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Biodiesel aus Tierfett

An diesem Freitag (5.10.2001) geht auf dem Malchiner Betriebsgelände der Entsorgungsfirma Rethmann (Selm) die weltweit erste Anlage für die Produktion von Biodiesel aus tierischen Fetten in Betrieb.

04.10.2001

Der Entsorger , der nahe der mecklenburgischen Stadt Malchin eine Tierkörperverwertungsanlage betreibt, nutzt als Schlachtnebenprodukt entsorgtes Tierfett künftig für die Produktion von Biodiesel.

Nach einem Investitionsvolumen von 20 Millionen Mark (10,2 Millionen Euro) sollen jährlich rund 13,5 Millionen Liter Biodiesel für die 800 Lastwagen der bundesweit tätigen Unternehmensgruppe produziert werden. Pro Fahrzeug fallen Umrüstungskosten von 1.000 bis 2.000 Mark an, rechnet Unternehmenssprecher Burckhardt Greiff vor. Die Fahrzeuge könnten dann sowohl mit tierischem als auch pflanzlichem Biodiesel fahren.

Die Zeit bis zum Jahresende gilt als Probephase. Anfang nächsten Jahres werde man sehen, ob der Diesel auf Tierfettbasis weiter vermarktet werden könne. Bei Bedarf müssten neue Anlagen gebaut werden, sagte Greiff. In Malchin sei die Produktionskapazität mit dem Diesel für die eigene Fahrzeugflotte ausgeschöpft.

In zweijähriger Forschungsarbeit sei es gelungen, erstmals im großtechnischen Verbund die Tierfette zu verwerten statt zu verbrennen, sagte Vorstandsmitglied Eberhard Schmidt. Biodiesel sei schadstoffarm und preiswert. Um als Treibstoff für Dieselmotoren einsetzbar zu sein, müsse das Tierfett allerdings chemisch verändert werden.

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