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Bilanz CO2-Emissionen

Flottenverbräuche sinken immer langsamer

Illustration, CO2 Foto: fotolia / Arneke 14 Bilder

Trotz der immer größeren Anstrengungen der Autobauer sinken die Flottenverbräuche immer langsamer. Das ist das Ergebnis einer Studie des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach.

21.07.2014 Uli Baumann

Die Studie, die Deutschland als europäischen Leitmarkt analysiert, betrachtet die CO2-Emissionen zwischen 2009 und 2014. Über alle Hersteller betrachtet fiel der CO2-Ausstoß insgesamt um 12,8 Prozent auf jetzt 134,5 g CO2/100 km. Allerdings flacht sich die CO2-Reduzierungskurve trotz der Innovationsanstrengungen der Hersteller deutlich ab. Im ersten Halbjahr 2014 konnte der CO2-Ausstoss nur noch um 2,3 Prozent reduziert werden, während im Vorjahreszeitraum 2013 das Minus noch bei 3,8% lag (2012: -3,05%, 2011: -3,8%).

Hierzu Studienleiter Stefan Bratzel: "Die hohen EU-Klimaziele von 95 g/CO2 (EU) und die in der Diskussion stehenden weiteren Verschärfungen setzen die Hersteller unter enormen Veränderungsdruck und verlangen technologische und kostenmäßige Quantensprünge. Zwar liegen im Bereich der konventionellen Optimierung noch einige CO2-Reduzierungspotentiale. Die notwendigen hohen CO2-Einsparungen sind jedoch zunehmend nur durch eine breite Elektrifizierung der Fahrzeugflotten erreichbar. "

Toyota in Vorreiterrolle

Bei den Volumenmarken liegt Toyota (inkl. Lexus) mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 118,7 g/km klar vorn. Es folgen Peugeot (122,2), Renault (inkl. Dacia) mit 123,6 und Ford mit 128,9 Gramm. Volkswagen liegt bei 132,4 Gramm.

Bei den sogenannten Premiumherstellern weisen Porsche und Jaguar mit 201 bzw. 183 g CO2/km höchsten CO2-Werte aus, wobei sich bei Jaguar im ersten Halbjahr sogar die CO2-Bilanz wieder deutlich verschlechtert hat. BMW (inkl. Mini) liegt mit 137,3 g CO2/km praktisch gleichauf mit Mercedes mit 137,4 (inkl. Smart, ohne Vans/Wohnmobile), knapp dahinter Audi 139,5 g. Lexus liegt in Deutschland sogar bei nur 128,5 g. BMW und vor allem Mercedes profitieren dabei von ihren kleinen Töchtern Mini und Smart. Mini bringt dem gesamtkonzern eine Reduzierung von knapp einem Gramm, Smart steuert zur Mercedes-Bilanz sogar 4,2 Gramm Reduzierung bei.

CO2-Reduzierung über Elektrifizierung

Die Studie sieht eine breite Elektrifizierung der Flotten als Notwendigkeit um künftige CO2-Ziele zu erreichen. Dazu müssen die Hersteller aber die Akzeptanz dieser Technologien, auch über den Preis, bei den Kunden erreichen. Hierzu Stefan Bratzel: "Für die Hersteller bedeutet das die Quadratur des Kreises: Antriebsinnovationen mit hohen Kosten für die Entwicklung vorantreiben und gleichzeitig die Kosten und Endkundenpreise für die umweltschonende Antriebe senken. Nicht allen Herstellern wird dieser Spagat gelingen."

Einen Überblick über die Entwicklung der CO2-Emissionen der Hersteller finden Sie in der Fotoshow.

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