Bertone hatte schon immer ein Händchen für auffällige Showcars. Jüngstes Kind der Italiener ist der Mantide, benannt nach der Gottesanbeterin, von der das Unikat auch seine Linienführung abgeleitet haben will.
Corvette-Technik für den Bertone Mantide
Die Technik für den Mantide adapiert Bertone vom US-Sportwagen Corvette in der stärksten Spezifikation - als ZR1. Damit arbeiten unter dem Kohlefaser-Kleid von Bertone 647 PS und 819 Nm Drehmoment, die einem Kompressor geladenen 6,2 Liter-V8 entspringen.
Weil der Bertone Mantide aerodynamisch rund 25 Prozent effizienter als die Corvette daherkommen soll und zudem durch konsequenten Leichtbau 100 Kilogramm weniger auf die Waage bringt, reklamiert Bertone für den Mantide eine Spurtzeit von 3,2 Sekunden für den Sprint von Null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des Mantide soll bei 351 km/h liegen. Zudem will Bertone den durch die Karosserie generierten Abtrieb um 30 Prozent gegenüber der Corvette erhöht haben.
Bertone Mantide mit Renntechnik
Rennsporttauglich zeigt sich der Bertone Mantide auch in seinem Kern, bildet das Rückgrat doch eine FIA-crashtesttaugliche Sicherheitszelle samt Überrollkäfig. Schalensitze aus Kohlefaser umklammern die Passagiere, Kohlefaser in Sichtbauweise großzügig verteilt im Cockpit schmeichelt den Augen der Besatzung und selbst die Felgen des Bertone Mantide sind aus Carbon gefertigt.
Im Gegensatz zur grundsoliden Technik präsentiert sich die Mantide-Kohlefaser-Karosseriehülle überaus futuristisch. Die Nase duckt sich tief zum Asphalt, L-förmige Scheinwerfer rahmen den gelochten Lufteinlass ein. Die Motorhaube trägt wie bei der Corvette ein Sichtfenster für den Kompressor-V8.
Bertone Mantide mit spektakulärer Kohlefaserkarosserie
Akzente an den Flanken des Bertone Mantide setzen die Lufteinlasskanäle vor den Hinterrädern sowie die Flügelkonstruktionen über denselbigen. Die Vogelperspektive bestimmt größtenteils Glas, das sich von der Motorhaube über das komplette Dach bis zum Heckbürzel erstreckt. Zugang zum Mantide-Innenraum gewähren im Dach angeschlagene Flügeltüren. Die spektakulärste Ansicht bietet der Bertone Mantide aber dem nachfolgenden Verkehr. Unter einem scheinbar weit aufgerissenen Schlund lugen frech vier Auspuffendrohre hervor. Flankierend setzen die Flügelelemente und die vergitterten Luftauslässe optische Highlights. Ergänzt werden diese durch schmale Rückleuchtenbänder mit LED-Technik.
Bislang soll der Mantide ein Unikat und ein reines Showcar bleiben, das im Laufe des Jahres noch diverse Messestände sehen wird. Sollte aber ein potenter Geldgeber auftauchen, wer weiß, ob der Bertone Mantide dann nicht doch als Kleinserie den Weg ins richtige Leben finden könnte.






