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Bedienungsanleitungen im Test

Testsieger Audi vor BMW und Mercedes

Audi A4 2.0 TDIe Foto: Reinhard Schmid 15 Bilder

Die Bedienungsanleitungen gängiger Mittelklassefahrzeuge sind besser als ihr Ruf. Die meisten sind verständlich und übersichtlich, haben aber teilweise eklatante Schwächen im Detail, ergab der erste Test von Bordbüchern von auto motor und sport und der Prüforganisation Dekra.

12.08.2009 René Olma

Sieben Anleitungen von Mittelklassemodellen nahmen das Magazin und Dekra nach Kriterien der Euro-Norm 62079 unter die Lupe.

Mercedes-Handbuch verweist aufs Internet

Audi holt mit dem Bordbuch des Audi A4 den Testsieg. Die Informationen sind sehr gut aufbereitet, die Gestaltung der Sicherheits- und Warnhinweise ist ebenfalls sehr gut gelungen, das Erscheinungsbild ist überzeugend. Besonderes Lob erhielt der Hersteller für die übersichtlichen Abbildungen. Punktabzüge gab es nur für Details. So ist das Kapitel Sicherheit im Anschluss an die Bedienungshinweise untergebracht, von der logischen Abfolge her sollte es davor stehen, um Fehlbedienungen zu verhindern. Die Schriftgröße ist in einigen Abschnitten so klein, dass man sich ein Lupe wünscht. Außerdem erschwert der zweispaltige Text im Flattersatz die Lesbarkeit.

Den zweiten Platz schaffte das Bordbuch des BMW 3er. Zusatzpunkte konnte sich BMW verdienen, da im Stichwortverzeichnis gleich mehrere Begriffe zum Ziel führen, wie zum Beispiel Öl und Motoröl. Das hochkantige Format kommt der Lesbarkeit entgegen. Eine der Schwächen ist, dass man sich für das umfangreiche Werk Zeit nehmen muss, so sind zum Beispiel Sicherheitstipps nicht sofort erkennbar. Auch bleiben beim Thema Kindersitz-Einbau in Kombination mit Front- und Seitenairbag Fragen offen.

Das Bordbuch der Mercedes C-Klasse landete mit guter Übersichtlichkeit, einfacher Nutzerführung und Verständlichkeit der Information auf dem dritten Platz. Allerdings gibt es einige starke Schwächen in wichtigen Details. Wenn ein Fahrer etwa beim Tanken im Handbuch Antwort auf die Frage sucht, welches Motoröl er nachfüllen darf, wird er scheitern. Mercedes verweist im Bordbuch zur Klärung auf eine unübersichtliche Homepage, auf der man das freigegebene Schmiermittel unter Angabe der MB-Blattnummern finden könne.

Mazda: Sicherheitsgurt ist nur für eine Person gedacht

Größere Schwächen weisen dagegen die nächstplatzierten Bedienungsleitungen auf. Das Bordbuch des Mazda 6 (Rang 4) ist von Sicherheitshinweisen überfrachtet, die als selbstverständlich gelten dürfen, wie der Hinweis, dass mit einem Sicherheitsgurt nur eine Person gesichert werden darf. Die Erläuterung, wie der Tageskilometerzähler auf Null gestellt werden kann, nimmt eine halbe Seite ein. Mit einem befriedigend kam die Anleitung des Alfa Romeo 159 auf Platz 5. Die Informationen sind auf zwei Bücher verteilt, die Aufteilung ist nicht ganz einleuchtend. Der gezielte Zugriff auf die Informationen ist schwer.

Schlusslicht: Citroën C5
Auf drei Bücher verteilt ist die Anleitung des sechsplatzierten Chevrolet Cruze. Es gibt Probleme mit der Seitennummerierung, das Stichwortverzeichnis verweist teilweise auf falsche Seiten. Schlusslicht des Tests wurde das Handbuch des Citroën C5. Mal sind die Display-Darstellungen in Französisch, mal in Deutsch. Beim Lösen von Alltagsproblemen wie dem Finden des Ölmessstabes sorgt für Verwirrung, dass der abgebildete Motorraum anders aussieht als in der Realität.

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