BMW 5er Gran Turismo auf dem Autosalon Genf 2009

Aus PAS wird der BMW 5er Gran Turismo

BMW Concept 5er Gran Turismo

Als BMW PAS beschäftigte der neue BMW lange Zeit nicht nur die Erlkönigjäger. In Genf darf der PAS seine Tarnhüllen fallen lassen und sich als BMW Concept 5er Gran Turismo präsentieren.

Progressive Activity Sedan, so verkaufte BMW den neuen Reisewagen auf Basis der 5er-Reihe schon lange vor seinem Debüt. Auf dem Auto Salon in Genf darf sich der Gran Turismo, den BMW als Mix aus einer repräsentativen Limousine, einem modernen, vielseitig nutzbaren Sports Activity Vehicle und einem klassischen Gran Turismo sieht, erstmals offiziell dem Publikum vorstellen. Die Bayern hoffen, mit dem neuen Nischenmodell Kombi-Kunden genauso anzusprechen wie Limousinen- und SUV-Fahrer.

Variabler Laderaum und zweigeteilte Heckklappe

Neben den BMW-typischen Proportionen soll die coupé-artige Dachlinie eine elegant-sportliche Anmutung schaffen - trotz einer Karosserielänge von 4,998 Metern und seiner Höhe von 1,555 Metern. Zudem verfügt das Conceptcar über vier Türen mit rahmenlosen Fenstern.

Für Wohlbefinden bei den Passagieren soll die leicht erhöhte Sitzposition sowie der großzügig bemessene Innenraum sorgen. Ein Panoramadach erweitert den Freiraum visuell nach oben, die durchgehende Mittelkonsole sorgt für vier abgeschlossene Sitznischen. Variabel und praktisch machen den GT der von 430 auf bis zu 1.650 Liter erweiterbare Kofferraum und die zweiteilig ausgeführte Kofferraumklappe à la Skoda Superb. Dabei lassen sich die Fondsitze einzeln in Längsrichtung um bis zu zehn Zentimeter verschieben - dann wächst der Stauraum auf 570 Liter -  und deren Rückenlehnen und die dahinterliegende, zweiteilige Trennwand bei Bedarf umlegen.

Luxus im Innenraum

Weil der GT dennoch kein Handwerkerauto, sondern Luxuswagen sein will, hat BMW den Innenraum mit reichlich poliertem Metall, Leder, Keramik-Elementen und jeder Menge Edelholz verziert. Das klassische Kombiinstrument ersetzt ein Farbdisplay, auf dem sowohl klassische Rundinstrumente sowie fahrrelevante Status- und Funktionsanzeigen, Navigationshinweise, Check Control Meldungen, Bedienrückmeldungen und Service-Intervall-Anzeigen dargestellt werden können. Im Ruhezustand bleibt es schwarz. Der obligatorische iDrive-Controller findet seinen Platz zentral auf der Armaturentafel. Die verfügbaren Assistenzsysteme sind aus dem neuen 7er bekannt.

Preise noch ungewiss

Die von BMW-typischen Design-Merkmalen gekennzeichnete Karosse trägt für die Messe einen Sonderlack, der an flüssiges Metall erinnert. Kontrapunkte bilden die Bremssättel und die Innenseiten der Auspuffendrohre, die in Kupfer gehalten sind. Bewährt sind die Doppelscheinwerfer im GT-Gesicht, neu die Corona-Ringe in LED-Technik.

Die weit ausgestellten Radhäuser als Ausdruck von Kraft werden von 21" Zoll großen Leichtmetallrädern im Vielspeichendesign bewohnt. Neuland betritt BMW bei der Gestaltung des Hecks im Stile traditioneller Fastback-Coupés, das durch zwei Auspuffendrohre und ein angedeuteten Diffusor aufgewertet wird.

Die Antriebe unter dem GT-Kleid entstammen aus dem Konzernregal. Ab dem Start zu haben sein werden ein Dreiliter-Diesel mit 245 PS und ein Dreiliter-Biturbo-Benziner mit über 300 PS. Später soll noch der GT 540i nachgeschoben werden. Alle Motoren bedienen sich dabei der neuen Achtgang-Automatik. Auch eine Variante mit Hybrid-Antrieb gilt als sicher. Zu haben sein wird auch eine Allrad-Variante - ebenfalls als Option. Wohin die Preise des GT steuern ist allerdings noch ungewiss. In der Lücke zwischen BMW 5er und BMW 7er angesiedelt, dürften sich die Preise im Bereich über 60.000 Euro einpendeln.

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Uli Baumann

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