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Blitz und Donner

Neue Opel-Modelle in allen Klassen

Foto: Nextline 15 Bilder

Opel-Chef Forster will aus Adam Krise wieder Adam Riese machen – mit neuen Modellen wie Corsa, Zafira, einem SUV, einem Smart-Konkurrenten auf Agila-Basis und dem V8-Modell Insignia, das in Übersee gebaut werden soll.

30.03.2004

Das letzte Wort ist zwar noch nicht gesprochen, aber die Zeichen stehen günstig, dass Opel für die Produktion des Prestigemodells Insignia grünes Licht bekommt. Das Go aus der Konzernzentrale in Detroit wird in den nächsten Wochen erwartet.

Zunächst sah es nicht nach einer Realisierung des auf der IAA als Showcar präsentierten Oberklasse-Modells aus. Der Riesen-Verlust bei Saab und der zähe Anlauf des Opel Signum waren nicht der ideale Nährboden für ein weiteres Topmodell mit ungewissen Verkaufschancen.

Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Durch Risikostreuung glaubt GM nun, das Wagnis eingehen zu können. Denn der Konzern wird nicht nur den Opel Insignia bauen, von dem jährlich 25.000 Stück vom Band laufen sollen, sondern auf gleicher technischer Basis – globale Hinterradantriebs-Plattform namens Zeta — auch einen neuen großen Holden für Australien sowie einen neuen Buick als Regal-Ersatz für Nordamerika und China, wodurch sich mindestens 100.000 Einheiten pro Jahr ergeben würden.

Opel Insignia im Technikverbund mit Holden, Buick und Saab

Gecheckt wird zudem, ob sich die Technik-Architektur nicht auch für einen heckgetriebenen Saab 9-6 als Spitzenmodell über dem jetzt doch weiterhin frontgetriebenen 9-5-Nachfolger eignen würde, weil Saab auf dem US-Markt neben dem 9-7x SUV dringend auch eine Achtzylinder-Limousine benötigt. Produziert würde der große Opel dann entweder in Nordamerika oder in Australien, frühestens ab 2007.

Doch dringender als das V8-Modell Insignia, das gegenüber der IAA-Studie in Technik (konventionelle Türen) und Ausstattung (seriennäher) aus Kostengründen ohnehin deutlich abgespeckt werden müsste, braucht Opel neue Volumenmodelle in Massensegmenten.

Der Astra III, der das Zeug zum Bestseller hat und auf dessen Basis auch ein kompakter Saab angedacht wird, ist schon mal ein guter Anfang. Aber seine Qualitäten bringen den höher positionierten Vectra unter Druck. Deshalb soll dieser bereits nächstes Jahr durch ein Facelift aufpoliert werden, das vor allem die Anmutung im Innenraum berührt. Davon wird auch der Signum profitieren, dessen Cockpit sich künftig etwas stärker von dem des Vectra abheben soll. Technisch werden Vectra und Signum durch das vom neuen Astra bekannte IDS-Plus-Fahrwerk aufgewertet.

Zudem sind neue Motoren in Vorbereitung: ein Dreiliter-V6-CDTi mit etwa 240 PS als Ersatz für das Isuzu-Triebwerk, ein 1.9 CDTi mit annährend 200 PS sowie für die kleineren Klassen ein 1.3 CDTi mit etwa 120 PS. Die nächste Vectra-Generation soll übrigens auch mit dem 2,4-Liter-Fünfzylinder-JTD-Turbodiesel aus dem Fiat-Konzern ausgerüstet werden.

Frontera-Nachfolger aus Korea

Um den SUV-Boom mit zu nehmen, kommt 2006 ein kompakter Geländewagen auf Basis der nächsten Generation des amerikanischen Saturn Vue, der bei Daewoo in Südkorea vom Band laufen soll, wo auch der baugleiche Allradler Scope produziert wird. Ein Showcar soll zum Pariser Salon im Herbst auf den Forntera-Nachfolger einstimmen.

2007 ist die Zeit für den Agila-Nachfolger reif, der wieder in einem Jointventure mit Suzuki (Wagon R) entstehen soll. Allerdings werden sich die Modelle beider Marken stilistisch stärker als bislang voneinander unterscheiden. Und das Fahrwerk soll in der Spur verbreitert werden. Opel strebt zudem zwei Karosserievarianten auf unterschiedlich langen Radständen an: eine viertürige Langversion mit Heckklappe im Onebox-Design als Agila-Ersatz und einen kürzeren Stadtwagen mit seitlicher Schiebetür und zwei bis vier Plätzen als Antwort auf den Smart. Die Genf-Studie Trixx gab konzeptionell schon mal einen Vorgeschmack darauf.

2006 kommt die Neuauflage des Corsa, die sich die Plattform mit dem für Sommer 2005 angekündigten neuen Fiat Punto teilt. Das Projektteam war paritätisch besetzt: Unter deutscher Leitung arbeiteten in Turin 80 Fiat- und 40-Opel-Leute an der gemeinsamen Technik-Basis. Dabei wurde Wert auf 20 Prozent Kostenersparnis bei Bauteilen wie Lenksäule, Achsen, Bremsen, Klimaanlage und Sitzgestelle gelegt, um Ausstattung und Wertanmutung des Autos deutlich anheben zu können.

Opel verspricht für den Corsa-Modellwechsel einen ähnlichen Quantensprung wie beim Astra. Dieser kommt im Herbst 2004 als Caravan, im Frühjahr 2005 als sportlicher GTS Zweitürer und 2006 als Coupé-Cabrio.

Der Zafira erscheint Ende 2005 in neuer Form – allerdings inwändig weniger stark renoviert als erwartet. Die zunächst angestrebte Realisierung neuer Features wie Achtsitzigkeit oder ab der zweiten Reihe voll versenkbare Sitze hätten eine komplett neue Bodengruppe und damit Millionen schwere Investitionen gefordert.

"Da der Zafira mit der Flexibilität, die er heute bietet, bei den Käufern gut ankommt“, argumentiert Opel-Chef Carl-Peter Forster, "haben wir das Geld lieber in ein komplett neues Auto gesteckt und dafür den Tigra Twin Top entwickelt.“

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