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Batterie-Experte Prof. Martin Winter

Staat und Autoindustrie müssen Akkustandort Deutschland retten

VW XL1, Batterie Foto: Hans-Dieter Seufert

Trotz der für Ende des Jahres vorgesehenen Schließung des letzten großen Akku-Herstellers Li-Tec in Kamenz in Sachsen hält es der Batterie-Experte Prof. Martin Winter für möglich, eine Batterie-Fertigung für die Autoindustrie in Deutschland aufzubauen.

15.05.2015 auto motor und sport

Es gibt noch ein Zeitfenster von zwei Jahren

"Wir haben alle Technologiemöglichkeiten, um noch mitzuhalten", sagte Winter, Leiter des Batterieforschungszentrums MEET an der Universität Münster. "Wir haben die Ingenieure und die Chemieindustrie, und ich sehe noch ein offenes Entwicklungsfenster von zwei Jahren."

Deshalb sieht Winter Autohersteller und Bundesregierung in der Pflicht. "Dafür müssen der Staat und die Automobilhersteller jetzt eng kooperieren." Allerdings sieht Winter angesichts des kurzen Zeitfensters zu wenig Engagement. "Stattdessen wird nur abgewartet. Wir brauchen Zeit und Geld, um den Akku-Standort Deutschland zu halten."

Ende des Jahres schließt mit Li-Tec die letzte große Batteriefertigung in Deutschland. Das Unternehmen war ursprünglich von Evonik und Daimler gemeinsam gegründet worden, gehört inzwischen aber zu 100 Prozent dem Autohersteller. Doch Daimler sieht offenbar keine Chance, diese hochwertigen Akkus in Deutschland profitabel zu  produzieren.

Die weiteren Themen aus auto motor und sport - Heft 10 - ab dem 30.4.2015 im Handel.

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