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Baja 1000

Pech für die Deutschen

Foto: VW 10 Bilder

Beim Debüt des Baja Race Touareg TDI erlebte das VW-Team fast alle Höhen und Tiefen, die der Rennsport zu bieten hat. Mark Miller/Ryan Arciero im Touareg sowie Armin Schwarz im BMW-Buggy kamen zwar ins Ziel, allerdings mit gewaltigem Rückstand auf die Sieger.

23.11.2008 Claus Mühlberger Powered by

Armin Kremer im Chevy-Buggy musste nach einem Ausrutscher mit defekter Vorderradaufhängung aufgeben.

VW bestreitet mit dem Baja Touareg Neuland: Zum ersten Mal startete ein Diesel-Auto in der Top-Klasse der Baja-Wüstenrennen, bei den so genannten Trophy Trucks. 550 PS leistet der V12-TDI des Hecktrieblers, der innerhalb von nur neun Monaten entwickelt worden war. Seine erste Testfahrt absolvierte der Baja Touareg im September.

„Die Tests waren sehr vielversprechend“, sagte Sportchef Kris Nissen. „Wir sind am Schluss 1.000 Meilen am Stück gefahren, ohne Probleme.“ Doch beim Renndebüt, der diesmal nur über 630 Meilen führenden Baja 1000 auf der mexikanischen Halbinsel Baja California gab es schon nach rund 40 Meilen Ärger mit der Kupplung. „Schuld war ein Pfennigteil, nämlich der Geberzylinder der hydraulischen Betätigung.“ Nach einem Reparaturstopp konnte Ryan Arciero zwar weiterfahren. „Doch wegen des Kupplungsproblems hat das Getriebe gelitten“, erzählt Nissen. „Wir mussten es wechseln. Das dauerte zwei Stunden.“

Zieleinlauf in der Morgendämmerung

Doch das VW-Team bewies Moral. Unverdrossen hetzten Arciero und Miller durch eine extrem staubige und teilweise sogar neblige Nacht weiter – weitgehend unbehelligt von technischem Trouble. Sicherheitshalber wurde 200 Meilen vor dem Ziel die Hinterachse gewechselt. Dies schafften die Mechaniker in sehr flotten 28 Minuten.

In der Morgendämmerung brachte Mark Miller den mächtigen TDI ins Ziel, umjubelt vom Team. Der Rückstand auf die Sieger Larry Roeseler/Roger Norman (Ford F 150-Trophy Truck) betrug sechseinhalb Stunden. Dies bedeutete Rang 75 unter 347 Startern und Platz 15 in der mit 27 Trophy Trucks besetzten Klasse.

14-Stunden-Schicht für Schwarz

Armin Schwarz, der vor der Baja 1000 noch gute Chancen auf die Meisterschaft hatte, wurde ebenfalls vom Pech verfolgt. Für den Deutschen und seinen Partner Martin Christensen reichte es nur zu Platz 151 im Gesamtklassement, nachdem er mit seinem BMW-Buggy schon nach 20 Meilen bei einem missglückten Überholversuch in einem Graben gerutscht war, aus dem es stundenlang kein Entrinnen gab. „Wir sind nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren“, berichtete er. „Erst nachdem auch der letzte Teilnehmer durch war, hat uns ein Bauer mit einem Traktor herausgezogen.“

Unverdrossen setzte Schwarz dem Feld hinterher. Im dichten Staub war die Sicht so schlecht, dass Schwarz oft für viele Kilometer nur nach der Anzeige des GPS-Display fuhr. „Ich bin von elf Uhr morgens bis nachts um eins im Auto gesessen. 14 Stunden. Das war das härteste, was ich je macht habe.“

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