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Behr mit Ergebnisrückgang

Foto: Behr

Der Kühler- und Klimaanlagen-Spezialist Behr hat 2007 wegen des schwierigen Nordamerikageschäfts einen kräftigen Ergebnisrückgang verbucht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ging um 32 Prozent auf 85 Millionen Euro zurück.

08.04.2008

Negativ ausgewirkt hätten sich auch Preissteigerungen beim Rohmaterial, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Markus Flik, am Dienstag (8.4.) am Firmensitz in Stuttgart. Der Umsatz von Behr war im vergangenen Jahr weltweit um 6,1 Prozent auf 3,38 Milliarden Euro gestiegen. Im laufenden Geschäftsjahr 2008 werde Behr weiter wachsen, aber langsamer als 2007, sagte Flik. Das Ergebnis dürfte das Vorjahresniveau wieder erreichen.

Flik sagte, einige Behr-Kunden seien in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Andere setzten sich höhere Ertragsziele. Beides verstärke den Preisdruck auf die Zulieferer. "Die Wettbewerbsintensität in unserer Branche ist höher als je zuvor", sagte er. Der inzwischen erreichte hohe Ausstattungsgrad mit Klimaanlagen führe zu einem geringeren Mengenwachstum. Dies habe dazu geführt, dass der Umsatz von Behr in der Klimatisierung mit 1,2 Milliarden Euro um 2,5 Prozent zurückging. Dagegen sei der Umsatz mit Produkten der Motorkühlung um 12,9 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen.

In den Wachstumsregionen Brasilien, Mexiko, Osteuropa, Indien und China konnte Behr den Umsatz um 10,5 Prozent auf 571 Millionen Euro steigern. Insbesondere in diesen Märkten wachse das Segment der Niedrigpreis-Autos. "Wir haben die notwendigen Voraussetzungen, um bei diesen Fahrzeugen dabei zu sein", sagte Flik. Im Sommer 2008 werde das indische Volksauto Tata Nano mit Behr-Klimaanlage auf den Markt kommen.

Behr hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2010 den Umsatz auf über 3,7 Milliarden Euro zu steigern. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 19.500 Mitarbeiter, das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland arbeiten rund 7.300 Beschäftigte, das sind drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der deutsche Markt biete Behr ein gutes Geschäft, meinte Flik. Der Umsatz stieg dort um 5,4 Prozent auf eine Milliarde Euro. Behr stärkt seine deutsche Produktion, nachdem vor kurzem noch die Verlagerung nach Tschechien diskutiert wurde. Jetzt sei eine "Standortvereinbarung" mit den Mitarbeitern getroffen worden. Dadurch sei es möglich, die Produktion in den Werken im Raum Mühlacker zu halten.

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