BMW Concept Car: Hommage an das 328 Coupé

BMW zeigt zur Mille Miglia eine Studie, die nicht nur eine Hommage an das BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé sein soll, sondern auch die "technischen Möglichkeiten“ von heute mit "zukunftsweisenden gestalterischen Perspektiven“ vereinen will.

Will sagen: Die Studie erinnert im Design an den BMW 328 und an den einzigen Mille Miglia-Sieg der Münchener im Jahre 1940, die technische Basis bildet der BMW Z4 M Roadster und im Innenraum durften sich die Designer austoben, ohne Konzessionen an Machbarkeit und Kosten.

Doch zurück zum atemberaubenden Design: Das Einzelstück kommt für einen Sportwagen typisch mit einer langgezogenen Motorhaube, geschwungenen vorderen Radhäusern und weit zurückgesetzter Fahrgastzelle mit geteilter Windschutzscheibe daher. Die hinteren Kotflügel verdecken zwecks besserer Aerodynamik die 20 Zoll großen Leichtmetallräder mit Reifen der Größe 254/40 fast vollständig. Ziel der Ingenieure war, die Luftströmung harmonisch und verwirbelungsfrei bis zum Heck zu führen. Dafür sorgen auch die fünf Lufteinlässe in der Höhe der A-Säule, die die Luftströmung am Vorderwagen regulieren, die Kühlluft wieder ausstoßen und zudem optische Akzent setzen sollen.

LED-Bremsleuchten und aufschwingende Kanzel

Nur ein schmales Fensterband ermöglicht den vorderen und den seitlichen Blick auf die Rennstrecke, nach hinten kann nur durch ein kleines "Guckloch“ die Konkurrenz im Auge behalten werden. Die schauen auf ein puristisches Heck, das sich stromlinienförmig zupfeilt. Im "Heck-Knick“ verläuft asymmetrisch ein LED-Bremsleuchten-Band. Das optische Highlight der Studie ist jedoch die bullige Front mit der schmalen langgezogenen Niere und den aufgesetzten runden LED-Scheinwerfern.

Den Zugang zum puristischen Innenraum macht BMW ein wenig schwer. Die gesamte Kanzel schwingt nach oben und nötigt den beiden Passagieren eine Turnübung ab. Den Verzicht auf Türen begründet BMW mit einer höheren Torsionssteifigkeit und Gewichtsersparnis. Schließlich ist die gesamte Karosse aus CFK gefertigt und in Feinsilber lackiert.

Im Inneren angekommen, erwarten die Insassen Edelstahl, Rindsleder und Lycra-Gewebe sowie ein neues Innenraum-Konzept. Fugen und Konturen übernehmen eine eigene Funktionalität, zum Beispiel als zusätzliche Ablagemöglichkeiten. BMW verzichtet zudem auf Ringe, Rahmungen und Dekorleisten. Beschriftungen, Logos und Symbol sind direkt per Laser ins jeweilige Metall gebrannt.

Als Basis für die Mille Miglia-Studie musste der BMW Z4 M Roadster herhalten. Fahrwerk und Motor des Z4 wurden in die 23 Zentimeter längere, 14 Zentimeter breitere und vier Zentimeter flacherer Studie verplanzt - die Leistung des Aggregats blieb indes gleich: Aus 3.246 Kubikzentimeter Hubraum holt der Reihensechszylinder 343 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 365 Nm bei 4.900/min. zur Verfügung. Doch trotz der Verbindung von Gegenwart und Zukunft soll die Studie kein Vorbote für künftige Serienmodelle sein. Allerdings räumt BMW-Entwicklungschef Burkhard Göschel ein, dass "der 328 keine Eintagsfliege" bleibt.

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hwi

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