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Benedikt XVI tritt zurück

Mercedes-Papamobil sucht neuen Papst

Mercedes M-Klasse Papst Benedict Foto: Mercedes 38 Bilder

Im Dezember hatte Daimler-Chef Zetsche hat dem Oberhaupt der katholischen Kirche das neue Papamobil übergeben. Jetzt tritt Papst Papst Benedikt XVI überraschend ab.

11.02.2013 dpa

Der Vorstandsvorsitzende hatte das Gefährt im Vatikan an den Pontifex persönlich ausgehändigt. Basis des vatikanischen Vehikels ist die Geländelimousine Mercedes M-Klasse "mit Sonderaufbau", wie Daimler es nennt. Extras: Größere Kuppel für mehr Raumangebot und ein komfortablerer Einstieg, mehr Glas für bessere Rundumsicht, großzügig beleuchteter Innenhimmel und ein Thron "mit dem gestickten Wappen des Heiligen Vaters".


Umbau der Mercedes M-Klasse dauerte neuen Monate

Die Schwaben beliefern den päpstlichen Fuhrpark seit 1930. Bei der Neuauflage hatten Daimlers Ingenieure einige harte Nüsse zu knacken: Um den häufigen Transport der umgebauten M-Klasse im Flugzeug zu erleichtern, verringerten die Mercedes-Benz-Tüftler die Gesamthöhe um einige Zentimeter - erreichten aber trotzdem gleichzeitig eine "verbesserte Innenstandhöhe", wie es im Jargon der Techniker heißt.

Bereits vor neun Monaten hätten die Arbeiten am neuen Papamobil begonnen. Der Konzern zitiert seinen Chef Zetsche mit den Worten: "Es ist eine Ehre für Mercedes-Benz, Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. auch in Zukunft mit unserem neuen Papamobil auf seinen Reisen zu begleiten." Ob der Vatikan für das Dienstfahrzeug etwas zahlt, verrät Daimler nicht. Eine üppig motorisierte normale M-Klasse kostet laut offizieller Preisliste mindestens 75.000 Euro. Hinzu kommen beim Papamobil laut Daimler die neuesten technologischen Highlights, dann natürlich der Umbau und die zahlreichen Sicherheitsaspekte.

Papamobil muss kompromisslosen Schutz bieten

Bei Details dazu schweigt sich Daimler aber ebenso aus wie bei der Frage, ob der Autobauer für die werbewirksame Aktion überhaupt eine monetäre Gegenleistung erhält. Offiziell berichtet der Konzern nur von größtmöglicher Sicherheit. Es darf angenommen werden, dass Scheiben und Karosserie ähnlich stark gepanzert sind wie die Luxusschlitten der Spitzenpolitiker oder reichen Privatpersonen.

Der kompromisslose Schutz hat seinen Grund: Unvergessen ist der Anschlag auf Johannes Paul II. vor rund 30 Jahren. Am 13. März 1981 war der Pole Karol Wojtyla auf dem Petersplatz mit seinem offenen Geländewagen unterwegs, als ein Attentäter ihn mit Schüssen schwer verletzte. Johannes Paul II. brach in seinem offenen Papamobil zusammen. Kardinäle und Helfer warfen sich schützend über den Heiligen Vater, der am Magen und einer Hand getroffen worden war.

Ausgediente Autos wandern teilweise ins Museum

Die Premiere für Benedikt im neuen Dienstwagen war schon am Samstag (8.12.2012): Am katholischen Feiertag Mariä Empfängnis wurde er im Papamobil zur Spanischen Treppe gerollt. Die ausgedienten Autos kommen übrigens in die  Sammlung des Vatikans oder ins Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum. Der erste Mercedes-Benz für einen Papst war eine Nürburg-460-Pullman-Limousine für Pius XI. im Jahr 1930.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen neben der umgebauten Mercedes M-Klasse alle bisher ausgelieferten Papamobile.

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