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BMW Absatzkrise

BMW schraubt Erwartungen und Produktion zurück

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Der Autobauer BMW rechnet auch in diesem Jahr mit einem Absatzrückgang und fährt seine Produktion weiter zurück. "Wir gehen nicht davon aus, den Automobilabsatz des Jahres 2008 zu erreichen", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Mittwoch (18.3.) auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in München.

18.03.2009

Produktion wird zurückgefahren

Im vergangenen Jahr waren 1,435 Millionen Fahrzeuge verkauft worden. Die Produktion wird daher weiter zurückgefahren. Eine Ergebnisprognose für 2009 wagte Reithofer  nicht. "2009 wird ein Übergangsjahr, für das derzeit keine verlässlichen Ergebnisaussagen möglich sind." Die Börse reagierte am Morgen skeptisch. Im frühen Handel verlor die BMW-Aktie 2,1 Prozent auf 22,37 Euro.

BMW rückt von seinem Absatzziel für das Jahr 2012 ab. "Ich gehe momentan nicht mehr davon aus, dass wir im Jahr 2012 1,8 Millionen Fahrzeuge verkaufen", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. Wahrscheinlich werde BMW mindestens 100.000 Einheiten unter dem ursprünglichen Ziel bleiben. Erst 2010 sei mit einer wirtschaftlichen Erholung zu rechnen. Die derzeitige Maxime sei deshalb, das Geld zusammenzuhalten. "Eine solide finanzielle Basis und hohe Liquidität sind die Grundlage, um unternehmerisch handlungsfähig zu sein." BMW stehe hier gut da. Ende vergangenen Jahres hätten rund 8,1 Milliarden Euro in der Kasse gelegen.


An den langfristigen Zielen ändere sich trotz der aktuellen Marktschwäche nichts, betonte Reithofer. Ziel sei eine operative Rendite von 8 bis 10 Prozent im Autogeschäft bis zum Jahr 2012. Im vergangenen Jahr hatte BMW hier wegen hoher  Sonderbelastungen durch den Personalabbau und den Verfall der Gebrauchtwagenpreise nur 1,4 Prozent geschafft. Bereinigt um diese Posten waren es 4,2 Prozent.

Kurzarbeit wird fortgesetzt
 

Die Produktion wird nun weiter gedrosselt. Die Kurzarbeit an den Standorten Regensburg und Dingolfing werde auch im April und Mai fortgesetzt, sagte Reithofer. "So sichern wir die Beschäftigung unserer leistungsfähigen Stammbelegschaft, die wir für die nächste Wachstumsphase dringend benötigen." Ein Sprecher ergänzte auf Anfrage, dadurch würden nochmals etwa 40.000 Fahrzeuge weniger gebaut als ursprünglich geplant. Bereits im Februar und März hatte BMW den Ausstoß um etwa 38.000 Autos gesenkt. Ob auch in der Motorenproduktion in München die Kurzarbeit verlängert wird, ist noch nicht entschieden.

Gewinn stürzte um 90 Prozent ab

Der weltweite Absatz von BMW war im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf 1,435 Millionen gesunken. Besonders in den vergangenen Monaten war die Nachfrage aber deutlich eingebrochen. Über die Eckzahlen für 2008 hatte BMW bereits in der vergangenen Woche informiert. Während sich die Einbußen bei Umsatz und Absatz dank eines guten Starts ins Jahr noch in Grenzen hielten, stürzte der Gewinn um 90 Prozent ab auf nur noch 330 Millionen Euro. Grund waren vor allem Rückstellungen für zurückkehrende Leasingfahrzeuge, die derzeit bei weitem nicht den kalkulierten Restwert erzielen. Hinzu kamen Ausgaben für den Personalabbau im vergangenen Jahr.

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