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Benzinabsatz bricht ein

Foto: dpa

Die Autofahrer in Deutschland treten auf die Bremse und schränken angesichts der hohen Preise ihren Spritverbrauch kräftig ein. Im Haupturlaubsmonat Juli verkauften die Tankstellen in Deutschland 4,9 Prozent weniger Benzin als im gleichen Monat des Vorjahres.

20.08.2004

Dies teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Freitag (20.8.) in Hamburg mit. Der Absatz von Dieselkraftstoff verringerte sich gegenüber dem Juli 2003 um 3,2 Prozent. "Das war nicht unbedingt zu erwarten", sagte eine MWV-Sprecherin. Der Verband führte den Absatzrückgang auf das hohe Preisniveau und den Tanktourismus in die Nachbarländer zurück, wo die Benzinsteuern niedriger sind.

Dieselabsatz legt 2004 zu

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres ging der Benzinabsatz damit insgesamt um 2,7 Prozent zurück, während der Verkauf von Dieselkraftstoff noch um 2,8 Prozent zunahm. Der Zuwachs beim Diesel ist vor allem auf den Güterverkehr sowie auf den steigenden Anteil von Dieselautos im Pkw-Bestand zurückzuführen. Die bisherige Entwicklung in diesem Jahr entspricht den langfristigen Trends, hat sich aber im Juli deutlich beschleunigt.

Vier Prozent weniger Steuereinnahmen

Unter dem rückläufigen Benzinabsatz leiden auch die Einnahmen des Bundes: Das Aufkommen aus der Mineralölsteuer ging in den ersten sieben Monaten gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um vier Prozent auf 18,4 Milliarden Euro zurück, geht aus der Steuerstatistik des Bundesfinanzministeriums hervor. Andererseits profitieren die öffentlichen Kassen von den hohen Benzinpreisen durch eine höhere Umsatzsteuer je Liter. Die Bundesregierung will gegen den Tanktourismus keine Maßnahmen ergreifen, das Problem aber auch nicht ignorieren. Es handele sich um Marktgeschehen, gegen das es kein Instrument gebe, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums.

Die Preise an den Tankstellen gingen am Freitag geringfügig zurück, nachdem die Ölkonzerne sie im Laufe der Woche zwei Mal erhöht und damit den Dieselpreis auf ein neues Rekordniveau von 1,01 Euro getrieben hatten. Am Freitag kostete Diesel im bundesweiten Durchschnitt noch 1,00 Euro und Superbenzin 1,20 Euro je Liter.

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