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BMW 1er M Coupé auf der Detroit Motor Show 2011

Kleiner M3 mit 340 PS startet ab 50.500 Euro

BMW 1er M Coupé Foto: BMW 61 Bilder

Das BMW 1er M Coupé hielt Sportwagenfans bereits Monate vor seiner offiziellen Premiere in Atem. Jetzt sind endlich die letzten Hüllen gefallen und der stärkste 1er aller Zeiten präsentiert sich mit dicken Backen, 340 PS starkem Sechszylinder und umfangreicher Serienausstattung. Seine Publikumspremiere feiert das BMW 1er M Coupé auf der Detroit Motor Show 2011 (NAIAS).

15.01.2011

Vorfreude ist doch die schönste Freude. Aber irgendwann ist ja auch mal Schluss mit lustig. Irgendwann müssen Fakten her, damit die Vorfreude nicht in unbändige Ungeduld umschlägt. Bereits vor einigen Monaten machte BMW mit den ersten Bildern des noch getarnten BMW 1er M Coupé Sportwagenfans den Mund wässrig. Jetzt darf sich der stärkste 1er aller Zeiten in all seiner Pracht der Weltöffentlichkeit präsentieren. Vorhang auf für das BMW 1er M Coupé.

BMW 1er M Coupé statt BMW M1

Die M GmbH zeichnet bei BMW traditionell für die besonders sportlichen Modelle mit dem weiß-blauen Propeller verantwortlich. Im Jahr 1972 fiel der Startschuss für die BMW Motorsport GmbH. Ihr erstes Baby, der BMW M1, erblickte 1978 das Licht der Welt. Anno 2010 ist es nun an der Zeit für einen weiteren sportlichen Meilenstein. Einen Sportwagen, der ebenfalls die Ziffer 1 und das berühmte M im Namen tragen darf. Auf das Kürzel "M1" verzichtete BMW zwar bewusst. Doch wie der mittlerweile legendäre Keil der 70er Jahre lässt auch das BMW 1er M Coupé bereits beim ersten Anblick keinen Zweifel daran, dass hier mächtig Feuer unter dem flachen Dach ist.

Dicke Backen und viel dahinter

Selten stand ein BMW so breitbeinig da wie das neue 1er M Coupé, das erstmals auf der Detroit Motor Show 2011 (12.-13.1.2011) vor Publikum gezeigt werden wird. Mit einer Breite von knapp über 1,80 Metern nimmt der Zweitürer ganze 55 Millimeter mehr Fahrbahn in Beschlag als das BMW 135i Coupé, auf dem er basiert. Die Spurweite an der Hinterachse wuchs um 44 Millimeter, an der Vorderachse sogar um deren 71. Wie ein bis in die letzte Muskelpartie austrainierter Bodybuilder bei der Wahl zum Mister Universum steht es da, das BMW 1er M Coupé. Das Breitenwachstum soll ihm jedoch nicht nur optische Opulenz verleihen, sondern gleichsam auch für ein Plus an Fahrdynamik sorgen. Denn immerhin schmückt sich der potente Bayer mit der Fünflenker-Hinterachse des BMW M3.

Serienmäßig kommt überdies eine variable Differenzialsperre an der Antriebsachse zum Einsatz. Sie soll mit einem bis zu 100-prozentigen Sperrmoment dafür Sorge tragen, dass das BMW 1er M Coupé die Kraft beim Herausbeschleunigen aus Kurven sowie auf glatter Fahrbahn optimal auf den Asphalt bringt. Das System erkennt Reibwertunterschiede zwischen linkem und rechtem Hinterrad und leitet die Kraft bei Bedarf an das Rad mit dem meisten Grip um.

Apropos Kraft: Davon gibt es im BMW 1er M Coupé reichlich. Denn während der Reihensechszylinder im BMW 135i Coupé noch 306 PS an die Hinterräder schickt, mobilisiert das direkteinspritzende Dreiliter-Triebwerk mit TwinPower Turbo im sportlichsten 1er 340 Pferdestärken. Die Höchstleistung ruft der Reihensechser bei 5.900 Touren ab, das maximale Drehmoment von 450 Nm liegt zwischen 1.500 und 4.500 Kurbelwellenumdrehungen an. Per Overboost sind kurzzeitig sogar 500 Nm abrufbar.

BMW 1er M Coupé spurtet in 4,9 Sekunden auf 100 km/h

Dank des frühen Ansprechverhaltens der beiden Lader soll das BMW 1er M Coupé besonders spontan auf Gaspedalbefehle reagieren. Den Standardsprint aus dem Stand auf Tempo 100 soll der 1er aus den heiligen M-Hallen in nur 4,9 Sekunden bewältigen - vorausgesetzt, der Pilot verfügt über flinke Füße und Finger. Denn den stärksten 1er wird es ausschließlich mit einem manuellen Sechsganggetriebe geben. Bei 250 km/h setzt die Elektronik dem Geschwindigkeitsrausch ein jähes Ende.

Dass das BMW 1er M Coupé trotz seines Testosteron-getränkten Körperbaus nicht zur Gattung der Poser zählen soll, sondern auch beim gelegentlichen Einsatz auf der Rennstrecke glänzen darf, unterstreichen die Münchener durch den Einbau spezieller Komponenten. So wurde das Kühlsystem den auf Nürburgring & Co. auftretenden thermischen Belastungen angepasst. Im Vergleich zum 135i kommt ein zusätzlicher Wasserkühler zum Einsatz, zudem wurde die Luftführung geändert.

Die so genannte Compound-Bremsanlage des BMW 1er M Coupé soll sich ebenfalls den im Rennstreckeneinsatz auftretenden Belastungen gewachsen zeigen. Die innenbelüfteten und gelochten Grauguss-Scheiben messen an der Vorderachse 360, an der Antriebsachse 350 Millimeter im Durchmesser und sollen sich durch eine erhöhte Leistungsfähigkeit sowie eine längere Lebensdauer auszeichnen.

BMW 1er M Coupé besser als der alte BMW M3

Sportliche Fahrleistungen verspricht zudem das niedrige Leistungsgewicht von 4,4 Kilogramm pro PS. Mit einem Leergewicht von 1.570 Kilogramm legte das BMW 1er M Coupé im Vergleich zum 135i Coupé um 25 Kilogramm zu. Die Messlatte für das neue 1er M Coupé legt BMW dabei bewusst hoch. So soll das neue, kleinste Mitglied der M-Familie den Vorgänger des aktuellen BMW M3 fahrdynamisch teils deutlich überbieten. Letzterer agierte mit seinen 343 Sauger-PS leistungsmäßig auf gleichem Niveau und galt bis zu seiner Wachablösung im Jahr 2008 als Messlatte in seinem Segment. Damit auch der neue, kleine M fahrdynamisch zu den ganz Großen zählen darf, erfolgte die Abstimmung des speziellen M-Fahrwerks selbstverständlich auf der Nordschleife.

Trotz der versprochenen fahrdynamischen Großtaten soll sich das neue BMW 1er M Coupé in Sachen Verbrauch den Anforderungen der Moderne gewachsen zeigen. Dank der serienmäßigen Efficient Dynamics-Maßnahmen wie Bremsenergie-Rückgewinnung soll sich der Verbrauch bei 9,6 Litern auf 100 Kilometern einpendeln. Und dies, obwohl der stärkste 1er auf eine Start-Stopp-Automatik verzichtet.

Üppige Serienausstattung für 50.500 Euro im BMW 1er M Coupé

Erstaunlich wenig Verzicht übt das BMW 1er M Coupé, das nur in den Farben Alpinweiß uni, Saphirschwarz metallic und Valencia Orange metallic erhältlich sein wird, jedoch bei der Serienausstattung. Diese umfasst neben Bi-Xenon-Scheinwerfern und Leder-Sportsitzen mit farblich abgesetzten Kontrastnähten unter anderem 19-Zoll-Räder, die bereits erwähnte M-Differenzialsperre, eine Klimaanlage, ein CD-Radio sowie ein mit Alcantara bezogenes Armaturenbrett und Türverkleidungen in Alcantara. Auf dem gleichfalls serienmäßigen M-Lederlenkrad mit Multifunktionstasten befindet sich der M-Knopf. Wer ihn drückt, aktiviert eine besonders sportliche Kennlinie für die Motorsteuerung und wird mit einem noch spontaneren Ansprechverhalten des 340 PS-Triebwerks belohnt.

Der Grundpreis von 50.500 Euro lässt sich bei Bedarf jedoch spielerisch in die Höhe treiben. Für das BMW 1er M Coupé stehen selbstverständlich diverse Fahrerassistenzsysteme wie adaptives Kurvenlicht, Fernlichtassistent sowie Park Distance Control ebenso zur Wahl wie eine Klimaautomatik, Komfortzugang, ein Festplatten-Navigationssystem und ein Soundsystem aus dem Hause Harmann Kardon.

Nun, da die letzten Hüllen vom neuen BMW 1er M Coupé gefallen sind, dürfte die Vorfreude der Sportwagenfans auf den neuen, "kleinen M3" zusätzlich angefacht sein. Und bei dem Ein oder Anderen könnte sie bis zum Marktstart im Mai 2011 durchaus noch in Ungeduld umschlagen.

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