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BMW

Gewinn rückläufig

Foto: BMW

Der Autobauer BMW hat im ersten Quartal wegen der internationalen Finanzkrise und Kosten für den geplanten Stellenabbau einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. "Wir haben verschärfte wirtschaftliche Belastungen zu tragen", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer am Dienstag (29.4.) in einer Telefonkonferenz.

29.04.2008

Insbesondere in den USA sei die Situation derzeit schwierig. Die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigte er aber. Dafür will BMW zwar weiter auf die Kosten achten, aber ohne weitere Stellenstreichungen auskommen. "Über den bereits kommunizierten Stellenabbau hinaus gibt es derzeit keine konkreten Pläne und schon gar keine Beschlüsse über einen weiteren Stellenabbau."

BMW hatte bereits vergangene Woche vor Belastungen in Höhe von 236 Millionen Euro gewarnt. Zur Begründung hieß es, im Zuge der Finanzmarktkrise seien vor allem in Nordamerika die Preise für Gebrauchtwagen gesunken und damit auch die Erlöse für Autos, die aus Leasingverträgen zurückkommen. BMW muss nun für Kreditausfälle und mögliche Wertminderungen bei Leasingfahrzeugen Geld zur Seite legen. Mit dem eingeplanten Geld seien mögliche Risiken nach jetzigem Stand der Dinge ausreichend abgesichert, sagte Reithofer. Dennoch sei die Entwicklung schwer abzuschätzen. "Sollte es 2008 nicht zu einer Erholung der Märkte kommen, insbesondere bei Gebrauchtwagen, könnte es sein, dass wir die Risikovorsorge erhöhen müssen."

Neben den Auswirkungen der Finanzkrise fielen bei BMW auch Kosten für den geplanten Stellenabbau an. Finanzvorstand Michael Ganal bezifferte sie auf 40 Millionen Euro. Im Laufe dieses Jahres dürften aber weitere Ausgaben hinzukommen. "Wir werden über das ganze Jahr einen Betrag im unteren dreistelligen Millionenbereich sehen", sagte Ganal. BMW will bis 2012 sechs Milliarden Euro Kosten einsparen und hatte im Zuge dieses Programms Ende Februar auch den Abbau von 8.100 Arbeitsplätzen angekündigt.

Insgesamt schlugen die Sondereffekte in Höhe von insgesamt 276 Millionen Euro im ersten Quartal deutlich aufs Ergebnis durch. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr von 912 auf 827 Millionen Euro. Ohne die Belastungen hätte das Ergebnis laut BMW aber bei 1,063 Milliarden Euro gelegen. Der Vorsteuergewinn gab von 852 auf 641 Millionen Euro nach. Unterm Strich verdiente BMW mit 487 Millionen Euro 100 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Besser sah es beim Umsatz aus. Er stieg angesichts der guten Verkaufszahlen um mehr als 11 Prozent auf knapp 13,3 Milliarden Euro. Im ersten Quartal war der Absatz der drei Konzernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce um 5,6 Prozent auf knapp 352.000 Fahrzeuge gestiegen. Für den April zeichne sich ein Absatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich ab, sagte Reithofer. "Wir sind und bleiben stark am Markt." Reithofer bestätigte daher auch die Planungen für das laufende Jahr. So soll das Vorsteuerergebnis über dem bereinigten Vorjahreswert von 3,78 Milliarden Euro liegen. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge soll nach gut 1,5 Millionen im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert steigen. Bis 2012 will BMW die Absatzmarke von 1,8 Millionen Fahrzeugen knacken.

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