"Es war ein Tag der Vernunft", sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) zum Abschluss des "Blitz-Marathons" am Mittwoch (4.7.) laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Wenn die Behörden unangekündigt blitzen, fahren acht Prozent der Autofahrer zu schnell. Zuvor hatten 15.000 Bürger im bevölkerungsreichsten Bundesland Punkte gemeldet, an denen geblitzt werden sollte. An 2.673 dieser Stellen war die Polizei dann zwischen Dienstag 6.00 Uhr bis Mittwoch um 6.00 Uhr im Einsatz.
In dieser Zeit wurden 645.000 Autofahrer kontrolliert, teilte das Düsseldorfer Innenministerium mit. 3.300 Polizisten waren im Einsatz. Die Blitz-Aktion war die zweite in diesem Jahr, im Herbst ist eine weitere geplant. Die Beamten stellten im ganzen Land fest, dass die allermeisten Autofahrer sich die Regeln hielten und langsamer fuhren.
"Das ist ein Lerneffekt", meinte Jäger, "genau den wollen wir erreichen". Kritiker meinen allerdings, dass dieser Effekt sofort wieder nachlässt, wenn keine Extrakontrollen angekündigt sind.
Nach der Massenüberprüfung droht laut Ministerium 167 Autofahrern ein Fahrverbot, 4 waren den Führerschein an Ort und Stelle los. 27 Autofahrer waren alkoholisiert oder von Drogen benebelt. 440 hatten sich nicht angegurtet. Der schnellste Raser fuhr bei Münster in die Radarfalle. Statt der erlaubten 80 km/h preschte er mit Tempo 187 über die Autobahn.






