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Bestechung

BMW fordert Zulieferer-Transparenz

Foto: BMW

Im Zusammenhang mit der Schmiergeld-Affäre um einen früheren BMW-Manager hat der Autobauer seine Zulieferer eindringlich vor den Folgen bei Bestechungsversuchen gewarnt.

27.02.2006

Zugleich verlangte das Unternehmen transparente Lieferbeziehungen, um solchen Fällen vorzubeugen. "Wir haben den betroffenen Mitarbeitern gekündigt, und entsprechend erwarten wir auch von unseren Lieferanten, dass sie die Konsequenzen ziehen", mahnte BMW-Einkaufschef Klaus Richter in einem Interview der "Automobilwoche". Andernfalls müsse man bei BMW davon ausgehen, dass ein solches Vorgehen von den Lieferanten geduldet werde. Von seinen Einkäufern erwarte er, dass sie Avancen von Lieferantenseite unverzüglich an ihre Vorgesetzten melden, sagte der BMW-Manager. Das gleiche Verhalten erwarte er bei möglichen fragwürdigen Angeboten des BMW-Einkaufs auch von Vertriebsmitarbeitern der Lieferanten.

Richter pochte vor allem auf Transparenz. "Aus meiner Sicht haben die Lieferanten die Wahl. Viel Transparenz bedeutet eine langfristige, belastbare Partnerschaft mit einer gemeinsamen Kostenoptimierung und am Ende eine wettbewerbsfähige Position für beide Parteien." Weniger Transparenz bedeute, dass BMW kurzfristiger einkaufe mit dem Risiko für den Lieferanten, dass man dann auch einmal ein anderes Unternehmen an Bord nehme. BMW unterhalte mit rund 1.000 Unternehmen direkte Lieferbeziehungen, hieß es.

Bei der Schmiergeld-Affäre, in die insgesamt drei ehemalige BMW-Mitarbeiter und mehrere Zulieferer verwickelt sind, handelt es sich nach Einschätzung Richters um einen Einzelfall. "Wir haben keinen Flächenbrand", bekräftigt der Einkaufschef. Allerdings sei die Gefahr angesichts eines Einkaufvolumen von 20 bis 25 Milliarden Euro nie auszuschließen. Trotz aller Kontrollmechanismen wie dem Mehraugenprinzip bei Preisverhandlungen oder der Beteiligung verschiedener Abteilungen bei der Vergabe von Aufträgen gebe es keine absolute Sicherheit.

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