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Barcelona

Zweiter Matchball für Audi

Foto: dpa 40 Bilder

Beim neunten Lauf zur DTM in Barcelona kann am Sonntag (23.9.) bereits eine Vorentscheidung in der Meisterschaft zugunsten eines Audi-Piloten fallen.

20.09.2007 Gregor Messer Powered by

Derzeit liegt Mattias Ekström mit 44 Zählern vier Punkte vor seinem Teamkollegen Martin Tomczyk an der Tabellenspitze. Um zehn Punkte abgeschlagen hinter dem Schweden, mit 34 Zählern, liegt Mercedes-Pilot Bruno Spengler auf dem dritten Platz. Idealerweise würde die Meisterschaft unter Piloten beider Marken erst beim Finale in Hockenheim am 14. Oktober entschieden werden. "Wir wollen mit zehn Kilogramm mehr Gewicht in Hockenheim die Serie entscheiden", gab sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug bereits beim letzten Lauf am Nürburgring mehr zweckoptimistisch als kämpferisch.

Mercedes muss gewinnen

Denn das würde bedeuten: Um noch beim Finale eine Chance zu haben, müsste Mercedes-Speerspitze Bruno Spengler in Barcelona gewinnen, Ekström auf jeden Fall hinter dem Frankokanadier ins Ziel kommen - und am besten sogar leer ausgehen. Ein Sieg würde den ’07er-C-Klassen fünf Kilogramm Ballast ins Cockpit hieven, während die Audi im Gegenzug auf 1065 Kilogramm abspecken dürften. Im Katalanischen treten beide ausgeglichen mit einem Gewicht von 1.070 Kilogramm an.

Die Titelchancen von Martin Tomczyk waren in seiner siebenjährigen DTM-Karriere noch nie so gut wie in dieser Saison. Der 26-jährige Bayer aus Rosenheim ist neben Mika Häkkinen der einzige Pilot, der bereits zwei Mal als Sieger die Linie kreuzte. Allerdings hat er auch zwei Mal - am Norisring und in Mugello - nicht die Zielflagge gesehen. Dennoch ist Tomczyk der Mann der Stunde. Nach seinem durch die unpopuläre Stallorder geschenkten Sieg in Zandvoort war er klar der stärkste Fahrer beim letzten Lauf auf dem Nürburgring.

Keine Feindschaft im Audi-Lager

"Der erste Gegner für mich ist immer der Pilot, der ein Stern auf dem Auto hat", sagt Tomczyk angesichts der Mercedes-Konkurrenz. "Erst dann kommt Mattias an die Reihe." Egoismus gebe es eigentlich nicht zwischen den beiden dicken Freunden, meint Tomczyk, "aber wenn ich schneller bin, kann ich auch mal egoistisch werden." Hat der gut erzogene Bayer den ultimativen Willen, im direkten Titelduell mit Ekström alles zu geben? Auch über das vertretbare Limit hinaus? Man wird es sehen, spätestens freilich erst in Hockenheim.

Bei der Barcelona-Premiere der DTM im Vorjahr holte Tomczyk seinen ersten Sieg. "Mit Barcelona verbinde ich nur gute Eindrücke. Hier habe ich auch im Formel BMW vor fast zehn Jahren meinen ersten Sieg im Formelsport geholt."

Mercedes muss auf Audi-Fehler hoffen

Neben Spengler haben noch zwei weitere Mercedes-Piloten Titelchancen, wenngleich nur theoretische. Sowohl Bernd Schneider (27,5 Punkte) als auch der Schotte Paul di Resta müssten die beiden ausstehenden Rennen gewinnen und gleichzeitig auf die Ausfälle der ersten Drei in der Meisterschaftstabelle hoffen. Was sehr unwahrscheinlich ist. "Ich bin optimistisch für Barcelona", sagt der amtierende Meister Schneider, "ich will alles geben, um die Meisterschaft bis zum Finale spannend zu halten."

Vielleicht ist dies auch nur ein Lippenbekenntnis. Denn Schneider verlor beim letzten Lauf auf dem Nürburgring im Zweikampf mit dem zurückliegenden Audi-Piloten Mike Rockenfeller mindestens zwei Positionen an seine Teamkollegen Jamie Green und Paul di Resta. Zwei wichtige Zähler, die ihm nun fehlen. "Das war ja fast wie ein blauer Brief", hörte man kritische Stimmen nach dem Rennen zwischen den Mercedes-Transportern.

Verbesserte Überholmöglichkeiten

In Barcelona wird auf der Kurzanbindung gefahren, die so genannte nationale Variante. Die 2,977 Kilometer lange Strecke wird 58 Mal umrundet. Dabei wird auch die neue Schikane in der vorletzten Biegung mit einbezogen, womit in der Folge bessere Überholmöglichkeiten am Ende der Zielgeraden gegeben sein sollen. Nun wurden aus einer schnellen Kurve drei langsamere. Was das Wetter betrifft, dürfte am Sonntag auf trockener Piste gefahren werden. Ein kleines Höhentief aus Richtung Portugal kommend wird seinen Regen bereits am Samstag über den Kurs nordwestlich von Barcelona ausgeschüttet haben - wenn überhaupt.

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