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AvD lehnt kürzere HU-Intervalle ab

Foto: fact

Der AvD lehnt vom TÜV Rheinland geforderte jährliche Hauptuntersuchungen ab. Der eigentliche Grund für diese Forderung seien finanzielle Aspekte und nicht sicherheitsrelevante.

27.11.2007 Powered by

Der TÜV Rheinland schlägt für alle Autos, die älter als sieben Jahre sind, eine jährliche Hauptuntersuchung vor. TÜV-Vorstandschef Bruno Braun sieht ein Sicherheitsrisiko, welches von älteren Autos ausginge. Einen Beweis in Form einer Studie blieb er laut AvD allerdings schuldig.

Gute Unfallbilanz der älteren Fahrzeuge versus höheres Sicherheitsrisiko

Die Forderung nach der Verkürzung von HU-Intervallen ist nicht neu: Zuletzt hat die GTÜ im Frühjahr 2007 nach einer jährlichen Prüfung von älteren Autos verlangt. Die GTÜ setzt die Grenze allerdings bei neun Jahren an und legt Zahlen vor, mit denen sich die Forderung jedoch nicht belegen ließe. Die GTÜ stellt fest, dass die Mängel bei der Fahrzeugelektrik kontinuierlich zunehmen, während Mängel an Fahrgestell, Rahmen und Aufbau stagnieren.

Der AvD verweist auf die gute Unfallbilanz der älteren Fahrzeuge und lehnt die Forderungen ab. Der eigentliche Grund für die Verkürzung liege vielmehr in den höheren Einnahmen durch eine jährliche Untersuchung. So habe TÜV-Vorstandschef Braun in seiner Erklärung auf die erhofften Mehreinnahmen durch die um drei bis vier Euro angehobenen Prüfgebühren verwiesen. Der Erhöhung muss laut Braun die Bundesregierung noch zustimmen. Und außerdem möchte Braun laut AvD mit der Verkürzung der Untersuchungsintervalle die Gewinnsituation erheblich verbessern.

Komplizierte Regelungen ab 2008 erwartet

Stuttgarter Nachrichten und Kölnische Rundschau berichten bereits über konkrete Pläne des Umweltministeriums, die eine Erhöhung von HU-, AU- sowie Führerschein-Prüfgebühren vorsehen. Die HU werde um 1,70 bis 4,60 Euro teurer (insgesamt dann 27,80 bis 43,50 Euro), die AU koste dann für Benziner zwei und für Diesel sechs Euro mehr (32,70 und 98 Euro). Für Fahrzeuge mit einem Onboard-Diagnose-System sollen sich die Gebühren um 4,60 (Benziner) und 13,80 Euro (Diesel) reduzieren. Die Führerschein-Prüfgebühren würden sich um 0,6 Euro (theoretische Prüfung) und 4,10 Euro (praktische Fahrprüfung) verteuern. Dafür sei die jährliche HU allerdings vom Tisch, wie die Tageszeitungen melden. Am 20. Dezember werde die entsprechende Verordnung im Bundesrat behandelt. Mit einer Blockade durch die Länderkammer sei nicht zu rechnen.

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