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Autovermieter Sixt

Weitere Preiserhöhungen geplant

Foto: Sixt

Deutschlands größter Autovermieter Sixt will sich mit einem strafferen Kostenmanagement und weiteren Preiserhöhungen gegen die Wirtschaftskrise stemmen.

19.03.2008

"Es wird ein schwieriges Jahr, gar keine Frage", sagte Konzernchef Erich Sixt am Donnerstag (19.3.) in München. Einen Einbruch der Nachfrage befürchtet er aber nicht. Dank niedrigerer Fuhrparkkosten sowie geplanter Preiserhöhungen bei den Firmenkunden um drei bis fünf Prozent peilt das Unternehmen ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern an. Bei möglichen Übernahmen will Sixt derweil vorsichtig bleiben. "Alle Akquisitionen, die ich in meinem Leben gemacht habe, waren klein und gut verdaubar", sagte der Konzernchef.   

Schneller wachsen in Spanien

Zwar sei eine Reihe von größeren Wettbewerbern zu günstigen Preisen zu haben, doch dürfte sich wegen des schwierigen Marktumfeldes kaum ein Käufer finden, "und Sixt ist es auch nicht". Er wolle nicht seine Energie darauf verschwenden, marode Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, sagte Sixt. Interessant bleibe allerdings der spanische Markt, wo der Autovermieter bereits zugekauft hatte. "In Spanien würden wir gerne noch schneller wachsen. Dort suchen wir aktiv, das bekenne ich."  

Nach dem Gewinneinbruch 2008 machten dem Unternehmen auch zum Start ins Jahr die hohen Fuhrparkkosten zu schaffen. Sixt passt seit einiger Zeit seine Flotte an den Nachfragerückgang an. Dies dürfte aber erst ab dem zweiten Quartal greifen, erwartet Sixt. Für die ersten drei Monate dieses Jahres schloss er deshalb rote Zahlen nicht aus. Zumindest habe sich die Nachfrage aber bis März trotz des harten Winters stabil entwickelt, dies erwartet Sixt auch für das Gesamtjahr.

Kein Personalabbau oder Kurzarbeit

Beim Fuhrpark sieht der Firmengründer auch den größten Hebel für Kostensenkungen. Zugleich will er die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland, die in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen war, nicht weiter steigern. Aber auch ein Personalabbau oder Maßnahmen wie Kurzarbeit seien nicht geplant, sagte Sixt. 2008 hatte das Unternehmen ohne Franchisenehmer weltweit im Jahresschnitt 2.776 Mitarbeiter, davon knapp 2.000 in Deutschland.

Sixt hatte im vergangenen Jahr die bereits zweimal nach unten korrigierten Gewinnerwartungen verfehlt. Das Ergebnis vor Steuern brach wegen hoher Fuhrpark- und Finanzierungskosten von knapp 138 Millionen Euro im Vorjahr auf 86,7 Millionen Euro ein. Auch unter dem Strich ging der Gewinn um mehr als ein Drittel zurück auf 61,5 Millionen Euro. Der operative Umsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäften legte dagegen um 10,6 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro zu. Insgesamt erlöste das Unternehmen 1,77 Milliarden (Vorjahr: 1,57 Mrd) Euro. Wegen des Gewinneinbruchs kürzt Sixt auch seine Dividende. Geplant ist eine Ausschüttung von 80 Cent je Stammaktie (Vorjahr: 1,18 Euro) und 82 Cent je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,20 Euro). Damit zahlt das Unternehmen insgesamt 20,4 Millionen Euro aus, den größte Teil davon an den Konzernchef und größten Aktionär Erich Sixt.

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