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Bilanz 2002

Autoflaute bremst Audi

VW-Tochter Audi wird auf seiner Rekordfahrt von der Autoflaute abgebremst. "Nicht überall kann sich Audi der schwachen Automobilnachfrage entziehen", sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Dienstag (25.2.) auf der Bilanzpressekonferenz in Ingolstadt.

25.02.2003

VW-Tochter Audi wird auf seiner Rekordfahrt von der Autoflaute abgebremst. "Nicht überall kann sich Audi der schwachen Automobilnachfrage entziehen", sagte Konzernchef Martin Winterkorn (Foto) am Dienstag (25.2.) auf der Bilanzpressekonferenz in Ingolstadt. Das Vorsteuer-Ergebnis bei Audi ging 2002 erstmals seit Jahren zurück. Trotz fehlender Signale für einen Branchenaufschwung peilt der Autobauer für 2003 aber den achten Absatzrekord in Folge an. Bei Umsatz und Nachsteuer-Ergebnis will die VW-Tochter die Vorjahreswerte in etwa erreichen oder übertreffen. Angesichts der konjunkturellen und politischen Unsicherheiten seien konkrete Prognosen aber schwierig. In Deutschland verzeichnet Audi derzeit einen weiter rückläufigen Absatz.

Audi A3 Absatzziel: 120.000 Modelle in 2003

Das Ergebnis vor Steuern sank 2002 um 5,1 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Der Umsatz legte deutlich langsamer als zuletzt um 2,6 Prozent auf erstmals 22,6 Milliarden Euro zu. Auch beim Nachsteuer-Ergebnis erzielte der Konzern mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent auf 774 Millionen Euro noch einmal knapp einen neuen Bestwert. Dabei musste der Konzern um 200 Millionen Euro gestiegene Abschreibungen sowie negative Währungseffekte in gleicher Höhe ausgleichen. "Die Situation der Automobilwirtschaft ist derzeit denkbar ungünstig", sagte Winterkorn. Es gebe so gut wie keine positiven Signale aus den Märkten. Daher wolle sich Audi mit neuen Modellen und einer sportlicheren Ausrichtung von der Branchenkonjunktur abkoppeln. Der Konzern will insbesondere vom neuen A3 profitieren, der in der kommenden Woche auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt wird. In diesem Jahr sollen noch knapp 120.000 neue A3 verkauft werden. Ein Engagement in der Formel 1 schloss Winterkorn hingegen erneut kategorisch aus.

Deutschland noch bis zur Jahresmitte ein Problemfall

Obwohl Audi die Zahl der Auslieferungen im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf erstmals 742.128 verkaufte Fahrzeuge steigern konnte, war das Unternehmen im wichtigen Heimatmarkt Deutschland mit einem Absatzminus von mehr als vier Prozent im Rückwärtsgang unterwegs. "Deutschland ist nach wie vor ein Problemfall", sagte Winterkorn. Im laufenden Jahr solle aber der Absatz auch im Inland wieder zulegen. Allerdings schränkte Vertriebsvorstand Georg Flandorfer ein, dass der Start ins neue Jahr in Deutschland mit einem Absatzminus von neun Prozent in den ersten beiden Monaten "nicht berauschend" verlaufen sei. Auch in Nordamerika verzeichnete Audi zum Jahresstart ein Absatzminus von sechs Prozent. Bis zur Jahresmitte wolle man aber wieder das Vorjahresniveau erreichen. Konzernweit gingen die Auslieferungen um rund ein Prozent zurück.

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