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Betrug mit Opel-Schrott

Der mutmaßliche Betrug mit Schrott aus einer stillgelegten Opel-Werkshalle in Rüsselsheim ist möglicherweise über mehrere Jahre gelaufen. Die Ermittlungen
erstreckten sich auf einen Zeitraum von 2002 "bis in die jüngste Vergangenheit", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Ger Neuber, am Mittwoch (11.1.).

12.01.2006

Als möglicher Schaden werde ein sechsstelliger Euro-Betrag vermutet. Nach Angaben eines Opel-Sprechers sind unter den Verdächtigen keine Manager, sondern nur Mitarbeiter unterer und mittlerer Ebenen.

Am Dienstag waren Wohnungen und Geschäftsräume von 26 Beschuldigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern durchsucht worden. Gegen sie wird wegen Angestelltenbestechung, Bestechlichkeit, Untreue, Betrug und Unterschlagung ermittelt. Nach Angaben Neubers sind die meisten der Verdächtigen Opel-Mitarbeiter. Daneben ist unter anderem ein Unternehmer aus der Nähe von Trier im Visier der Ermittler. Durchsucht wurden auch acht Arbeitsplätze im Rüsselsheimer Werk des Autobauers, wie ein Sprecher berichtete.

Seinen Angaben zufolge könnten die Betrügereien sogar bis in das Jahr 2001 zurückreichen. Damals sei die alte Produktionslinie für das Modell Vectra gestoppt worden, die für den Omega sei 2003 gefolgt. Nach dem Eindruck des Unternehmens sei beim Abbau der alten Fließbänder ein Teil des Schrotts nicht deklariert worden. Da die Produktion seitdem in neuen Hallen stattgefunden habe, habe sich die Demontage und damit der mögliche Betrug über einen längeren Zeitraum erstreckt. "Das kann bis ins Jahr 2005 gegangen sein", sagte der Sprecher.

Opel habe nach Auffälligkeiten bei internen Prüfungen Mitte des vergangenen Jahres Anzeige erstattet. Als Hintergrund der Taten vermutete der Unternehmenssprecher die derzeitigen hohen Weltmarktpreise für Schrott. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, es sei wohl auch Abbruchmaterial unter Wert verkauft worden.

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