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BMW M6

Mmmhhhh Sechs

Foto: BMW 21 Bilder

Fünf Liter Hubraum, zehn Zylinder, 507 PS Leistung und 520 Nm maximales Drehmoment - diese Leistungsdaten lassen sich auch kurz in BMW M6 zusammenfassen. Auf der Motor Show in Detroit präsentieren die Bayern den stärksten 6er, der seinen Antrieb aus dem BMW M5 entliehen hat.

14.12.2004

Als Maßeinheit für die reinrassige Sportlichkeit des M6 stehen acht Minuten für die Umrundung der Nürburgring-Nordschleife. Zum Vergleich: Der hauseigene Konkurrent M5 hat im Supertest der auto-motor-und-sport-Partnerzeitschrift "sport auto" die grüne Hölle in 8:13 Minuten hinter sich gelassen. Als weitere Gradmesser steht beim M6 eine Spurtzeit von 4,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu Buche. Die 200-km/h-Marke fällt nach rund 14 Sekunden. Bei 250 Sachen gebietet die Elektronik Einhalt. Ohne sie wäre Tempo 300 locker drin.

Diese Leistung hat der M6 jedoch nicht nur dem bis 8.250/min. hochdrehenden V10 zu verdanken, sondern auch den speziellen Modifikationen. Gegenüber dem 645 Ci bringt die M-Version mit seinem Leergewicht von 1.785 Kilogramm zwar 95 Kilogramm mehr auf die Waage, dennoch wurde ordentlich abgespeckt. So wurde unter anderem das aus dem M3 CSL bekannte Carbon-Dach, eine dünnere Heckscheibe und CFK-Stoßfängerträger verbaut.

Stillstand nach 140 Metern

Den 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen im Doppelspeichendesign wurden 1,8 Kilo gegenüber einem vergleichbaren Rad abgerungen. Diese sind übrigens an der Vorderachse mit Reifen der Größe 255/40 und an der Hinterachse mit Pneus der Dimension 285/35 bezogen. Hinter den Rädern verbirgt sich eine Hochleistungsbremsanlage mit gelochten Compound-Bremsscheiben und Doppelkolben-Faussätteln aus Aluminium. Nach BMW-Angaben sollen sie den M6 aus Tempo 100 nach knapp 36 Metern zum Stehen bringen, weniger als 140 Meter vergehen, bremst der Fahrer aus 200 km/h.

Wer hingegen mit dem M6 fahren will, bedient das Siebengang-SMG-Getriebe über die Lenkradtasten oder klassisch über den Wählhebel. Insgesamt stehen dem Fahrer elf Schaltoptionen zur Auswahl, mit denen er den Schaltcharakter seiner Fahrweise anpassen kann. Diese Drivelogic-Funktion stammt ebenfalls aus dem M5-Modell, wie das M-Fahrwerk, dass sich durch einen kürzeren Radstand und niedrigeren Schwerpunkt auszeichnet.

Head-Up-Display gegen Aufpreis

Um den 2+2-Sitzer auch dort zu halten, wo er hingehört, auf die Straße, verfügt er über ein DSC-Stabiliätsprogramm, das im Normal-Modus auf Fahrsicherheit ausgelegt ist. Das MDM (M Dynamic-Mode) - eine Unterfunktion des DSC - kann der Fahrer am Lenkrad zuschalten. Mit dieser Funktion greift das Stabilitätsprogramm erst im absoluten Grenzbereich ein. Wer sich hingegen sicher fühlt, kann das DSC auch ganz ausschalten. Als weiteres Assistenzsystem bietet der M6 eine elektronische Dämpferkontrolle (EDC) mit drei anwählbaren Programmen: Normal, Komfort und Sport. Damit kann der Fahrer das Fahrwerk zwischen sportlich straff bis relativ komfortabel einstellen. Apropos komfortabel: Beim Start des M6 stehen nur 400 PS zur Verfügung, erst auf Druck der Powertaste in der Wählhebelabdeckung stehen die gesamten 507 Pferdchen zur Verfügung.

Optisch ist der M6 in jeder Lage und Ansicht als Top-Modell der 6er-Baureihe zu erkennen. Die Front ziert eine tiefgezogene Schürze mit drei großen Lufteinlässen und kleinen Spoilerlippen. Die Öffnungen links und rechts dienen der sekundären Motorluftansaugung und kühlen die Bremsen, die mittig angeordnete Öffnung kühlt den V10-Motor, der im Vergleich zum V8 im 645Ci doppelt soviel Kühlluft braucht. Die Seiten zieren die obligatorischen Schweller, die die Luftführung optimieren sollen, neu designte Seitenspiegel und eine Chromstrebe mit M-Logo und integriertem Blinker. An der Heckschürze dominiert der Diffusor, der von je zwei Endrohren der Edelstahl-Sportabgasanlage flankiert wird.

In punkto passiver Sicherheit steht der M6 auf dem Niveau seiner Serienkollegen. Dem Sportwagencharakter entsprechend hat BMW im Innern elektrisch verstellbare M-Sportsitze verbaut. Beim Blick auf die Armaturen zeigen sich Tacho und Drehzahlmesser in Chrom gefasst. Das Zifferblatt strahlt in Schwarz mit weißen Zahlen, die Zeiger sind in Rot gehalten. Ein Novum: Der Drehzahlmesser, der abhängig von der Öltemperatur den nutzbaren Drehzahlbereich anpasst. Gegen Aufpreis ist auch das aus dem M5 bekannte Head-Up-Display erhältlich. Es projiziert, je nach Einstellung, Standard-Anzeigen oder spezielle M-Infos auf die Windschutzscheibe im Sichtfeld des Fahrers. Die genauen Preise gibt BMW erst nach der Präsentation bekannt.

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