilft den BLG-Spezialisten dabei, stets den Überblick über Standort und Status aller Autos im Terminal zu behalten.

Die Import-Modelle, die zirka 20 Prozent des Gesamtaufkommens von zuletzt rund 2,1 Millionen Autos jährlich ausmachen, durchlaufen vor dem Weitertransport noch das Technikzentrum des Terminals. Dort kümmern sich 300 Mitarbeiter in vier Werkstätten um die Neuankömmlinge. Was vor mehr als 30 Jahren mit dem reinen Fahrzeugumschlag begann, hat sich heute zu einem umfangreichen Dienstleistungsangebot für die Hersteller entwickelt.

Einbau von Sonderausstattungen

Neben der klassischen Aufbereitung und der Auslieferungsinspektion übernimmt die BLG auf Wunsch auch die marktspezifische Konservierung der Fahrzeuge und den Einbau von Sonderausstattungen. "Es gibt kaum ein Extra, das wir nicht nachrüsten können", sagt Husemann.

Das Angebot reicht heute von Navigationsgeräten und Anhängerkupplungen über Glasdächer und Standheizungen bis hin zu aufwendigen Veredelungen – beispielsweise mit kompletten Lederausstattungen. Selbst Sonderlackierungen oder Folierungen sind mittlerweile im Angebot. Allein die Lack-Datenbank der Bremer Spezialisten umfasst derzeit 85.000 Farbtöne aller Hersteller.

Die Qualität ihrer Arbeit hat sich längst herumgesprochen: Für manche Hersteller übernimmt die BLG die komplette Umrüstung von Sondermodellen. Vielleicht war Ihres ja auch mit dabei?

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