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BMW auf der EICMA

Elektro-Superbike und Basis-Single

11/2015 BMW Motorrad Versuchsträger eRR Foto: BMW 14 Bilder

BMW präsentiert auf der italienischen Motorradmesse als Zukunftsausblick das Elektro-Superbike eRR. Deutlich habhafter ist das kommende Einzylinder-Einstiegsmodell der Bayern – die G310 R.

12.11.2015 Uli Baumann

Elektromobilität ist nicht nur bei Autos ein Zukunftsthema. Bei BMW, die auch Motorräder bauen, rückt der E-Antrieb auch bei den Zweirädern immer mehr in den Fokus. Auf der Motorradmese EICMA haben die Bayern jetzt den Versuchsträger eRR vorgestellt.

Das Superbike mit reinem Elektroantrieb wurde zusammen mit der TU München entwickelt. Als Basis diente BMW das erfolgreiche Serienmodell S 1000 RR, das mit einem rund 200 PS starken Einliter-Vierzylinder-Viertakt-Verbrenner ausgerüstet ist. Der konventionelle Antrieb flog raus, ein potenter E-Motor zog ein ins Aluchassis. Ansonsten ähnelt die eRR stark der Basis. Auf den Null-Emissions-Antrieb weisen lediglich die grün-weiße-Farbgebung sowie das Fehlen einer Auspuffanlage hin. Zur Technik des Versuchsträgers machen die Bayern allerdings keine Angaben. Nur soviel wurde publiziert. Bereits der serienmäßige Elektroscooter BMW C Evolution ledert das 200-PS-Verbrenner-Bike im Sprint bis 60 km/h ab. Die eRR dürfte da noch ein paar Schippen drauflegen.

BMW G310 R ist neues Einsteigermodell

Kleinere Brötchen backt BMW mit der neuen G310 R, die als Einstiegsmodell vor allem gegen KTM anstinken soll und mit der sich BMW in der Neuzeit erstmals unter 500 ccm wagt. Der 313 ccm große Einzylinder arbeitet mit Vierventiltechnik und Einspritzung. Markant machen ihn der nach hinten geneigte Zylinder sowie der vorne liegende Einlass. Wird der Single bis 9.500/min gedreht, so soll er 34 PS und 28 Nm Drehmoment abgeben. Maximal soll der Einzylinder 10.500/min aushalten. Geschaltet wird per Sechsgang-Getriebe. Eine Ausgleichswelle hält die Vibrationen im Zaum.

Die Optik der 158,5 Kilogramm schweren BMW G310 R orientiert sich an einem gemäßigten Supermoto-Look. Im Stahlrohrrahmen stecken vorne eine 41er Upside-Down-Gabel (140 mm Federweg), hinten eine Aluschwinge mit direkt angelenktem Federbein (131 mm Federweg). Serienmäßig ABS-unterstützte Bremspower liefern eine 300er Scheibe mit Vierkolben-Festsattelzange vorn und eine 240er Disc mit Zweikolben-Schwimmsattel hinten. Das Anzeigengeschäft übernimmt ein Flüssigkristalldisplay. Die 17-Zoll-Gussräder sind vorne mit einem 110/70er Pneu und hinten mit einem Reifen der Dimension 150/60 bestückt. Die Sitzhöhe kann mit verschiedenen Sitzbänken zwischen 760 und 815 mm variiert werden. Ab Werk ist eine 785 mm-Version montiert.

Gefertigt wird die BMW G310 R bei Kooperationspartner TVS Motor Company in Indien. Preise wurden noch nicht genannt.

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