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Besser fahren auf dem Contidrom

Im VW Golf GTI im Grenzbereich

Contidrom, Gruppenbild, Teilnehmer Foto: Beate Jeske 8 Bilder

Beim Fahrdynamiktraining von auto motor und sport bewegten an zwei Tagen 50 Teilnehmer 25 bereitgestellte VW Golf GTI im Grenzbereich.

26.10.2012

Samstag, 9.45 Uhr, und es wabert schon ein Duft von leicht angeschmortem Reifengummi über das niedersächsische Heideland. Fünf VW Golf GTI, jeweils besetzt mit zwei wissbegierigen und fahrhungrigen Teilnehmern, jagen Markus Winkelhock hinterher. Der Renn-Profi tobt als Instruktor vor der Meute her, gibt über Funk Lob und Tadel ans Verfolgerfeld, beurteilt Linienwahl, Brems- und Einlenkpunkt bei der Sektion "Trockenhandling".

Mit 80 wiederholt in den Grenzbereich

Die restlichen 40 Teilnehmer tasten sich derweil auf den vier weiteren Fahrstationen ans Limit heran – auf dem bewässerten Rundkurs beispielsweise, beim Kampf zwischen den Hütchen im Slalom, auf der Kreisbahn mit wechselnden Asphaltbelägen oder bei den Brems- und Ausweichübungen auf einem Teilstück der Ovalbahn.

Das Contidrom, das riesige Versuchsgelände von Reifenhersteller Continental nördlich von Hannover, ist an diesem Wochenende Schauplatz des Fahrdynamiktrainings von auto motor und sport. Heute zählt nicht die Reifen-, sondern die fahrerische Weiterentwicklung. Dazu treffen sich zwei Mal im Jahr Leser mit der Redaktion, die dabei Tipps und Tricks bei der Annäherung an den fahrdynamischen Grenzbereich weitergibt.

"Anfangs war ich skeptisch. Aber bereits nach der ersten Slalomübung hat sich der Preis für mich amortisiert", zieht David Kaczmarek Bilanz. Der Preis? 810 Euro inklusive Kost, Logis und zwei Tage volles Fahrprogramm auf bereitgestellten Golf GTI. Die Teilnehmer? Enthusiasten, Fahranfänger, alte Hasen. Wie etwa Hans Auweiler: Mit über 80 Jahren ist er selbsternannter Alterspräsident, bereits zum wiederholten Mal mit von der Partie und im nächsten Jahr auch wieder dabei. "Wer rastet, der rostet", lautet seine Devise.

Zahlreiche Familien-Banden

Früh übt sich hingegen Dominik Burger, der als 20-Jähriger der jüngste Teilnehmer ist. Insgesamt vier Vater-Sohn-Duos, zwei Vater-Tochter- und auch eine Mutter-Sohn-Besatzung greifen an diesen kurzweiligen zwei Tagen ins Lenkrad. Eine familiäre Atmosphäre, die auch auf das große Ganze abfärbt: Bis vor kurzem noch Wildfremde spornen sich gegenseitig an, um die Slalomzeit zu verbessern. Da tauscht man sich rege aus, ob nun das Doppelkupplungs- oder das manuelle Getriebe des GTI den größeren Fahrspaß bietet, und philosophiert darüber, welche Differenzen es doch bei Reifen beziehungsweise bei unterschiedlichen Profiltiefen zu erfahren gibt.

Sonntag, 18.00 Uhr. Der Duft von Gummi ist verflogen, aber das Erlebte und Erlernte hält hoffentlich noch lange an.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft