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BMW M3 im internationalen Rennsport

Legenden-Bildung des 24h-Siegers BMW M3

BMW M3 GT2 Foto: BMW 8 Bilder

Die Rennversion des BMW M3 ist eine Bank im Langstreckensport: In der American Le Mans Serie sowie beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring glänzte der GT2-M3 mit Siegen. Dabei setzte der bayerische GT auch durchaus dramatische Akzente.

07.10.2010 Marcus Schurig Powered by

Wer Sportwagen baut, muss den Sport wagen. Erfolge im Rennsport sind bis auf den heutigen Tag das überzeugendste Argument für den Abverkauf von Straßenfahrzeugen, die auf höchste Fahrdynamik zugeschliffen sind. Bei BMW hat der Transfer von der Straße auf die Rennstrecke schon Tradition, ganz besonders beim sportlichen Flaggschiff, dem M3. Der Urahne sorgte bereits in der alten DTM für Furore, und der Vorgänger siegte in der American Le Mans Serie sowie beim legendären 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Somit waren die Duftmarken für das aktuelle BMW M3 Coupé mit der internen Kennziffer E92 markiert: Im Langstreckensport sollte der M3 die Sportwagenkonkurrenz von Ferrari, Corvette und Porsche ins Fadenkreuz nehmen - und wenn möglich besiegen.

BMW liegt in der Gesamtwertung der ALMS-Saison auf einer aussichtsreichen Position

Der Startschuss für die Sportkarriere des M3 fiel 2008, als BMW Motorsport auf Wunsch des nordamerikanischen Vertriebs eine Rennversion nach GT-Reglement entwickelte. Bereits in der Debütsaison schaffte das Einsatzteam von Ex-IndyCar-Pilot Bobby Rahal einen Laufsieg sowie mehrere Podestplätze in der hart umkämpften GT-Klasse der American Le Mans Serie (ALMS). "Für die Saison 2010 wollen wir den Titel holen - das ist das erklärte Ziel", so die selbstbewusste Ansage von Dirk Müller, der das US-Engagement als Werkspilot unterstützt. Die Chancen stehen nach fünf von neun ALMS-Saisonrennen sehr gut: BMW liegt in allen GT2-Wertungen - Fahrer, Hersteller und Team - in aussichtsreicher Position.

Natürlich war von vornherein geplant, dass das US-Rennmodell ab 2010 auch in Europa für sportlichen Zündstoff sorgen soll. Nach der im April erfolgten Zulassung für den europäischen Rennsport bestritt das BMW-Werksteam Schnitzer Motorsport zahlreiche Rennen in der europäischen Le Mans Serie, das 24-Stunden-Rennen in Le Mans und den über die gleiche Distanz führenden Sportwagenklassiker im belgischen Spa. Die Ausbeute kann sich trotz später Homologation und eingeschränkter Testarbeit sehen lassen. In Spa hatte BMW ein überlegenes Auto und führte den Ardennen-Marathon über 20 Stunden souverän an. Doch exakt 40 Minuten vor Schluss kollabierte die linke Spurstange des BMW M3, die zuvor bei einem Feindkontakt einen leichten Knacks abbekommen hatte.

Die lange Historie der BMW Art Cars wurde 2010 wiederbelebt

"Nie zuvor habe ich im Rennsport eine größere Enttäuschung erlebt als in Spa", so Dirk Müller, der mit seinen Teamgefährten Dirk Werner und Dirk Adorf den Sieg vor Augen hatte. Der siebenminütige Reparaturstopp warf das Schnitzer-Team auf den dritten Platz zurück. Beim wichtigsten Langstreckenrennen der Welt in Le Mans stand BMW im Fokus der Fotografen: Die Münchner hatten die lange Historie der BMW Art Cars wiederbelebt. Die von zeitgenössischen Künstlern aufgehübschten Rennwagen schrieben bereits in der Vergangenheit Kunstgeschichte. Der von Jeff Koons veredelte M3 des Jahrgangs 2010 fügt sich nahtlos in diese Ahnengalerie ein und stand beim Le Mans-Klassiker permanent im Blitzlichtgewitter der Fotografen.

Sportlich war BMW in Le Mans wegen der späten Europa-Homologation dagegen eher in eine Mitläuferrolle gedrängt: Der sechste Klassenrang durch die Fahrerbesatzung Jörg Müller, Augusto Farfus und Uwe Alzen entsprach nicht dem selbstgesteckten Ziel, nämlich den GT-Werksteams von Ferrari, Porsche, Jaguar und Corvette im Kampf um den Klassensieg Paroli zu bieten. Deutlich mehr Glück und Erfolg hatten die Bayern beim Einsatz auf der Nürburgring-Nordschleife. Dort hatte bereits der Vorgänger-M3 zwei Gesamtsiege beim legendären und Material mordenden 24h- Rennen einfahren können.

Das Nachfolgemodell schaffte den nahtlosen Anschluss: Gleich beim Debüt-Einsatz im Mai 2010 siegten Jörg Müller, Uwe Alzen, Augusto Farfus und Pedro Lamy - wenngleich mit jener Portion Glück, die dem Werksteam beim 24h-Rennen in Spa Francorchamps fehlte: Erst schied zwei Stunden vor Rennende der lange führende Hybrid-Porsche aus, und zeitgleich bahnte sich im nun führenden BMW M3 mit der Startnummer 25 ein ernsthaftes Getriebeproblem an. Der Sieg hing am seidenen Faden - doch das Getriebe hielt. BMW holte am Nürburgring bereits den 19. Gesamtsieg - und fügte der sportlichen Legende M3 ein weiteres großes Kapitel hinzu.

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