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BMW-Krise

Produktion im Werk Leipzig läuft wieder voll an

BMW Logo 75 Bilder

Der Autobauer BMW fährt seine Produktion im Werk Leipzig von Juni an wieder hoch. Hintergrund ist die gute Nachfrage nach dem BMW 1er.

14.05.2009

Dennoch warnte BMW-Chef Norbert Reithofer am Donnerstag (14.5.) auf der Hauptversammlung in München vor knapp 5.500 Aktionären davor, die Absatzkrise für überwunden zu halten. "Es gibt noch keine Entwarnung. Die wirtschaftlichen Prognosen sind kritisch."

Ab Juni wieder Zweischichtbetrieb

In den ersten vier Monaten war der Absatz der drei Auto-Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um fast 22 Prozent auf 378.859 Autos gesunken. Seine Verluste hatte der Autobauer dank deutlicher Einsparungen zuletzt aber eingedämmt. Bis Ende Mai werde in Leipzig noch im Einschichtbetrieb gearbeitet, danach gehe es wieder in den Zweischichtbetrieb, sagte Reithofer. In Sachsen werden Modelle der kleinen 1er-Baureihe gebaut, die derzeit auch von der Abwrackprämie profitiert.

Im April hatte der BMW 1er beim Absatz zumindest den Vorjahreswert erreicht. Bei fast allen anderen Baureihen war er deutlich zurückgegangen. Neben dem Dreitürer, dem Coupé und dem Cabrio soll ab Anfang September in Leipzig auch der neue, kleine Geländewagen BMW X1 gebaut werden. Wegen der guten Nachfrage nach einzelnen Modellen hatte BMW vor kurzem auch in Regensburg die Kurzarbeit vorzeitig beendet. Damit wird dann nur noch im weltweit größten Werk Dingolfing kurz gearbeitet, wo vor allem größere Autos wie der BMW 5er und der 6er vom Band laufen. Über die Teileproduktion in Landshut und Berlin sei noch nicht entschieden, sagte ein Sprecher auf Anfrage.
 

Aktionäre müssen aich mit der Kürzung der Dividende zufrieden geben

"Wir sind noch lange nicht über den Berg", warnte auch Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). BMW müsse in den kommenden Jahre alle Modelle hinsichtlich ihrer Rentabilität auf den Prüfstand stellen und sich gegebenenfalls von einigen verabschieden. Die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Kürzung der Dividende von 1,08 Euro je Vorzugsaktie im Vorjahr auf 0,32 Euro befürwortete sie angesichts eines Gewinneinbruchs von rund 90 Prozent im vergangenen Jahr. "Ich glaube, dass wir als Aktionäre damit einverstanden sein müssen."
 
Im ersten Quartal hatte BMW dank drastischer Einsparungen - unter anderem beim Personal - seine Verluste deutlich eingedämmt. Auch bei den Materialkosten würden bis 2012 deutlich mehr als die ursprünglichen geplanten vier Milliarden Euro eingespart, sagte Reithofer. Außerdem werde in den kommenden Jahren gut die Hälfte der Modellpalette erneuert. Die langfristigen Renditeziele des Unternehmens blieben daher unverändert. So soll die Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Autogeschäft bis 2012 auf 8 bis 10 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr waren es gerade einmal 1,4 Prozent, bereinigt um Sondereffekte 4,2 Prozent. 

Keine näheren Angaben zum BMW Megacity-Vehicle

Langfristig will BMW sein bis 2015 geplantes Stadtfahrzeug "Megacity-Vehicle" zur Modellfamilie ausbauen. "Es wird überraschende Lösungen geben", sagte Reithofer. Zunächst sei ein Fahrzeug geplant, das sowohl mit einem effizienten Verbrennungsmotor als auch mit einem Elektromotor zu haben sein soll. "Dieses Fahrzeug soll den Auftakt  für die ganze Familie extrem emissionsarmer Fahrzeuge bilden. Stellen Sie sich sowohl Ein- als auch Zweispurfahrzeuge vor." Nähere Angaben machte er zunächst nicht.

- BMW auf der IAA

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