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BMW M eines Tages mit Elektroautos

Zuerst Hybrid-, dann E-Sportwagen

BMW M2 Coupe Gigi Hadid Foto: BMW

Der Chef der BMW M GmbH, Frank van Meel, sieht den Bau eines elektrischen M-Sportlers als unvermeidbar an. Zuerst werde sein Unternehmen aber auf die Hybridtechnik umsatteln. Primär, um die Leistung weiter anzureichern.

13.01.2017 Andreas Haupt 4 Kommentare Powered by

Die Automobilhersteller forschen an der Elektro-Technik. Es gibt bereits einige surrende Autos auf dem Markt. Die Sportwagen-Branche bleibt vom reinen E-Antrieb noch weitesgehend verschont. Weil die Batterie-Pakete noch zu schwer sind, sie das Leistungsgewicht verhageln und die Gewichtsverteilung erschweren. Und dann müssen die Zellen ja noch gekühlt werden.

Ein M3 mit E-Motor?

Die Experten sind sich aber einig: Um eine Elektrifizierung der sportlichen Modelle kommen die Autobauer in Zukunft nicht herum. Frank van Meel sagte in Detroit gegenüber der britischen Autowebseite „Autoexpress“, dass ein reines Elektroauto von BMW M für die Zukunft unvermeidbar sei.

„Aktuell haben wir mit der Elektrifizierung noch ein Problem beim Leistungsgewicht, was es schwer macht, die Technik mit einer Motorsport-Philosophie vereinbar zu machen“, erklärt der Chef der BMW M GmbH. „Wir sehen aber bereits, dass die Start-Stopp-Technik in unsere Modelle einzieht und der nächste Schritt ist die Elektrifizierung. Irgendwann werden unsere Autos rein elektrisch betrieben – aber das braucht noch Zeit.“

Ein M3 mit E-Motor? Ein surrender M4, M5 oder M6? Statt Reihensechser-Sound und V8-Biturbo-Gewitter nur noch die Abrollgeräusche der Reifen? Man wird sich darauf einstellen müssen. Zunächst will die M GmbH laut van Meel die Brücke zwischen Verbrennungs- und E-Motor mit Hybridtechnik schlagen. Eine Kombination aus Verbrenner und Elektroantrieb hat bereits einige Sportwagen überfallen. Zum Beispiel Hybridsupersportwagen vom Kaliber Porsche 918 Spyder, Ferrari LaFerrari oder McLaren P1. BMW selbst führt mit dem i8 einen Hybridsportwagen.

Einen von M aufgebrezelten i8 gibt es nicht. Van Meel schließt ein solches Projekt auch für die Zukunft auf. „Das würde keinen Sinn machen. Es sind zwei verschiedene Richtungen. Bei uns geht es um unverfälschten Motorsport, wohingegen BMW i in die Zukunft für unverfälschte Effektivität schaut.“ Deshalb sieht man bei der M GmbH die Hybridtechnik primär als Quelle, um die Leistung seiner sportlichen Autos weiter zu verbessern statt den Spritverbrauch zu drücken.

Ein enger Austausch zwischen BMW M und BMW i findet dennoch statt. In Bezug auf die Batteriezellen, das Gewicht und die Kühlung der Akkus. Das hilft im Endeffekt der Performance-Sparte, die Einheiten in einem zukünftigen Sportmodell bestmöglich zu integrieren und zu nutzen.

Neuester Kommentar

Übrigens, das mit dem Sound, finde ich schon gut, wenn es auch nicht unbedingt so laut sein sollte.
Ich steh eigentlich mehr auf Hybrid, so ist man sicherer unterwegs.
Das mit den E-Autos wird sowieso noch länger dauern, da die Politik einfach zu langsam ist.
Um das Konzept E-Akkus schneller umzusetzen, sollten sich auch die Produzenten zusammen setzen
um ein einheitliches Akku-System zu entwickeln und dieses dann mit dem Verkehrsminister
umsetzen, hoffentlich ist dies kein Wunschdenken.
wowire

Wowire 15. Januar 2017, 12:31 Uhr
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