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BMW GINA

Stoff zum Träumen

Zur Eröffnung des neuen BMW Museums geben die Bayern ordentlich Stoff und zwar in Form der visionären Studie GINA, die statt einer konventionellen Metallaußenhaut ein flexibles Hightech-Textilkleid trägt.

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Foto: BMW

Was sich anhört wie der Kosename einer italienischen Schönheit, ist nüchtern betracht die Kurzform eines Design-Konzepts. GINA steht völlig unemotional und schlicht für Geometrie und Funktionen in N-facher Ausprägung, einem Prinzip, mit die BMW-Designer herkömmliche Automobilmachart vergessen lassen wollen. Neu ist GINA allerdings nicht. Das Visionsmodell enstand schon lange vor den aktuellen Z4-Modellen, die zahlreiche Produktionstechniken der Vision übernommen haben. BMW nutzt lediglich die Gunst der Stunde und kombiniert deren Coming-Out mit der Eröffnung des neuen Museums.

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Schlagworte

BMW · Studie · GINA · Stoff · Museum

Metallskelett mit Textilüberzug

Auch wenn sie nicht mehr die Jüngste ist, sehenswert ist GINA dennoch. So trägt das Visionsmodell ein metallisches, aber bewegliches Korsett, das mit mit einer Hightech-Textile überspannt wird. Die flexible Faser sorgt für eine straffe Oberfläche, sorgt aber bei Bedarf auch für ausreichend Bewegungsfreiraum. Insgesamt gliedert sich der Roadster in die Segmente Türen Front- und Heck. Einzelne Elemente der Unterstruktur sind beweglich angeordnet und werden elektrisch und elektrohydraulisch bewegt. Als weitere Idee werden einzelne Karosseriefunktionen erst dann freigegeben, wenn sie wirklich benötigt werden.

Stoffe dehnen und bewegen sich

Die Scheinwerfer zum Beispiel sind solange in der Front verborgen, bis sie vom Fahrer aktiviert werden, dann öffnen Stellmotoren die entsprechenden Schlitze und lassen die Lichtelemente hervortreten. Ähnliche Möglichkeiten bietet das Heck, wo ein Zusatzspoiler sich bei Bedarf aus der homogenen Karosserieform herausheben könnte, ohne seine Mechanik preis zu geben. Auch kann bei erhöhtem Kühlluftbedarf die vordere Niere ihre Nüstern weiter aufspannen.

Zugang zu Servicepunkten unter der Motorhaube bieten eingearbeitete Öffnungen, die ansonsten unsichtbar in der Karosse verschwinden.

Variabilität ist aber auch das Zauberwort für die Innenraumgestaltung. Auch hier wechseln Sitze, Lenkrad und Instrumente nur bei Bedarf von einer Ruhe- in eine aktive Position.

Neben den Hightech-Featuren bietet der GINA aber auch Konventionelles: das Chassis bildet ein Alu-Spaceframe, in den Radhäuser drehen sich 20 Zoll-Leichtmetallfelgen und am Heck teilen sich ein Carbondiffusor und zwei Auspuffendrohre den vorhandenen Platz.

Autor: Uli Baumann
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