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Autozulieferer ZF auf Wachstumskurs

Foto: ZF

Der Autozulieferer ZF rechnet für das kommende Jahr nur mit einem leicht gebremsten Wachstum und will in Deutschland weitere Arbeitsplätze schaffen. "Der Kurs ist eindeutig auf Wachstum gerichtet, auch unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung", sagte ZF-Chef Hans-Georg Härter am Montagabend (29.10.).

30.10.2007

In diesem Jahr solle der Umsatz des großen Zulieferers vom Bodensee um mindestens acht Prozent auf 12,6 Milliarden Euro steigen. 2008 seien aus eigener Kraft fünf bis sechs Prozent drin. Es seien aber auch strategische Zukäufe denkbar. "Wir haben eine ganze Menge Geld zur Verfügung und sind auch für größere Akquisitionen vorbereitet."

Sorgenkind: USA

Größtes Sorgenkind des Konzerns ist weiterhin das US-Geschäft. Durch einen Zukauf könnte sich ZF zum Beispiel einen besseren Zugang zum japanischen Autoriesen Toyota verschaffen, zu dem derzeit nur wenig Geschäftsbeziehungen bestehen. Zuletzt habe sich ZF mit Zukäufen zurückgehalten, weil "verrückte Preise bezahlt wurden", sagte Härter. Inzwischen kehre aber Vernunft in den Markt zurück. Eine Investition von zwei bis drei Milliarden Euro sei für ZF durchaus vorstellbar.

Die ZF Friedrichshafen AG ist als drittgrößter deutscher Autozulieferer unter anderem auf Getriebe für Autos und Lastwagen spezialisiert. "Wir sind in allen Geschäftssegmenten sehr stark unterwegs", sagte Härter. Der Gewinn, der 2006 nach Steuern bei 297 Millionen Euro lag, solle in diesem Jahr deutlich zulegen. Der US-Markt wird aber erneut nichts beitragen. Operativ werde man in diesem Jahr hier zwar die Null-Linie erreichen. Wegen der angekündigten Schließung von zwei US-Werken könnten aber unter dem Strich wegen möglicher Restrukturierungsrückstellungen erneut rote Zahlen stehen. "Wir haben in den USA keinesfalls eine Situation, die uns zufrieden stellt", sagte Härter. Das Problem von ZF sei, dass man vor allem mit den einstigen "Big Three", also mit Chrysler, Ford und General Motors im Geschäft sei. Gerade die haben aber mit Umsatzrückgängen und den Rabattschlachten auf dem US-Markt zu kämpfen.

250 Ingenieure gesucht

"Wir müssen unser Kundenportfolio in Ordnung bringen", sagte Härter. Die Probleme in den USA werden aber durch Fortschritte in den übrigen Weltregionen mehr als ausgeglichen. Die Zahl der ZF-Mitarbeiter soll in diesem Jahr weltweit um 3.000 auf 58.000 Beschäftigte steigen. In Deutschland entstehen 1.200 Arbeitsplätze. "Wir suchen derzeit 250 Ingenieure", sagte Härter. Der Standort Deutschland habe in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht. "Wir haben hier Arbeitsplatzflexibilitäten, da träumen wir in anderen Ländern nur von."

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