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BMW 7er

Die Produktion hat begonnen

Sein Verkaufsstart ist erst am 15. November. Die Produktion des neuen BMW 7er hat deswegen schon am 1. September begonnen. Geburtsort des bayerischen Flaggschiffs ist das größte BMW-Werk der Welt in Dingolfing. auto-motor-und-sport.de hat einen genauen Blick auf die Fertigung des Flaggschiffs geworfen.

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Bis zum Jahresende sollen noch 10.000 Einheiten des neuen Flaggschiffs hergestellt werden, im vollen Produktionsjahr dann um die 60.000. Die Fertigungszeit eines 7ers liegt bei 56 Stunden.

20.000 BMW-Mitarbeiter arbeiten am Standort Dingolfing, dem zweitältesten Werk des Konzerns, das die Münchener 1967 gekauft haben. 14.000 Mitarbeiter arbeiten heute in der Fertigung - etwa 290 Tage im Jahr. 2007 haben sie 283.000 Einheiten des BMW 5er, 6er und 7er gefertigt - inklusive jener "Baukästen", die in die kleinen BMW-Montage-Werke in Ägypten und Thailand geschickt werden, wo der 7er ebenfalls in kleinen Volumen für die lokalen Märkte montiert wird.

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Die wichtigsten Stationen der Produktion:

Presswerk
Im 80.000 Quadratmeter großen Presswerk entstehen täglich mehr als 1,6 Millionen Karosserieteile aus verzinktem Stahlblech oder Aluminium für alle in Dingolfing gefertigten BMW-Modelle. Bis zu 90 Meter lange Pressenstraßen verformen die Platinen vollautomatisch zu Dächern, Türen und ganzen Seitenrahmen. Pro Tag werden hier 1.600 Tonnen Alu und Stahl verarbeitet.

Lackiererei
In der Lackiererei erhält die Rohkarosserie des BMW 7ers ihren individuellen Anstrich. Und dabei kommt es nicht nur auf die Farbe und den dauerhaften Glanz an. Korrosionsschutz, Dichtheit und die Innenraumakustik werden hier jedem BMW 7er verliehen. Um den Lack flächendeckend und gleichmäßig aufzutragen, nutzen die Bayern die sogenannte "Pulverklarlack-Technologie": Der elektrisch aufgeladene Lack wird von der Karosserie wie ein Magnet angezogen. Das Pulver ist frei von Lösemittel und Wasser. Das Material wird zu fast 100 Prozent genutzt, denn alles, was auf den Boden fällt, wird aufgefangen und nochmals verwendet, betonen die beiden Verantwortlichen: Volker Giese, Spezialist für die Prozesse, Kleben, Lackapplikation in der Lackiererei, sowie Walter Reif, der hier als Fertigungsleiter für den Bereich Aluminiumdach-Kleben wirkt.

Montage
In der Montage laufen derzeit rund 1.200 Einheiten des 5er, 6er und 7er von insgesamt zwei Bändern. Eines davon ist rein für den 5er reserviert, das zweite ist so flexibel, dass es neben dem 6er und 7er notfalls auch den 3er integrieren könnte. "Man kann dieses Band als reinste Multi-Kulti-Linie bezeichnen", sagt Werksleiter Wolfgang Stadler stolz. Denn neben den Standard-Modellen laufen hier jeweils auch ihre M- und Alpina-Versionen- bis hin zu den gepanzerten Sicherheitsvarianten, dem 7er High Security, oder dem Hydrogen 7. Dabei übernimmt die Dingolfinger Mannschaft sogar einen Teil der Sitzfertigung selbst, statt sie an Zulieferer auszulagern: Rund 600 Lederarten und -farben in 40.000 verschiedenen Varianten stehen hier zur Verfügung.

Bis zu 330 Einheiten pro Tag

Die Produktion des neuen 7er soll noch bis Jahresende auf 300 Einheiten pro Tag hochgefahren werden; kommendes Jahr sollen es dann bis zu 330 Stück werden. "Und zwar in höchster Qualität", betont Werksleiter Stadler. Denn die Qualität wird nicht dem Zeitdruck unterworfen. Dabei arbeiten die Dingolfinger unter erschwerten Bedingungen, denn das neue Flaggschiff ist vollgepackt mit neuen Assistenzsystemen - und die brauchen viel Elektronik und Strom. "Selbst nach einer Standzeit von acht Wochen muss ein BMW noch anspringen", betont Franz Josef Singer, Leiter Anlauf und Qualitätsmanagement im Dingolfinger Werk. Im Gegensatz zum Vorgängermodell wird das nun vom ersten Modell an gesichert sein. "Auch dafür haben wir schon in den 18 Monaten vor dem offiziellen Produktionsstart am 1. September 680 Vorserienfahrzeuge gefertigt", betont Singer. Diese landen nicht in der Schrottpresse, sondern im Werksverkehr, als Dienstwagen und in der Qualitätssicherung.

Qualitätsprüfungen weiter verschärft

"Wir haben alle Qualitätsprüfungen weiter verschärft", betont Stadler. "Beim neuen 7er haben wir rund 3.500 Prüfschritte, das sind doppelt so viele wie bei seinem Vorgänger. Die fast 700 Vorserienfahrzeuge, die wir seit Mitte Juli gefertigt haben, belegen, dass wir uns mit dem 7er schon von Anfang an auf einem Qualitätsniveau bewegen, dass wir beim Vorgängermodell erst im Verlauf des Lebenszyklus erreicht haben."

"40.000 Besucher im Jahr", resümiert Werkssprecher Alexander Bachner stolz, "strömen jedes Jahr zu uns, um sich diese Produktion anzuschauen."


Mehr zur Historie des BMW-Werks in Dingolfing

Mehr über:
BMW | BMW 7er

Autor: Harald Hamprecht
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