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BMW geht nach Leipzig (update)

autouniversum - BMW hat sich bei der Wahl zum neuen Produktionsstandort für den 3er für Leipzig entschieden.

18.07.2001

Der bayerische Automobilhersteller BMW baut sein neues Werk in Leipzig. In dem rund zwei Milliarden Mark teuren Werk und bei Zulieferern entstehen nach Angaben des Münchner Autoherstellers bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze. In der neuen Fabrik soll voraussichtlich Ende 2003 die Produktion der 3-er Reihe anlaufen, die derzeit noch in Regensburg heimisch ist. Die IG Metall begrüßte die Entscheidung. Die Ansiedelung BMWs in Leipzig sei "gut für Sachsen und ganz Ostdeutschland".

Leipzig setzt sich gegen mehr als 200 Wettbewerber durch

BMW gab seine Entscheidung nach monatelangen Verhandlungen und Spekulationen über den neuen Standort heute in München bekannt. Außer Leipzig waren zuletzt noch die Städte Schwerin, Augsburg, Kolin (Tschechien) und Arras (Frankreich) im Rennen. Anfangs hatten sich mehr als 200 Städte und Regionen im In- und Ausland um die Ansiedelung des bayerischen Autoherstellers beworben.

Staatliche Zuschüsse gaben den Ausschlag

Die Wahl fiel jedoch unter anderem wegen der hohen staatlichen Zuschüsse auf Leipzig. Dort wird BMW voraussichtlich die höchstmögliche Förderung von 35 Prozent erhalten. Auch beim Grundstückspreis, der Verkehrsanbindung und dem Arbeitskraftpotenzial schnitt Leipzig besser ab als die Mitbewerber. Das künftige BMW-Werk wird auf einem rund 620 Hektar großen Grundstück in der Nähe der Autobahnen Dresden-Halle und München- Berlin entstehen.

Enttäuschung bei den anderen Bewerbern

In Schwerin und Augsburg platzte mit der BMW-Entscheidung der Traum von der Milliardeninvestition. "Wir sind natürlich enttäuscht", sagte der Augsburger Wirtschaftsreferent Johannes Hintersberger. Trotzdem wolle sich die Stadt nun nicht in die Jammerecke stellen. Es sei bereits ein großer Erfolg, unter mehr als 200 Bewerbern in die Runde der letzten fünf gekommen zu sein. Augsburg war nach Angaben von BMW an den hohen Grundstückskosten gescheitert, die um mehrere 100 Millionen Mark über denen von Mitbewerbern lagen. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte sich persönlich für Augsburg eingesetzt.

Gegen die Ansiedelung in Schwerin sprach unter anderem die große Entfernung zu den BMW-Stammwerken in Bayern. Auch den beiden ausländischen Kandidaten Kolin und Arras wurden zuletzt nur noch geringe Chancen eingeräumt. Zwar hätte BMW dort für das Grundstück und die Lohnkosten wesentlich weniger bezahlen müssen als in Deutschland. Allerdings wurde der Mangel an qualifiziertem Personal und die Fremdsprache als Problem angesehen.

Neben den drei Stammwerken in Bayern hat BMW bereits mehrere Produktionsstätten in anderen Regionen. Das größte deutsche Werk außerhalb Bayerns ist die Motorrad-Fertigung mit 3.000 Beschäftigten in Berlin. Daneben hat BMW weitere Teile-Produktionsstätten - unter anderem in Eisenach und Wackersdorf.

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