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Bio-Sprit

Importeure wehren sich gegen Gabriel-Vorwürfe

Foto: ams/Avia

Die Fahrzeugimporteure wehren sich gegen den Vorwurf von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, sie trügen die Verantwortung für das Scheitern der geplanten zehnprozentigen Beimischung von Bioethanol.

19.04.2008 Jens Katemann

Nach Aussagen des Verbands der Kraftfahrzeugimporteure (VDIK) in einem Brief an den Umweltminister gab es schon im Juni 2006 Hinweise auf mögliche Probleme als Folge einer höheren Beimischung von Biosprit. Nach Recherchen von auto motor und sport hat der VDIK bereits bei einem ersten informellen Fachgespräch am 9. Juni 2006 auf mögliche Probleme bei der Verwendung von E10 bei Bestandsfahrzeugen hingewiesen.

VDIK wurde im Verfahren nicht beteiligt

Danach sei der VDIK jedoch weder in die laufende Normungsarbeit, noch in die Beratungen zur "Roadmap Biokraftstoffe" eingebunden worden. "Wir sind schlicht und einfach nicht eingeladen worden", schreibt VDIK-Präsident Volker Lange in einem Brief an Umweltminister Gabriel vom 6. April 2008.

Der VDIK hatte dem Minister drei Tage vorher mitgeteilt, dass 3,3 Millionen ältere Importfahrzeuge die höhere Biosprit-Quote nicht vertragen. Von den deutschen Modellen sind laut dem Verband der deutschen Automobilindustrie nur 189.000 Fahrzeuge betroffen. Damit waren Gabriels Pläne obsolet, da der Minister eine Einführung ausgeschlossen hatte, sollten mehr als eine Million Autos betroffen sein.

Gabriel: "Niemand hat Probleme gesehen"

Umweltminister Sigmar Gabriel wehrt sich gegen den Vorwurf, er sei für das Scheitern der höheren Beimischung verantwortlich. "E10 und die Verträglichkeit dieses Kraftstoffes ist seit langem Thema im dafür geschaffenen Normungsausschuss. Niemand hat da grundsätzliche Einwände oder irgendwelche Probleme gesehen", sagte Gabriel gegenüber auto motor und sport. "Aus heutiger Sicht müssen wir uns deshalb lediglich vorwerfen, dass wir nicht schon damals auf die Daten der Hersteller bestanden, sondern den Aussagen der Verbände vertraut haben."

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