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BMW bleibt vorsichtig

Dauerhafter Aufschwung in weiter Ferne

Foto: BMW

Von den Milliardengewinnen früherer Jahre ist BMW noch weit entfernt. Dennoch fährt der Autobauer nach zwei Krisenjahren wieder Erfolge ein. Die Aktionäre freut das, doch Konzernlenker Norbert Reithofer bleibt vorsichtig.

18.05.2010

BMW bleibt trotz deutlich besserer Zahlen in den vergangenen Monaten nur vorsichtig optimistisch für 2010.

Reithofer: "In Europa brennt es schon wieder"

Die Realwirtschaft beginne zwar, sich zu erholen. "Dennoch sind wir weit von einem dauerhaften Aufschwung entfernt", sagte Konzernchef Norbert Reithofer am Dienstag (18.5.) auf der Hauptversammlung des Autobauers. "In Europa brennt es schon wieder." Schulden drohten Staaten zu erdrücken, der Euro müsse mit einem gigantischen Hilfspaket gerettet werden. "Die Krise ist noch nicht vorbei", warnte Reithofer. 

Zugleich bekräftigte Reithofer die Jahresziele des Konzerns. BMW will in diesem Jahr weltweit mehr als 1,3 Millionen Autos verkaufen und unter dem Strich mehr verdienen als im schwachen Vorjahr. "Diese Ziele steuern wir konsequent an", sagte Reithofer. In den ersten drei Monaten verdienten die Münchner mehr Geld als im gesamten Vorjahr: Zwischen Januar und März fuhr BMW einen Gewinn von 324 Millionen Euro ein - 2009 waren es insgesamt 210 Millionen Euro.  

Abwrackprämie hat BMW Chancen verbaut

Auch beim Absatz konnte das Unternehmen im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum deutlich zulegen. Von den Erfolgen des Jahres 2007 mit einem Gewinn 3,1 Milliarden Euro und rund 1,5 Millionen verkauften Fahrzeugen sind die Münchner allerdings noch weit entfernt. BMW sei trotz aller Schwierigkeiten dennoch gut durch die schwere Branchenkrise gekommen, sagte Reithofer. "Wir haben uns auf unsere Stärken besonnen, auf unser Durchhaltevermögen - und nicht nach dem Staat gerufen", sagte er. BMW habe zwar durchaus von Regelungen wie der Kurzarbeit profitiert, habe zugleich aber auch die Abwrackprämie aushalten müssen. "Sie hat uns Chancen verbaut", sagte der Konzernchef.

Reithofer fordert Subventionen für Elektroautos

Ein stärkeres Engagement des Staates forderte Reithofer erneut bei der Förderung von Elektroautos und alternativen Antrieben. "Wer Abwrackprämien finanziert, kann doch auch in grüne Zukunft investieren." Bislang warte die Branche noch auf die richtigen Anreize. BMW hat bislang eine Elektro-Testflotte der britischen Tochter Mini im Einsatz. 2011 sollen auch Erprobungsfahrzeuge der Marke BMW mit Elektroantrieb folgen. 2013 soll dann das sogenannte "Megacity Vehicle" als erstes BMW-Serienfahrzeug mit reinem Elektroantrieb auf den Markt kommen. 

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