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Autovermieter Sixt

Sixt steuert mit Gewinnen durch die Krise

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Deutschlands größter Autovermieter Sixt geht nach einem Gewinnanstieg im dritten Quartal mit gedämpfter Zuversicht ins kommende Jahr. Zwar erwarte man auch für 2010 ein positives Ergebnis, konkrete Prognosen wolle Konzernchef Erich Sixt am Donnerstag (19.11.) in München aber nicht abgeben.

19.11.2009

"Ich bin nicht so euphorisch für 2010, wie Manche es sind, und wie es die Börse im Augenblick ist." Es gebe noch erhebliche konjunkturelle Risiken.  

Viertes Quartal fällt schwächer aus

Auch falle das vierte Quartal traditionell schwächer aus, als der Rest des Jahres. "Wir können nichts daran ändern, dass es die Erfindung Weihnachten gibt und der Dezember für uns nur ein halber Monat ist." Um sein Netz weiter zu stärken, hält das Unternehmen zugleich nach kleineren Übernahmekandidaten Ausschau. Speziell in Spanien sei man auf der Suche nach Akquisitionsmöglichkeiten, sagte Sixt.    

Im dritten Quartal verbuchte der Konzern einen Gewinnanstieg von 21,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 23 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von der Verkleinerung der Vermietflotte und weiteren Einsparungen. Der operative Umsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäften gab dagegen um 10,8 Prozent auf 364,6 Millionen Euro nach. Die Gesamterlöse des Konzerns lagen mit 426,8 Millionen Euro um 11,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.  

Für 2009 rechnet Sixt weiter mit einem deutlich positiven Ergebnis vor Steuern. Auch in das kommende Jahr gehe man mit einer knappen Flotte von Mietautos, sagte der Vorstandschef, der selbst größter Aktionär des Unternehmens ist. "Autos gibt es genügend", falls sich die Nachfrage positiv entwickele, könne man sehr rasch aufstocken. Durchschnittlich zählte die Vermietflotte zwischen Januar und September 69.100 Fahrzeuge, das waren vier Prozent weniger als im Vorjahr.    

Preiserhöhungen im kommenden halben Jahr

Die bereits angekündigten Preiserhöhungen will der Konzern im kommenden halben Jahr umsetzen. Für Geschäftskunden werden die Preise dabei um fünf bis zehn Prozent angehoben und für Privatkunden sollen sie um drei bis fünf Prozent steigen. Zugleich baute der Autovermieter sein weltweites Netz im dritten Quartal weiter aus. So kamen zwei weitere Vermietstationen in den Benelux-Staaten hinzu, zugleich wurde das Stationsnetz des mexikanischen Franchisepartners ausgebaut und ein Partner für die beiden afrikanischen Länder Angola und Mosambik gefunden. Das Unternehmen ist mittlerweile in 100 Ländern aktiv. Die Zahl der zuletzt rund 3.000 Mitarbeiter dürfte in den kommenden Monaten leicht sinken, vor allem durch natürliche Fluktuation, sagte Sixt.

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