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43 Prozent Rabatt auf Jahreswagen

BMW geht neue Wege in der Vermarktung von Gebrauchtwagen: Erstmalig verkaufen die Münchener 2.000 junge Gebrauchtwagen aus fast allen Baureihen mit Rabatten von bis zu 43 Prozent - allerdings nur an Mitarbeiter.

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Bei den Autos handelt es sich vornehmlich um Rückläufer von Autovermietern und Behörden sowie ausgemusterten Fahrzeuge aus dem Konzernfuhrpark - allesamt mit einer Erstzulassung zwischen Mitte 2006 und Ende 2007 und einer Laufleistung zwischen 5.000 und 120.000 Kilometern.

Angesprochen sind vor allem BMW-Mitarbeiter "aus dem Produktionsumfeld", die heute noch verstärkt Fremdfabrikate fahren, weil sie sich BMW-Neuwagen nicht leisten können oder wollen. Die Aktion läuft noch eine Woche. Nach der ersten Woche waren die erste 1.000 Fahrzeuge vergriffen.

Keine interne Konkurrenz

Zum Ärger der BMW-Händler? Zerschießt BMW damit seinen Vertriebspartnern das Gebrauchtwagengeschäft? Keineswegs. Die Fahrzeuge stehen laut BMW nicht in Konkurrenz zu den "Premium Selection BMW Gebrauchtwagen" und wären für den Handel schwer vermarktbar, weil sie unter anderem nur schwach ausgestattet sind.

Zudem findet keine Vorbesichtigung der Fahrzeuge statt, der Kauf erfolgt auf Basis des schriftlichen Angebots. Es gibt keine EUROPlus-Garantie. Vorhandene Schäden, vor allem an Lack oder Polstern, bleiben unrepariert, soweit sie die Verkehrssicherheit nicht beeinflussen. Zudem müssen die Käufer das Fahrzeug eigenverantwortlich beim Speditionslager in Kehlheim abholen und es mindestens sechs Monate behalten.

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Von Sahr: Bestand "reinigen"

"Der Verkauf der definierten Altbestandsfahrzeuge an unsere Mitarbeiter und deren Familien ist ein weiterer Schritt im Rahmen unserer Strategie der Ergebnisorientierung", erklärt BMW-Deutschland-Chef Philipp von Sahr im Gespräch mit auto-motor-und-sport.de. Sein Hauptziel: Den Bestand "reinigen", ohne Restwerte und Rendite zu beschädigen und den Gebrauchtwagen-Markt zu verstopfen.

Schon seit Jahresbeginn stärkt BMW in Deutschland nachhaltig die ertragsstärkere "erste Preisschiene", also das Privatkunden- und Flottengeschäft. Die Vermarktung von Fahrzeugen über die "zweite Preisschiene", also das weniger profitable Geschäft mit Vorführwagen und Fahrzeugen aus dem Konzernfuhrpark sowie der Vertrieb an Autovermieter, wird zurückgefahren. Und zwar mit Erfolg.

Im ersten Halbjahr konnte BMW den Absatz in der ersten Preisschiene um über 22.000 Fahrzeuge erhöhen und den Absatz in der zweiten Preisschiene um über 17.000 Fahrzeuge reduzieren. "Dies ist ein Ergebnis der klaren Ausrichtung des deutschen Vertriebs auf die Konzernstrategie ’Number ONE’ und leistet einen Beitrag zur Renditeverbesserung bei der BMW Group und ihren Händlern", wirbt von Sahr.

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Autor: Harald Hamprecht
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