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Autozulieferer ZF

Rote Zahlen nicht ausgeschlossen

Foto: ZF

Der Automobilzulieferer ZF schließt für 2009 rote Zahlen nicht aus. Nach einem Umsatzeinbruch von einem Drittel sei das Unternehmen im ersten Quartal in die Verlustzone gerutscht, sagte ZF-Vorstandschef Hans-Georg Härter am Mittwoch (29.4.) in Stuttgart.

29.04.2009

Zwar gebe es erste Erholungszeichen im Markt, "aber wir setzen nicht auf das Prinzip Hoffnung", sagte Härter. Derzeit existiere noch keine belastbare Prognose für eine Verbesserung der Lage. "Wir fahren auf Sicht", betonte der Chef des drittgrößten deutschen Automobilzulieferers. Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hatte kürzlich erklärt, dass er 2009 rote Zahlen schreiben werde.

ZF mit stabilen Finanzen

Dennoch könne ZF als solide finanzierter Konzern zuversichtlich in die Zukunft blicken, sagte Härter. Der Vorstand schaue derzeit weniger auf das operative Ergebnis, als auf die Sicherung der Liquidität. Da befinde sich das Stiftungsunternehmen aus Friedrichshafen am Bodensee mit stabilen Finanzen in einer guten Position. Die Nettoliquidität habe Ende 2008 bei 1,1 Milliarden Euro gelegen, sagte Finanzvorstand Willi Berchtold. Als reine Vorsichtsmaßnahme wolle man sich auf den Kapitalmärkten zusätzlich 500 Millionen Euro sichern, für den Fall, dass die Krise länger anhalte. ZF gehe aber nicht davon aus, das Geld zu benötigen.

Trotz der Krise will ZF mit Kurzarbeit und anderen Maßnahmen über die Runden kommen. "Die Hürde, über betriebsbedingte Kündigungen nachzudenken, ist im ZF-Konzern außerordentlich hoch", sagte Härter. Von den derzeit rund 35.000 inländischen Beschäftigten arbeiten 20.000 kurz. Von 1. Mai an wird auch in der Verwaltung von ZF am Bodensee kurzgearbeitet. Ende 2008 hatte der Spezialist für Antriebs- und Fahrwerkstechnik weltweit 63.288 Mitarbeiter (plus acht Prozent).

2008 noch mit gutem Ergebnis

2008 war für die ZF Friedrichshafen AG trotz des Einbruchs im vierten Quartal noch ein gutes Jahr. Das operative Ergebnis lag nach dem Rekordjahr 2007 bei 768 Millionen Euro (minus 16 Prozent), der Gewinn nach Steuern betrug 434 Millionen Euro (ebenfalls minus 16 Prozent); dies sei das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz hatte mit 12,5 Milliarden Euro praktisch stagniert (minus 1 Prozent).

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