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Besser und billiger als der Golf

Edle, pragmatische und günstige Kompakte

VW Golf VII, 
Foto: VW 49 Bilder

Die meisten Konkurrenten wollen nur billiger, viele aber auch besser sein als der VW Golf. Noch nie hatte der Golf so viele Gegner. Die wichtigsten, stellen wir Ihnen hier vor.

03.10.2012 Dirk Gulde, Jens Katemann, Birgit Priemer

Bei Autos ist es wie im Fußball: Nach oben zu kommen ist schon schwer genug, oben zu bleiben jedoch nochmals schwieriger. Die Gegner stellen sich taktisch immer besser ein, zudem wächst deren Zahl. Nein, wir sprechen nicht von Bayern München, sondern vom neuen VW Golf VII. Der bekommt nicht nur über den Preis auf die Stutzen, auch Nobelhersteller grätschen ihn zunehmend mit ihren Kompaktmodellen ab – siehe Mercedes A-Klasse, die nach ihrer Konzept-Metamorphose ein echter Golf-Konkurrent geworden ist.

Oder eben der Audi A3. Technisch eng mit dem VW Golf VII verwandt, war er schon bisher als sportliche Alternative erfolgreich. Der neue A3 Sportback bietet jedoch erstmals etwas, womit der viertürige Golf nicht dienen kann: einen längeren Radstand. Während sich der Vorgänger über das längere Hinterteil einen größeren Gepäckraum verschaffte, rücken die Achsen beim Neuen rund sechs Zentimeter weiter auseinander als beim Zweitürer. So wächst nicht nur die Beinfreiheit im Fond, getreu der Techniker-Weisheit "Länge läuft" dürfte auch das Fahrverhalten von den Extra-Zentimetern profitieren. Darüber hinaus schielt das Interieur mit MMI-Bediensystem, Echtzeit-Verkehrsnachrichten, Bang & Olufsen-Soundsystem und kabelloser Antennenkoppelung fürs Handy kräftig in Richtung Oberklasse.

Volvo V40 Cross Country 3:00 Min.

Audi A3 Sportback 1.2 TSI mit 105 PS ab 22.500 Euro

Der Aufpreis liegt wie bisher bei rund 900 Euro. Der mit dem A3 eingeführte modulare Querbaukasten (MQB) erlaubt schließlich, dass sich verschiedene Radstände vergleichsweise günstig umsetzen lassen. Ein Audi A3 Sportback 1.2 TSI mit 105 PS wird bei 22.500 Euro liegen und den Viertürer wieder zum gefragtesten Modell der Baureihe machen. Von den im Jahr 2011 verkauften 187.000 A3 entfielen immerhin 78 Prozent auf diese Variante (Zweitürer 15, Cabrio sieben Prozent).

Der ab Februar 2013 ausgelieferte Audi A3 Sportback wird jedoch noch in einem weiteren Punkt Vorreiter sein: Als TCNG mit einem umgerüsteten 1.4 TSI-Motor und 110 PS kann er erstmals E-Gas tanken, um so nahezu CO2-frei zu fahren. Bei E-Gas handelt es sich um künstlich erzeugtes Erdgas (CNG), das mit Strom aus Windkraft-Anlagen hergestellt wird. Gas aus Windkraft? Da will sich doch einer einen Öko-Anstrich verpassen, oder? Auf den zweiten Blick hat das Projekt jedoch Charme: So lange der Ausbau von Stromtrassen nicht mit dem von Windparks Schritt hält, ist der Einsatz regenerativer Energie zur Gas-Erzeugung immer noch besser, als Windenergie ungenutzt verpuffen zu lassen. Selbst wenn der Bau der Anlagen mit einberechnet wird, soll der CO2-Ausstoß unter 30 g/km liegen da können selbst Hybride einpacken. Der Einfachheit halber tanken E-Gas-Fahrer an herkömmlichen CNG-Zapfsäulen. Beim Bezahlen über eine spezielle Tankkarte soll dann die entsprechende E-Gas-Menge ins Erdgasnetz eingespeist werden.

Eine deutlich günstigere Alternative zum VW Golf VII liefert Skoda ab Mitte 2013. Dann gibt es den Rapid - die neue Baureihe zwischen dem Kleinwagen Fabia und dem in die Mittelklasse wachsenden Octavia - nicht nur mit Stufenheck (ab November 2012 erhältlich), sondern auch als Spaceback. Sie fragen sich jetzt zu Recht: Was ist ein Spaceback? Die Antwort: Anders als klassische Kombis bietet die Karosserievariante des Rapid nicht mehr Kofferraum als die Limousine, dafür bekommt sie einen kürzeren Überhang samt knackigem Heck à la Audi A3 Sportback.

Skoda Rapid Spaceback kürzer als Limousine

In Zahlen: Der Skoda Rapid Spaceback - der Name ist bislang nur ein Arbeitstitel - wird rund zehn Zentimeter kürzer als die Limousine (4,50 Meter), sein Kofferraum schluckt dennoch wie der der Limousine rund 550 Liter. Für das schickere Design kassiert Skoda nach auto motor und sport-Informationen allerdings Aufpreis wenn auch nur wenige Hundert Euro. Der Basispreis des Rapid Spaceback bleibt mit knapp 15.000 Euro trotzdem fair. Mit etwas mehr Geld lässt sich der schlicht ausgestattete Tscheche sogar etwas edel gestalten. Für einen geringen Aufschlag reicht die Verglasung bis in die Heckklappe. Außerdem hat Skoda nach Kritik an der Materialqualität im Innenraum beim Spaceback nachgebessert.

Die Motorenpalette reicht wie bei der Limousine vom günstigen Saugbenziner mit 75 PS (1.2 MPI) über den aufgeladenen 1.2 TSI (86 und 105 PS) bis zum aufgeladenen 1.4 TSI mit 122 PS. Als Diesel steht lediglich der 1.6 TDI mit maximal 105 PS zur Wahl.

Hintergrund: Skoda will den Abstand zum teureren und technisch aufwendigeren Octavia wahren, dessen Neuauflage ab Frühjahr 2013 beim Händler steht. Auch dem VW Golf VII Variant (ab Herbst 2013 im Handel) soll der Rapid Spaceback nicht das Wasser abgraben. Die Golf-Gegner kommen vielmehr aus Korea. Sie heißen Kia Ceed SW und Hyundai i30 cw. Deswegen verwundert es nicht, dass Maße und Kofferraumvolumen des Spaceback sich an denen der beiden koreanischen Kompaktkombis orientieren.

Rapid auch gegenüber Preisbrechern wettbewerbsfähig

Auch preislich ist der Rapid dank seiner günstigen Technik McPherson-Vorderachse und einfacher Verbundlenker-Hinterachse , die er sich unter anderem mit Seat Toledo und dem chinesischen VW-Modell Santana teilt, auch gegenüber den Preisbrechern aus Korea wettbewerbsfähig.

Der VW-Konzern hat neben dem Spaceback noch ein weiteres geräumiges Kompakt-Modell in der Pipeline. Seat bietet ab Ende 2013 erstmals von seinem Golf-Bruder León auch eine Kombi-Version an. Der León ST füllt die Lücke zwischen dem kleinen Kombi Ibiza ST und dem größeren Exeo ST. Mit einem Basispreis von knapp 17.000 Euro kostet er spürbar mehr als der Rapid Spaceback, ist aber bereits mit dem modernen Turbobenziner 1.2 TSI (86 PS) ausgerüstet. Seat knüpft damit auch beim ST an die aggressive Preispolitik des neuen León an, der ab November bei schlanken 15.390 Euro startet. Der Kompakte wird damit 200 Euro günstiger als der Vorgänger. Doch Seat will nicht nur billig sein: Anders als beim Rapid Spaceback kann der León ST-Kunde auch starke Motoren wählen. Dass der Ford Focus ST der einzige Kompaktklasse-Kombi mit 250 PS ist, kann die spanische Marke mit dem sportlichen Anspruch nicht auf sich sitzen lassen. So könnte der Seat León Cupra R (derzeit 265 PS) auch als Kombi erhältlich sein. Ein Vorstandsbeschluss steht aber noch aus.

Toyota reagiert auf die Modelloffensive des VW-Konzerns in der Kompaktklasse und erneuert seinen Golf-Gegner Auris. Der steht etwas flacher, länger und optisch moderner ab Januar zu Preisen ab gut 16.000 Euro beim Händler. Für rund 1.500 Euro Aufschlag reanimieren die Japaner zudem ab Sommer 2013 den Kompakt-Kombi, der zu Zeiten des Auris-Vorgängers Corolla noch fest zum Programm gehörte.

Toyota Auris Hybrid mit 310 Litern Kofferraumvolumen

Bei den Motoren wird dagegen gestrafft: Der starke 2,2-Liter-Turbodiesel (177 PS) entfällt mangels Kundeninteresse, während der Hybrid in der nächsten Auris-Generation deutlich mehr Fans bekommen dürfte. Denn die Kombination aus Benzin- und Elektromotor wird so kompakt, das sie das Kofferraumvolumen nicht wie bislang beschränkt. Der aktuelle Auris Hybrid verfügt lediglich über ein Kofferraumvolumen von 310 Litern, also 44 weniger als beim Modell mit reinem Verbrenner. Das Hybridsystem ist auch für den Kombi gleich zum Marktstart verfügbar. 2014 ändert sich das Motorenangebot aber nochmals deutlich: Ab dann treiben BMW-Dieselmotoren den Auris an. Zudem kooperieren beide Firmen künftig bei alternativen Antriebstechnologien.

Volvo setzt seine clevere Nischenpolitik fort und präsentiert neben dem V40 R mit dynamischer Optik und Sportfahrwerk den Volvo V40 Cross Country als zusätzliche Variante des Kompaktmodells. Die wichtigsten Unterschiede zur konventionellen Version sind die um 40 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit und Sitzposition, Allradantrieb für die Topversion mit 2,5-Liter-T5-Turbobenziner (254 PS) inklusive Automatik sowie diverse optische Veränderungen: Die Frontpartie prägt ein dunkler Stoßfänger, ein chromumfasster Kühlergrill mit sechseckigen Waben und ein neu gestaltetes Tagfahrlicht. Dank einem integrierten Unterfahrschutz ist auch ein Ausflug in leichteres Gelände möglich, dicke Türschweller verleihen dem Cross Country optisch den Charakter eines Allrounders. Im Innenraum setzt Volvo auf hohe Praxistauglichkeit: Neben einem Gepäcknetz gibt es ein stabiles Sicherheitstransportnetz, Halterungen für Einkaufstüten und einen doppelten Boden, der diverse Aufteilungsmöglichkeiten des Fachs unter dem Kofferraum gestattet. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40 zu 60 teilen, die Lehne des Beifahrersitzes ist zusätzlich umlegbar, was die Variabilität enorm erhöht.

Zwei Benziner und drei Diesel für Volvo V40

Für Vortrieb sorgen im Volvo V40 zwei Benziner und drei Diesel von 115 bis 254 PS. Sparsamste Variante ist der 1,6-Liter-Diesel mit 115 PS, der es auf einen Durchschnittsverbrauch von 3,8 L/100 km bringen soll. Dieser Wert entspricht einem CO2-Ausstoß von 99 g/km. Alle Cross Country-Varianten sind grundsätzlich mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Start-Stopp-Automatik ausgestattet – gleichgültig, ob sie mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder der Sechsstufen-Automatik kombiniert werden. Zur Ausstattung zählt außerdem eine Berganfahrhilfe, während die Bergabfahrhilfe dem V40 Cross Country T5 AWD vorbehalten bleibt.

Rund 17.000 Einheiten will Volvo pro Jahr vom CC verkaufen, der im belgischen Werk Gent gefertigt wird. Rund 50 Prozent davon sollen auf Europa, 30 Prozent auf China entfallen. Der Verkauf startet im Januar 2013 zu Preisen, die rund 2.000 Euro über denen eines vergleichbaren V40 (ab 24.980 Euro) liegen – ein Angebot, das VW für den Golf so zurzeit nicht bieten kann.

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