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BMW 4er Cabrio vs. Audi A5 & Mercedes E-Klasse

Wer hat das bessere Cabrio-Konzept?

BMW Vierer Cabrio, Audi A5 Cabrio, Mercedes E-Klasse Cabrio, Frontansicht Foto: Beate Jeske 43 Bilder

In seiner 5. Generation bekommt das BMW 3er Cabrio das Upgrade zum 4er. Ob es nicht nur eine Nummer größer ist, sondern auch eine große Nummer, zeigt das erste Treffen mit seinen Stoffdachrivalen Audi A5 und Mercedes E-Klasse.

06.11.2013 Sebastian Renz

Sonnen- und windgegerbte Stoffdach-Traditionalisten warfen früher blechdachigen Cabrio-Coupés gerne vor, man könne formal kaum erkennen, welche ihrer beiden versprochenen Karosserieformen sie nun am deutlichsten verfehlt haben. Und obwohl das bei manchen Modellen wegen des Staubedarfs des Daches durchaus nachvollziehbar erschien, galt das nicht für den BMW 3er. Deshalb entschied sich BMW dazu, hart zu bleiben – beim Dach des BMW 4er Cabrios.

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Vergleich BMW Vierer, Audi A5, Mercedes E-Klasse Eine Nummer größer
auto motor und sport 22/2013
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BMW 4er Cabrio mit Hardtop

Dafür gibt es eine lange theoretische Erklärung. Sie besagt, dass es mit 1er und 6er Cabrio schon zwei Softtops im Hause gebe und der BMW 4er von allen drei Viersitzern am ehesten als Erstauto genutzt werde, deshalb besonders hohe Ganzjahres-Alltagstauglichkeit brauche. Und dann gibt es einen kurzen pragmatischen Grund: Die Kunden wollen es. Vor allem in den USA, wo ein Auto nicht unbedingt in einer einheitlichen Tradition stehen muss, aber auch mal so abgesichert wie möglich nachts in der falschen Ecke von Los Angeles.

So sandwiched sich wieder die Heckscheibe des BMW 4er Cabrios auf dem Weg in den Kofferraum zwischen die beiden Dachschalen. Die haben unveränderte Abmessungen, weil der um 40 % verwindungsfestere Neue nicht nur das Konzept vom BMW 3er übernimmt, sondern gleich das ganze von Webasto zugelieferte Dach – nun bis zu zwei Dezibel leiser mit intensiverer Dämmung und besseren Dichtungen. Damit es auf den im Radstand um 5 Zentimeter gestreckten BMW 4er passt, zieht sich der Windschutzscheiben-Rahmen ein Stück weiter nach hinten. Und um mehr Kopfraum hinten zu schaffen, setzt das Dach um 0,5 Grad stärker nach oben angewinkelt an.

Tatsächlich kommen im Fond des BMW 4er Cabrios nun 2 Erwachsene weitstreckenbehaglich unter. Doch wichtiger als das bessere Raumangebot dürfte die verbesserte Funktionalität für die Kunden sein. Die störten sich bisher vor allem daran, dass sich der Kofferraum bei offenem Dach kaum beladen ließ – um die Golfbags einzupacken, musste man erst das Dach schließen.

BMW 4er Cabrio mit größerer Ladeöffnung als beim Coupé

Jetzt gibt es dafür eine Lösung, die Historiker unter uns entfernt an die dritte Generation des Honda CRX erinnert. Bei dem fuhr die Heckklappe hoch und schnappte sich mit Greifarmen das Hardtop, um es dann im Kofferraum zu verstauen. Beim offenen BMW 4er Cabrio heben sich auf Knopfdruck Heckklappe und Dachpaket um rund 20 Zentimeter an, geben eine Ladeöffnung frei, die sogar größer ist als beim 230 Kilo leichteren und 8.400 Euro günstigeren Coupé. Die serienmäßige Beladehilfe funktioniert über die Klapphydraulik, die nur um wenige Details wie einen E-Motor und 2 Vierergelenke erweitert werden musste.

Wie effizient sich das Ladevolumen des BMW damit nutzen lässt, zeigt sich im Vergleich mit dem Audi A5 Cabrio und dem Mercedes E-Klasse Cabrio. Obwohl das BMW 4er Cabrio das kleinste Volumen hat, passt nur in seinen Kofferraum ein großer Reisekoffer. Unter den – bei geschlossenem Dach hochklappbaren – Verdeckkästen von Audi und Mercedes findet nur flaches Gepäck Platz.

Beide hatten dem 3er Cabrio dagegen einen Nackenfön voraus. Den haben die Ingenieure nun auch in den kompakteren Vordersitzen mit integrierten Gurten untergebracht (400 Euro Aufpreis). Dazu gibt es weitere clevere Details wie die Aufbewahrungshalterung für das Windschott (360 Euro extra) in einer Nische hinter der umklappbaren Rücksitzlehne, die breite Durchlade oder das große Fach zwischen den Vordersitzen, das von der Zentralverriegelung abgesperrt wird.

Mercedes E-Klasse Cabrio mit Windschottsystem

Wobei es auch den Wettbewerbern nicht an Ideen fehlt. So fährt das Mercedes E-Klasse Cabrio das Aircap genannte Windschottsystem auf. Dabei heben sich ein eher aerodynamisch als ästhetisch ausgefeilter Abweiser auf dem Frontscheibenrahmen sowie die Fondkopfstützen samt integriertem Windschott. Das lenkt den Fahrwind so effektiv übers Auto, dass selbst Passagiere im engen Fond des Mercedes E-Klasse Cabrios ohne allzu struwwelige Turbulenzen fahren können. Allerdings verlängert der Abweiser den Scheibenrahmen, der großen Fahrern wie ein Brett vor dem Kopf steht.

Das Audi A5 Cabrio integriert seine Passagiere dagegen fast so tief ins makellos verarbeitete Cockpit wie das BMW 4er Cabrio. Auch hier lässt sich die Rücksitzlehne umklappen, das Windschott residiert allerdings nicht ganz so leicht erreichbar unter dem Ladeboden – eine Kleinigkeit nur, die das Audi A5 Cabrio locker mit seinem viel günstigeren Preis wettmacht. Während die gut ausgestattete Basisversion des BMW 4ers inklusive Xenonscheinwerfern und elektrisch verstellbaren Vordersitzen mit dem 184 PS starken Zweiliter-Turbo-diesel 46.300 Euro kostet, gibt es das Audi A5 Cabrio als 177 PS starken 2.0 TDI schon ab 42.750 Euro. Am teuersten kommt das Mercedes E 220 CDI Cabrio mit 170 PS für 48.790 Euro.

Ab März, dann auch mit Allrad

Neben dem 420d gibt es das BMW 4er Cabrio ab März mit dem Vierzylinder-Turbo im 428i (245 PS) oder als 435i mit Sechszylinder-Turbo und 306 PS. Dagegen bietet Mercedes den E mit drei Dieseln (170 bis 252 PS) und sechs Benzinern (184 bis 408 PS) an. Für den Audi A5 reicht das Leistungsspektrum der vier Benziner von 170 bis 450 PS, bei den vier Selbstzündern von 150 bis 245 PS. Fünf Motoren lassen sich zudem mit Allrad kombinieren, beim BMW nur der 428i, für die offene Mercedes E-Klasse gibt es keinen Vierradantrieb.

Wer sich übrigens darüber ereifert, dass BMW das Cabrio nun zum Vierer hochnummeriert, muss sich bei den Rivalen beschweren. Denn weil Audi das Cabrio auf Basis des A4 als A5 verkauft, Mercedes das auf C-Klasse-Fundament als E-Klasse, meinten die Münchner, sie sollten mal nachziehen. Immerhin ermöglicht uns das die unbestreitbare Feststellung, dass es noch nie ein besseres Vierer Cabrio von BMW gab.

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