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BMW

Die Nerven liegen blank

Im Lager der Bajuwaren ist der Konkurrenzkampf zwischen den Fahrernvoll entbrannt. Robert Kubica und Nick Heidfeld zeigen im teaminternen Duell Nerven.

11.04.2007 Powered by

Eigentlich ist Nick Heidfeld ein extremer Leisetreter. Kaum ein lauter Ton oder böses Wort entfährt dem Mönchengladbacher. Doch angesichts eines auslaufenden Vertrages zum Saisonende und der drohenden Entlassung zugunsten von Robert Kubica und Sebastian Vettel trotz starker Leistungen mault auch der stille Nick öffentlich herum.

Dass er nach einer durch Pannen total verkorksten Testwoche in Sepang ausgerechnet dem drohenden Nachfolger Vettel das Auto im erstenTraining abtreten musste, und so noch weniger Fahrpraxis bekam, wurmte Heidfeld. "Ich habe schon mehrfach gesagt, was ich davon halte", knurrte er und verwies darauf, dass der Sportchef das eben so entschieden habe.

Aufmüpfigkeit nicht gefragt

Der bleibt zumindest äußerlich gelassen: "Das ist Nicks gutes Recht", sagt Mario Theissen über die Beschwerde seines zur Zeit besten Pferdes im Stall. Doch Theissen ist kein Freund aufmüpfiger Fahrer. Als sich Heidfeld zum Saisonende 2006 gegen den starken Robert Kubica nicht an die Teamorder hielt, zog ihm Theissen die Ohren lang.

Heidfeld wähnt Theissen eindeutig im Lager der Kubica-Fans und dem kleinen Mann aus Rheydt stinkt es, ständig als die graue Maus der Formel 1verunglimpft zu werden. Heidfeld verweist gern darauf, dass seine Bilanz gegen anerkannte Größen wie Kimi Räikkönen und Felipe Massa positiv ist.

2:0 für Heidfeld

0:2 im Rückstand liegt zur Zeit Robert Kubica im teaminternen Duell. Dem Polen gingen in Malaysia gleich mehrmals die Gäule durch, als erhilflos mitansehen musste, wie Heidfeld trotz weniger Übung und schlechterer Abstimmung vor ihm herumturnte, weil Kubica im Abschlusstraining durch einen Taktikfehler des Teams seine entscheidende schnellste Runde nicht mehr fahren konnte.

Nach einer Startkollision (er fuhr ausgerechnet Heidfeld ins Heck) klagte Kubica über ein erbärmliches Fahrverhalten, doch die BMW-Ingenieure analysierten, dass Kubica auch mit angeknackstem Frontflügel zunächst ansprechende Rundenzeiten fuhr.

Ausgerechnet Rosberg

Dochdann wurde der Mann aus Krakau ausgerechnet von Nico Rosberg überrumpelt, von dem Kubica hinter vorgehaltener Hand nicht die allergrößte Hochachtung hat. Danach war Kubica völlig von der Rolle. Gegen Rennmitte beklagte er einen Reifenschaden, die Ingenieure stellten fest, dass er sich denselben lediglich eingebildet hatte.

Zu guter letzt schimpfte Kubica, dass ausgerechnet in der Hitzeschlacht von Sepang seine Trinkflasche staubtrocken gewesen sei. Das Team relativierte: Zumindest ein halber von 1,5 Litern war in der Flasche. Ein Versehen, das übrigens auch Nick Heidfeld traf.

Sebastian Vettel: "So schnell wie möglich"

Zuallem Überfluss muss beim kommenden Rennen in Bahrain wieder Kubica im ersten Training sein Auto für Sebastian Vettel hergeben. In der Hitze der Teamkollegenschlacht bliebt das BMW-Nesthäkchen ganz cool: "Ich will so schnell wie möglich einen Stammplatz", lässt er trocken verlauten.

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