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Neuer BMW 1er 2015

Der letzte echte kleine BMW - mit Heckantrieb

BMW 1er Facelift in Genf Foto: Stefan Baldauf 48 Bilder

Das Facelift bringt dem 1er eine schönere Frontpartie, der Antrieb bleibt BMW-typisch hinten. Er wandert erst beim nächsten Modellwechsel nach vorn, wenn der kleinste BMW die Technik mit dem Mini teilen wird. Die Überarbeitung beschert dem 1er dank neuer Motoren mehr Power, weniger Verbrauch und eine bessere Ausstattung mit iDrive und Bildschirm für alle. Wir saßen schon drin.

16.01.2015 Gerd Stegmaier

Die Kompaktklasse ist für BMW so zwiespältig wie das Markenlogo zweifarbig: Mit dem Heckantrieb bekommen die Münchner Alleinstellungsmerkmal und Wettbewerbsnachteil in einem, denn ausgerechnet bei den volumenstarken Normalmotorisierungen kommen fahrdynamische Vorteile weniger zur Geltung, raumökonomische Nachteile hingegen umso mehr.

BMW 1er Facelift, ams2015, Hersteller
Der BMW 1er erhält für 2015 ein Facelift. 1:07 Min.

Die dritte Generation des 1ers beugt sich daher dem Wettbewerbsdruck und wird technisch eher ein Maxi-Mini als ein Mini-3er. Dann bliebe nur noch der i3 als Hecktriebler bei den kompakten BMWs, der hat sogar einen Heckmotor. Moment! Ob das Frontantriebs-Sakrileg auch den tendenziell stärkeren und als Coupé sportlicher positionierten 2er trifft, ist noch nicht entschieden. Allerdings heißt der erste Frontantriebs-BMW schon mal „2er“ Active Tourer.

BMW 1er Facelift noch mit Heckantrieb

Im Lichte des unvermeidlich sich Bahn brechenden Unheils dürfte echten Fans der Marke die Modellpflege der aktuellen 2. Generation wie die letzte Ausfahrt vor der Wüste erscheinen. Umso mehr, als die Überarbeitung recht umfangreich ausfiel und die, vorsichtig formuliert, eigenwillige Frontgestaltung ausmerzt. Dort verleihen Scheinwerfer im 2er-Stil, eine breitere Niere und eine Frontschürze mit größeren Lufteinlässen die Sportlichkeit, die der Heckantrieb bieten soll. Kurz: Den 1er können Fans jetzt nicht mehr trotz, sondern auch wegen der Optik kaufen.

Und weil die Münchner die Scheinwerfer eh geändert haben, können sie jetzt auch LED-Tagfahrlicht beherbergen und sind auf Wunsch in Voll-LED-Ausführung erhältlich. Der Aufpreis dafür ist mit 790 Euro 100 geringer als der für die bisher, aber jetzt nicht mehr erhältlichen Xenonlampen.

Analog dazu prangen jetzt am Heck ebenfalls LED-Schlussleuchten. Es war selbst nach scharfem Rechnen noch Geld da für die Erweiterung in die Heckklappe hinein, obwohl die zweiteiligen Lampen das einzige geänderte Blech notwendig machten. Das unterbricht zwar die vorher wohltuend cleane Heckklappe, nimmt aber die Ähnlichkeit mit dem Heck des VW Polo und rückt den 1er auch hinten näher an den 2er.

BMW 1er jetzt mit 3-Zylindern

Die größten Veränderungen beherbergt allerdings das nicht geänderte Blech der Fronthaube, wo der neue Motorenbaukasten einzieht. Das bringt den Basismotorisierungen weniger Hubraum, weniger Verbrauch und dennoch mehr Leistung.

Dieser Fortschritt hat allerdings auch ein nominelles Downgrade parat. Denn ähnlich wie zuletzt bei der Maßnahme „6-Zylinder-Sauger raus, 4-Zylinder Turbo“ rein, geht die Zylinderanzahl runter: Im 1er kommt der 3-Zylinder aus dem Mini – allerdings nur in der Basis. Schon bei der nächst stärkeren Variante (künftig 118i, vorher 116i) kriegt der 4-Zylinder noch eine Gnadenfrist, allerdings nur bis Juli. Dann kommt auch im 1er, wie schon im 2er Active Tourer, der gleich starke Dreizylinder (136 PS) aus dem Mini zum Einsatz.

Über dem 118i rangiert künftig wieder ein 120i (177 PS). Die (3-zylindrige) Basis heißt nun wieder 116i (statt 114i), ist eigentlich ein 115i und bietet 7 PS mehr (109 PS) als die bisherige Einstiegsmotorisierung. Macht 3 Zehntel weniger von 0 auf 100 (10,9 Sekunden) und 10% weniger Verbrauch (5,0 Liter).

Diesel mit unter 90 Gramm CO2-Ausstoß

Noch sparsamer sind naturgemäß die Selbstzünder. Analog heißt hier die Basis 116d, hat ebenfalls 3 Zylinder und wie im Vorgänger 116 PS. Der 114d entfällt – zumindest vorerst. Der Verbrauch sinkt um 0,4 auf 3,7 Liter, das Spritsparmodell 116d edition efficient dynamics soll nur noch 3,4 Liter (vorher: 3,8) auf 100 Kilometer verbrauchen. Das entspricht 89 Gramm CO2 pro Kilometer. Im Mini-Viertürer mit demselben Motor sind es übrigens 95 Gramm.

Genauso beachtlich: Der Spitzendiesel 125d soll jetzt mit 4,3 Litern (vorher: 4,9) 100 Kilometer weit fahren. Dabei stieg die Leistung um 6 auf 224 PS, was den stufengeladenen Twin-Turbo in 6,3 Sekunden auf 100 km/h wirft (vorher: 6,5). Auch der 120d legte um 6 auf 190 PS zu (Verbrauch 4,1 statt 4,3 Liter). Als Allradler 120d xDrive hat er jetzt die 8-Gang-Automatik. Eine Kombination, die es bislang nicht gab. Den 118d xDrive (150 statt 143 PS) gibt es nur mit Handschaltung.

Ach ja: Die Variante, die es in einem Fronantntriebs-1er nicht mehr geben wird, haben die Münchner noch mal gepflegt: Der M135i hat künftig wie der M235i die 326-PS-Maschine (vorher: 320 PS).

BMW 1er jetzt immer mit iDrive

Im Interieur gibt es künftig ein paar Chromstreifen und etwas Klavierlack mehr an der Mittelkonsole. Spannender für Interessenten dürfte die Serienausstattung sein: Dazu gehören künftig Klimaautomatik, Regensensor, das Radio BMW Professional und das Bediensystem iDrive inklusive des freistehenden 6,5 Zoll-Displays auf der Armaturentafel.

Serienmäßig sind alle 1er Reihe außerdem mit einer integrierten SIM-Karte ausgestattet, was den intelligenten Notruf (ebenfalls Serie) sowie optional Internetzugriff möglich macht. Die Notruffunktion erkennt Unfälle anhand von Fahrzeugdaten und meldet sie inklusive GPS-Koordinaten an Rettungsdienste.

Neue Sonderausstattungen sind die aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion, der Parkassistent jetzt mit automatischem Quereinparken und das Navigationsdaten-Update über die Mobilfunkverbindung.

Die alternativ zur Basisausstattung angebotenen Varianten heißen jetzt Advantage, Sport Line, Urban Line und M Sport. Zum Facelift bekam auch das M Sportpaket neue Schürzen. Besser noch: Die gewagten weißen Applikationen (an Niere, Schürze und Rückspiegel) der Urban Line sind jetzt in dezentem Oxidsilber gehalten. Sieht richtig edel aus und dürfte die Einbaurate steigern.

BMW 1er nach dem Facelift nur nominell teurer

Preisfrage zum Schluss: Heißt edel auch teuer? Nominell legen die Preise je nach Modell um etwa 1000 Euro zu. Ausstattungsbereinigt bedeutet das etwa Gleichstand, die neuen Motoren gibt’s quasi umsonst. Nicht schlecht für den letzten 1er mit Heckantrieb. Markteinführung ist am 28. März.

ModellMotorPS / Nm0 - 100 km/hl/100 kmPreis (Euro)
116i1,5-Liter-Dreizylinder109 / 18011 s5,022.950
118i1,6-Liter-Vierzylinder136 / 2208,5 s5,424.050
120i1,6-Liter-Vierzylinder177 / 2507,4 s5,727.500
125i2,0-Liter-Vierzylinder218 / 3106,4 s6,631.200
M135i3,0-Liter-Sechszylinder326 / 4505,1 s8,041.900
M135i xDrive A3,0-Liter-Sechszylinder326 / 4504,7 s7,842.650
116d1,5-Liter-Dreizylinder116 / 27010,33,726.200
116d ede1,5-Liter-Dreizylinder116 / 27010,43,426.200
118d2,0-Liter-Vierzylinder150 / 3208,34,028.150
118d xDrive2,0-Liter-Vierzylinder150 / 3208,44,330.150
120d2,0-Liter-Vierzylinder190 / 4007,14,130.100
120d xdrive A2,0-Liter-Vierzylinder190 / 4006,84,334.200
125d2,0-Liter-Vierzylinder224 / 4506,34,336.150
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