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BMW 2er Gran Tourer und VW Touran

Die neuen Siebensitzer im ersten Vergleich

VW Touran, BMW 2er Gran Tourer Foto: Stefan Baldauf 25 Bilder

BMW zeigt auf dem Autosalon Genf erstmals den neuen 2er Gran Tourer. Die Münchner wagen sich damit in das Revier des erfolgreichen VW Touran, dessen Neuauflage in Genf ebenfalls Premiere feiert. Wir sitzen Probe und vergleichen.

05.03.2015 Thomas Gerhardt

Ein BMW wildert im Revier familientauglicher und Nutzwert-orientierter Volkswagen – wer das vor Jahren voraussehen konnte, war entweder absoluter Insider oder mit reichlich Fantasie gesegnet. Der erfolgreiche, weil mittlerweile über 1,9 Millionen Mal vom Band gelaufene VW Touran bekommt es ab Juni 2015 also mit dem BMW 2er Gran Tourer zu tun. Gut für Volkswagen, dass der Kompaktvan pünktlich zur Messe komplett erneuert und auf Basis des MQB noch geräumiger wurde. Denn der kleinere Bruder des Gran Tourer - der 2er Active Tourer – zeigte bereits, dass auch der ansonsten fahrspaß-orientierte Autobauer aus München in der Lage ist, einen gelungenen Kompaktvan auf die Räder zu stellen.

Deutliche Unterschiede gibt es nicht

Sowohl der VW Touran, als auch der BMW 2er Gran Tourer sprechen Familien oder Freizeitsportler mit erhöhtem Platzbedarf an. Beide Vans sind sich noch ähnlicher, als es gleiches Segment und Bauart nahelegen. Mit einer Außenlänge von 4,56 Metern beim BMW und 4,53 Metern beim VW sind die beiden praktisch gleich lang. Gleiches gilt für den Radstand von knapp 2,80 Metern. Mit Höhe und Breite lässt sich das Spiel fortsetzen. Gravierende Unterschiede in den Abmessungen gibt es demnach nicht. Auch beim Kofferraumvolumen von gut 1.800 Litern (mit fünf Sitzen jeweils 1.900 Liter) können sich die beiden Konkurrenten gegenseitig nicht ausstechen.

Größere Unterschiede zeigen sich da schon beim Antrieb. Während BMW den Gran Tourer unter anderem mit Dreizylinder-Motoren (Benziner und Diesel) anbieten wird, setzt VW beim Touran ausschließlich auf Vierzylindermotoren. Die Leistungsspanne reicht bei beiden von rund 100 bis knapp an die 200 PS. Gegen Aufpreis gibt es bei BMW eine 8-Stufen-Automatik, VW baut als Option das 7-Gang-DSG ein. Pluspunkt für den BMW: In der Version 220d x-drive ist er mit Allradantrieb ausgerüstet. Den gibt es für den Touran nicht.

VW Touran-Innenraum mit kleinen Vorteilen

Da sich BMW bei der Entwicklung des ersten Familienvans am Wolfsburger Rivalen orientiert hat, sind die beiden auch im Innenraum und bei dessen Funktionalität und Nutzbarkeit so gut wie gleichgestellt. Beide bieten eine in Längsrichtung verschiebbare Rückbank mit der Möglichkeit drei Kindersitze zu installieren. Beide können optional mit zwei weiteren Sitzen im Heckabteil ausgerüstet werden.

Die zwei hintersten Plätze sind natürlich nicht wirklich für Erwachsene geeignet. Wenn es aber doch mal sein muss, dann ist der VW Touran empfehlenswerter, denn er bietet zum einen mehr Kopffreiheit, die bequemeren Polster und mit der Easy-Entry-Technologie den leichteren Einstieg.

Allgemein macht der VW im Innenraum einen luftigeren Eindruck und bietet die bessere Rundumsicht. Dafür muss für das Umklappen der Fondsitzlehnen stets Hand angelegt werden. Im BMW 2er Gran Tourer klappen die Lehnen per Schalter im Kofferraum weg.

Kann der BMW 2er Gran Tourer über den Premium-Faktor punkten?

Welcher der beiden den hochwertigeren Innenraum oder das ansprechende Ambiente bietet, ist am Ende wohl eine Frage des individuellen Geschmacks. Die neue Generation des VW Touran hat diesbezüglich gegenüber dem Vorgänger jedenfalls deutlich zugelegt.

Das Cockpit ist sowohl im BMW 2er Gran Tourer als auch im VW Touran aufgeräumt und gut verarbeitet. Der BMW setzt auf Leder, der Touran auf Klavierlack-Dekor. Bei unserer Sitzprobe stellen wir jedoch fest, dass die Ablagen wie Handschuhfach, Türfächer und Co. im Touran entweder leichter erreichbar oder einfach größer sind. Allerdings sind auch hier die Unterschiede marginal.

Und beim Preis? BMW bietet den 2er Gran Tourer als 216i ab 26.950 Euro an. Empfehlenswert ist sicher die Ausstattungsvariante Advantage mit PDC, Tempomat, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und Nebelscheinwerfern zum Startpreis von 28.300 Euro. Der Preis für den kleinsten Diesel 216d beginnt bei 30.700 Euro.

VW hat für den neuen Touran noch keine Preise bekanntgegeben, verspricht allerdings dass der Van in der neuen Generation nicht teurer wird. Das würde einem Einstiegspreis von 23.250 Euro für den 1.2 TSI mit Trendline-Ausstattung entsprechen. Mit nahezu gleichwertiger Konfiguration sollte der VW Touran gegenüber dem BMW 2er Gran Tourer also auch beim Preis einen Vorteil haben.

Was spricht für den BMW? Der 2er Gran Tourer ist das exklusivere Auto von der Marke mit dem größeren Prestige und zudem optional mit einem Allradantrieb erhältlich. Das Design ist ja bekanntlich Geschmackssache, aber interessanterweise wirkt der Touran dank konsequenter Dynamisierung seiner Proportionen fast sportlicher als der BMW. Dafür versprechen die Münchner ein agiles und sportliches Fahrverhalten, was wir vor Ort aber nicht beurteilen können.

Fazit

Am Ende könnte womöglich der Preis über den größeren Verkaufserfolg entscheiden. Wer einen Van braucht und einen BMW will, wird sich aber davon nicht abschrecken lassen.

Info: In einer früheren Versionen dieses Textes schrieben wir, dass der VW Touran wegen seiner umlegbaren Rückbank im Vergleich zum BMW 2er Gran Tourer einen Vorteil bei der Variabilität bietet. Einen umlegbaren Beifahrersitz gibt es auch für den BMW. Allerdings nicht in Kombination mit den Sportsitzen, die auf den Bildern der Fotoshow zu sehen sind.

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