BMW, Audi, Mercedes: Premiumhersteller mit Absatzeinbußen

Die deutschen Premiumhersteller stecken nach dem schlechten Start ins Jahr weiter in der Absatzkrise. Audi verkaufte im Februar elf Prozent weniger Autos, bei Daimler und BMW schrumpfte der Absatz sogar um rund ein Viertel.

Im Februar brachen die weltweiten Verkäufe von Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24,4 Prozent auf 80.453 Fahrzeuge ein, wie das Unternehmen am Montag (9.3.) in München mitteilte. Damit konnte der weiß-blaue Autobauer nicht von der Abwrackprämie für ältere Fahrzeuge profitieren, die bei anderen Herstellern teils für einen Käuferansturm gesorgt hat. Auch in den ersten beiden Monaten dieses Jahres zusammen verkaufte BMW mit 150.838 Fahrzeugen fast ein Viertel weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum.

BMW prüft Ausweitung der Kurzarbeit

BMW kämpft wie andere Hersteller seit vergangenem Herbst mit massiven Absatzproblemen wegen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Bereits auf dem Genfer Autosalon hatte BMW-Chef Norbert Reithofer signalisiert, dass sich die Verkäufe im Februar ähnlich schwach entwickelt haben wie im Januar, als der Absatz bereits um 24 Prozent nachgegeben hatte. Das Unternehmen prüft deshalb eine Ausweitung der Kurzarbeit auch nach dem März. Bisherigen Planungen zufolge wollte der Konzern die Produktion im Februar und März um rund 38.000 Fahrzeuge drosseln, zuletzt waren rund 27.000 Beschäftigte an den Standorten Dingolfing, Regensburg, München, Landshut und Berlin von Kurzarbeit betroffen.    

Im Februar büßte vor allem der Kleinwagen Mini ein, bei dem es ein Absatzminus von 27,2 Prozent auf 11.583 Einheiten gab. Hoffnungen setzt das Unternehmen jetzt auf das neue Mini Cabrio, das von Ende März an die Modellpalette ergänzen und den Absatz voranbringen soll. Die Auftragseingänge für das neue offene Modell seien bereits "sehr vielversprechend", hieß es.    

Bei der Kernmarke BMW gaben die Verkäufe im Februar um 23,9 Prozent auf 68.803 Fahrzeuge nach, in den ersten beiden Monaten belief sich das Absatzminus hier auf 23,1 Prozent. Damit habe sich die Marke BMW aber noch immer besser geschlagen als das gesamte Premiumsegment, das Hochrechnungen zufolge um 27 Prozent rückläufig gewesen sei. "Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen will die BMW Group auch 2009 der weltweit führende Anbieter von Premiumautomobilen bleiben, und nach den ersten zwei Monaten des Jahres sind wir hier auf einem guten Weg", erklärte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson. Regional fiel die Absatzentwicklung unterschiedlich aus.     

Erfolgreicher in China

Während BMW in den reifen Märkten die Krise durch empfindliche Einbußen zu spüren bekam, legten die Verkäufe beispielsweise in China um 10,1 Prozent auf 4.880 verkaufte Autos zu. Auch für die Marke Rolls-Royce konnte das Unternehmen mehr Käufer gewinnen. Im Februar wurden 67 Exemplare der Luxus-Limousine in Kundenhand übergeben und damit zehn mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten beiden Monaten lag der Absatz mit 104 Rolls-Royce ebenfalls über dem Vorjahreszeitraum von 98 verkauften Einheiten.

Daimler lieferte im Februar 72.200 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, AMG, smart und Maybach aus. Das sind 25,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Besonders schmerzhaft fiel erneut der Rückgang bei der Kernmarke Mercedes-Benz aus. Hier gab es im Vergleich zum Februar 2008 ein Minus von 28 Prozent auf 63.600 Autos. Damit trifft die Autokrise Daimler wie auch die anderen deutschen Premiumhersteller BMW und Audi weiter mit voller Wucht.

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dpa

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