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24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009: BMW M3 GT4

Kundensport hat Tradition bei der BMW Motorsportabteilung

16 Bilder

Der M3 GT4, mit dem sport auto beim 24h-Rennen auf Trophäenjagd ging, ist beileibe nicht der erste seriennahe Kundensportwagen der BMW Motorsportabteilung - wie ein Blick in die Historie verdeutlicht.

10.06.2009 Powered by

Die sportliche Veranlagung liegt in den Genen, so behauptet der Volksmund. Wer dick und schwerfällig ist, meidet den sportlichen Wettkampf. Was für die Konstitution des Menschen gilt, stimmt im übertragenen Sinne auch im Automobilbau.
 
Die Gründung der Automobilsparte von BMW im Jahr 1928 begann mit kleinen, leichten, wendigen Autos. Elf Jahre später stand der erste Gesamtsieg bei der legendären Mille Miglia mit dem sechszylindrigen BMW 328 auf der Habenseite. Ein Jahr zuvor konnte der nicht minder aussagekräftige Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gefeiert werden.
 
Wagen mit dem BMW-Emblem gehören zu den flinken Kurvenkratzern
 
Während andere Automobilhersteller Eisenbahnwagons mit vier Rädern als Autos verkauften, gehörten die Wagen mit dem BMW-Emblem schon damals zur Kategorie der flinken Kurvenkratzer - die Matrix der BMW-Autos war geboren. Das sport auto-Team startet 2009 mit dem aktuellsten Kundensportrennwagen von BMW Motorsport beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009: BMW M3 GT4: Kundensport hat Tradition bei der BMW Motorsportabteilung 3:03 Min.

BMW 2000 Ti knackte die magische Rundenzeitenbarriere
 
Der BMW M3 GT4 steht nicht nur in einer Ahnenreihe mit dem BMW 328, sondern zum Beispiel auch mit dem BMW 1800 Ti, einem der ersten käuflichen Rennwagen von BMW, der ab 1964 die europäische Tourenwagen-Szene gehörig aufmischte. Hubert Hahne knackte mit dem Nachfolger, dem BMW 2000 Ti, im Jahr 1966 die magische Rundenzeitenbarriere für Tourenwagen von zehn Minuten auf der Nürburgring-Nordschleife.
 
Und noch vor Gründung der BMW Motorsport GmbH gewannen Hans-Joachim Stuck und Clemens Schickentanz im Jahr 1970 das allererste 24h-Rennen auf dem Nürburgring überhaupt - auf einem BMW 2002 Ti. Der Blick in die Geschichtsbücher macht deutlich: Die Nordschleife und BMW bilden eine feste Einheit. 18 Gesamtsiege erzielte BMW beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring, der letzte datiert auf das Jahr 2005 zurück, mit dem legendären BMW M3 GTR aus der American Le Mans Serie.
 
Ring-Dominanz bei den Klassensiegen
 
Noch brutaler fällt die Ring-Dominanz bei den Klassensiegen aus: Bis 2008 schafften BMW-Piloten 114 Klassensiege - mehr als doppelt so viel wie die zweitplatzierte Marke in der ewigen Siegerstatistik.
 
Bei der Nürburgring-Statistik von BMW sollte ein Highlight nicht unterschlagen werden: 1998 holten die Bayern auf der Nordschleife den ersten großen Gesamtsieg bei einem 24h-Rennen mit einem Dieselfahrzeug, dem BMW 320d. Viele Siege auf Klassenebene oder sogar auf Gesamtsiegebene wurden mit käuflichen Kundenfahrzeugen herausgefahren. "Der Kundensport ist uns außerordentlich wichtig", betont BMW-Sportchef Mario Theissen.

Fünf Modelle werden aktuell angeboten
 
Immerhin fünf Modelle stehen aktuell in der Angebotsliste von BMW Motorsport, bei den Stückzahlen ist der BMW 320si aus der Tourenwagen-Weltmeisterschaft der absolute Kassenschlager. Mehr als 60 Exemplare konnten bereits zum Stückpreis von 200.000 Euro abgesetzt werden, vom Vorgänger 320i E46 verkaufte BMW Motorsport sogar 110 Rennwagen. Dazu stehen speziell für die Kunden aus dem Langstreckensport ein BMW 120d mit 260 PS starkem Dieseltriebwerk und ein BMW Z4 M Coupé mit Sechszylinder-Reihenmotor und über 400 PS in der Angebotsliste.
 
Der Preis für die Kundensportversion des BMW M3 GT, der 2009 beim 12h-Rennen in Sebring debütierte, steht noch nicht fest. Und dazu kommt als jüngster Spross eben jener BMW M3 GT4 für 120.000 Euro, mit dem das sport auto-Team 2009 auf Trophäenjagd ging.
 
Kundensport macht keine Verluste
 
Der Kundensport muss sich nach den wirtschaftlichen Vorgaben heute selbst tragen: "Wir schaffen mit dem Kundensport den Break-even", erklärt BMW-Sportchef Theissen stolz. Umso verständlicher, dass BMW sich seit über 40 Jahren mit dem hauseigenen BMW Sportpokal quasi die eigene Kundschaft warmhält. Der in den 60er Jahren etablierte Sportpokal honoriert nach einem komplexen Punktesystem all jene Piloten, die mit den unterschiedlichsten BMW-Fahrzeugen rund um den Globus antreten.
 
"BMW möchte die Privatfahrer auf breiter Ebene unterstützen, weil sie mit BMW-Wagen um Siege kämpfen und damit die besten Botschafter für die Leistungsfähigkeit unserer Autos sind", so BMW-Sportchef Theissen. Das Engagement lässt sich BMW einiges kosten - am Ende der Saison werden unter den besten Privatfahrern 250.000 Euro ausgeschüttet, der Sieger allein erhält 30.000 Euro. Vergangenes Jahr konnte BMW-Privatier Franz Engstler die Sportpokalwertung zum zweiten Mal in seiner Karriere gewinnen - und setzte sich dabei gegen 141 eingeschriebene Sportpokalfahrer durch.

Neben dem Kundensport kümmert sich die 50 Mann starke Motorsport-Abteilung auch um die Entwicklung der Kundensportfahrzeuge sowie um die klassischen Werkseinsätze wie in der TW-Weltmeisterschaft oder im GT-Rennsport.
 
Die Erfolgsliste seit Gründung der Motorsport GmbH im Jahr 1972 umfasst dabei 14 eng bedruckte Seiten. Die Highlights im Stenogrammstil: der Formel 1-WM-Titel mit Nelson Piquet im Jahr 1983, insgesamt vier Fahrertitel in der Tourenwagen-WM und nahezu 20 Meistertitel in der TW-Europameisterschaft. Dazu holten die BMW-Werksfahrer insgesamt sechs Mal den Formel 2-Europameistertitel, zudem siegte man 1999 in Le Mans mit dem BMW V12 LMR und in der GT2-Klasse der American Le Mans Serie im Jahr 2001.
 
BMW 3.0 CSL mit 360 PS
 
Natürlich entstand in den vergangenen 37 Jahren eine Respekt einflößende Galerie von unvergesslichen Rennfahrzeugen. Zum Beispiel der BMW 3.0 CSL, der 1973 als erstes Großprojekt der Motorsport GmbH in Angriff genommen wurde und zu sechs EM-Titeln führte. Das 1.092 Kilo schwere Coupé mit 3,3 Liter großem Reihensechszylinder und 360 PS trug als erster Wagen die neue BMW-Rennfarben-Kombination Blau-Violett-Rot zur Schau.
 
BMW M1 mit 950 PS
 
Der CSL wurde zum erfolgreichsten Rennwagen seiner Epoche und verstörte am Ende seiner langen Karriere die Fahrer als Turbo-Coupé mit einem über 800 PS starken 3,2-Liter-Biturbo-Motor. Auch der BMW M1 brannte sich nachhaltig auf die Festplatte der Motorsportfans auf der ganzen Welt. Der Sportwagen debütierte 1978 in der Procar-Serie im Rahmenprogramm der Formel 1, am Ende leistete auch dieser BMW-Rennwagen dank Biturboaufladung bis zu 950 PS.
 
Das dritte Großprojekt mit extrem langer Brennweite war zweifellos der BMW M3 E30 nach Gruppe A-Reglement, mit dem Roberto Ravaglia gleich auf Anhieb 1987 den TW-WM-Titel holen konnte. Der M3 E30 war der erfolgreichste Tourenwagen in der Geschichte von BMW Motorsport überhaupt: Neben dem WM-Titel und Erfolgen in der EM konnten auch zwei DTM-Meisterschaften eingefahren werden.
 
Kundensportrennwagen mit Seriennähe
 
Das gemeinsame Merkmal vieler Tourenwagen- und GT-Programme war die Seriennähe der Kundensportrennwagen, so wie jetzt wieder beim BMW M3 GT4. Die sportliche Veranlagung scheint eben doch in den Genen zu liegen.

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