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Opel in Geldnot - die Zeit drängt

Bei Autobauer Opel sind die Kassen bald leer

Opel Logo Foto: Opel 144 Bilder

Angesichts leerer Kassen läuft dem angeschlagenen Autobauer Opel allmählich die Zeit davon. Nach einem vertraulichen Gutachten im Auftrag des Herstellers benötige Opel große Teile der angestrebten staatlichen Hilfsgelder von 2,7 Milliarden Euro bereits in diesem Jahr, berichtete das "Handelsblatt" am Freitag (26.02.).

26.02.2010

Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa auch aus dem Sanierungsplan hervor. Bisher hat aber noch keines der Opel-Länder offiziell seine Unterstützung zugesagt. In Deutschland waren zuletzt erhebliche Zweifel an dem Rettungsplan formuliert worden.

Opel will rund 8.300 Arbeitsplätze streichen

Der Autobauer hatte von Bund und Ländern Staatshilfen von 1,5 Milliarden Euro beantragt. Opel-Chef Nick Reilly hatte kürzlich erklärt, die Liquidität des Herstellers reiche noch "bis weit ins zweite Quartal". Damit könnte Opel schon im Sommer auf die Finanzhilfe der Regierungen angewiesen sein. Reilly sagte am Donnerstagabend in Rüsselsheim, er hoffe "in vier bis sechs Wochen auf eine grundsätzliche Entscheidung" über die Bürgschaften.

Ein Großteil der Restrukturierungskosten fließt in die Maßnahmen zum Personalabbau, die größtenteils im Laufe des Jahres geplant sind. Opel will rund 8.300 seiner europaweit 48.000 Stellen abbauen, davon 4.000 in Deutschland. Das Werk im belgischen Antwerpen soll "im Laufe des Jahres" geschlossen werden. Nach Angaben des "Handelsblatts" sind daher allein für 2010 Restrukturierungskosten von 1,1 Milliarden Euro veranschlagt.

Wirtschaftsprüfer halten das Opel-Konzept für zukunftsfähig

Ein Opel-Sprecher erklärte am Freitag, dass Autobauer in den Sommermonaten traditionell knapper bei Kasse seien: "Im Sommer werden wegen der Urlaubszeit weniger Autos verkauft. Gleichzeitig muss in die Modellwechsel im September investiert werden." Die Werke würden in dieser Zeit umgebaut, neue Werkzeuge installiert. Nach dem Bericht des "Handelsblatts" halten die Wirtschaftsprüfer von Warth & Klein das Opel-Rettungskonzept grundsätzlich für zukunftsfähig - sie geben GM aber auch eine erhebliche Mitschuld an den Schwierigkeiten von Opel. Die Experten, die den Bericht im Auftrag des Autobauers erstellten, kritisierten vor allem den "technologischen Rückstand im Vergleich zur Konkurrenz".

Hoffnung auf deutsche Hilfe sinkt

Damit könnten die Hoffnungen auf Unterstützung aus dem Deutschlandsfonds weiter schwinden. Denn Hilfen aus dem Deutschlandfonds sind an strenge Kriterien gebunden. So ist die Regelung auf Opfer der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise begrenzt.

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